Triathlon-Verbandsliga
ASC Ahlen bleibt in der Steinbecker Hitzeschlacht cool

Ahlen -

Das Liga-Team des ASC Ahlen hat beim Steinbecker Triathlon überzeugt. Ein Teilnehmer erhielt daraufhin den Spitznamen „Senioren-Kienle“. Ein anderer ließ sich von einer Kollision im Wasser zu Beginn nicht aus der Ruhe bringen.

Donnerstag, 27.06.2019, 13:26 Uhr aktualisiert: 27.06.2019, 16:18 Uhr
Völlig verausgabt freut sich Martin Stertenbrink (links) im Ziel über den Zuspruch seines Mannschaftskameraden Martin Schnafel.
Völlig verausgabt freut sich Martin Stertenbrink (links) im Ziel über den Zuspruch seines Mannschaftskameraden Martin Schnafel. Foto: Katharina Wien

Hatten die Ahlener Triathleten beim ersten Ligawettkampf der diesjährigen Saison noch mit ungewohnter Kälte zu kämpfen, war beim zweiten Auftritt in der Verbandsliga das Gegenteil der Fall. Eine olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen – 42 Kilometer Radfahren – 10,5 Kilometer Laufen) in der prallen Mittagshitze erwartete das an der Tabellenspitze stehende Team des ASC Ahlen jüngst in Steinbeck.

Vor allem der abschließende Lauf sollte Jannis Rohden, Jonas Barwinski , Martin Schnafel und Martin Stertenbrink vor große Herausforderungen stellen. Doch zunächst versprach die Auftaktdisziplin im Mittellandkanal Abkühlung, wenn diese mit Neoprenanzug-Freigabe auch nicht so groß ausfiel, wie sich zumindest Rohden das gewünscht hätte.

Oje, eine Boje

Sein Start verlief dann auch etwas unglücklich. Doch trotz Kollision mit einer Boje und einigen Schlägen von Mitstreitern kam er als Zwölfter aus dem Wasser. Es folgte eine bemerkenswert gute Leistung auf dem erst am Tag zuvor neu aufgebauten und eingestellten Triathlonrad. „Das Rad lief unfassbar gut“, schwärmte der Student, der auf den selektiven 42 Kilometern bis auf Rang drei nach vorne fuhr. Diesen Platz sicherte er auch auf der Laufstrecke ab. Nach 2:13:05 Stunden kam er ins Ziel – eine Leistung, der auch Routinier Martin Schnafel am Ende höchsten Respekt zollte.

Der 53-Jährige benötigte für die Strecke 2:26:27 Stunden und konnte vor allem auf der Radstrecke seine Stärke ausspielen – ein Umstand, der Jonas Barwinski dazu bewog, ihn mit einen der derzeit stärksten Triathleten Deutschlands zu vergleichen: „Du bist auch so ein Senioren-Kienle.“ Mit dem zwölftbesten Radsplit kämpfte er sich ins erste Viertel des Feldes, musste allerdings auf der schweren Laufstrecke wieder Federn lassen. Am Ende stand der 22. Platz für Schnafel zu Buche.

Menschgewordene Rakete

Beim Laufen sammelte auch Barwinski seinen Teamkollegen wieder ein. Nach einer soliden Schwimmleistung kam dieser enttäuscht vom Rad und brauchte auch das erste Drittel der Laufstrecke, um zurück ins Rennen zu finden. Dennoch lieferte er die fünftbeste Laufzeit im Feld ab und landete nach 2:24:21 Stunden auf Rang 16. „Der ist eine Rakete“, konnte da auch Martin Stertenbrink nur staunen, der nach guten Leistungen in den ersten beiden Disziplinen gemeinsam mit Barwinski auf die Laufstrecke ging.

Dort jedoch kam er mit den schwierigen Bedingungen nur schwer zurecht. Doch er biss sich durch und landete nach 2:33:02 Stunden auf Rang 41. Die geschlossene Mannschaftsleistung bedeutete für das Ahlener Quartett Rang vier in Steinbeck. Der Zwischenstand der Liga führt den ASC Ahlen derzeit auf Rang drei, nur einen beziehungsweise zwei Punkten hinter den Münsteraner Vereinen Wasser + Freizeit sowie Tri Finish.

Auf der Shortman-Distanz (500 Meter Schwimmen – 28 Kilometer Rad – 5,2 Kilometer Laufen) stellte sich Janin Knospe der offenen Konkurrenz. Hier eroberte sie nach starken 1:26:03 Stunden Rang fünf im Gesamtklassement der Frauen sowie einen zweiten Platz in der W35.

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