Fußball-Kreis Beckum
Keine Liebe für Ahlen-Haymana: Staffeltag diskutiert kontrovers über Namensänderung

Ahlen -

Nur dröge Termin-Bekanntmachungen? Nicht beim Staffeltag des Fußball-Kreises Beckum. Da wurde lebhaft diskutiert über die Namensänderung, die eine dritte Mannschaft eines Ahlener Vereins beantragt hatte.

Freitag, 19.07.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 22.07.2019, 13:17 Uhr
Der Kreisvorstand beim Staffeltag: (o.v.l.) Bernd Kruse, Günter Pröpper, Erhard Richter, Udo Zambo, Peter Wiethaup, Sascha Bork und „Alt“-Vorsitzender Manfred Mielczarek.
Der Kreisvorstand beim Staffeltag: (o.v.l.) Bernd Kruse, Günter Pröpper, Erhard Richter, Udo Zambo, Peter Wiethaup, Sascha Bork und „Alt“-Vorsitzender Manfred Mielczarek. Foto: Kreisel

Erfrischend, wenn sich mal nicht sofort alle einig sind. Beim sonst notgedrungen eher etwas drögen Staffeltag des Fußballkreises Beckum, bei dem es ja vorwiegend um die technisch-organisatorischen Details der kommenden Saison geht, gab es am Mittwochabend ein kleines Aufregerthema: bei der Aussprache über den Antrag der dritten Mannschaft der FSG Ahlen. Denn die würde künftig gerne unter dem Namen FSG Ahlen-Haymana auflaufen.

Bei Haymana klingelt‘s nicht? Muss es auch nicht unbedingt. Es ist ein Landkreis der türkischen Provinz Ankara. Mit dem Namenszusatz soll offenbar die Heimatverbundenheit vieler Spieler der FSG-Dritten zum Ausdruck gebracht werden.

Das Ansinnen stieß beim Kreisvorstand allerdings auf keine Gegenliebe. „Wir möchten nicht, dass in Zukunft Vorwärts Ahlen-Lokomotive gegen ASG-Holzbein antritt. Da müssen wir genau schauen, ob so etwas überhaupt genehmigt werden kann“, so Wiethaup.

Der neue Kreisvorsitzende Peter Wiethaup hatte die Ablehnung einer gewünschten Namensänderung zu erklären.

Der neue Kreisvorsitzende Peter Wiethaup hatte die Ablehnung einer gewünschten Namensänderung zu erklären. Foto: Marc Kreisel

Wildwuchs bei der Namensgebung soll verhindert werden

Auf Nachfrage erklärte er am Donnerstag noch einmal, dass die Ablehnung durch den Kreisvorstand keine diskriminierenden Gründe habe. „Wir wollen einfach Wildwuchs bei der Namensgebung einzelner Mannschaften verhindern. Wenn wir es bei einem Verein genehmigen, müssen wir es bei allen“, so Wiethaup. Er versprach aber, sich beim Verband kundig zu machen, ob eine solche Umbenennung für nur ein Team mit den Statuten konform geht.

Der Staffeltag beim aktuellen Meister Westfalen Liesborn lief ansonsten deutlich weniger diskussionsfreudig ab. Die kommende Saison startet am 18. August 2019, die Rückrunde wird ab dem 1. März 2020 ausgetragen. Neu ist, dass die Vereine für ihre Trikotwerbung keinen Obulus mehr an den Kreis abführen müssen. Den einzutreiben war den Fußballkreisen bisher vom FLVW vorgeschrieben worden. Die Ständige Konferenz hat diese Regelung nun aber für drei Jahre ausgesetzt, wie Wiethaup bekannt gab. „Das kann pro Verein durchaus 100 bis 200 Euro ausmachen“, schätzt er. Noch von seinem Vorgänger Manfred Mielczarek durchgesetzt wurde, dass der Beckumer Meister auch in der kommenden Saison direkt aufsteigen wird.

Bernd Theismann (links) nahm die Auszeichnung für die fairste Mannschaft des Kreises von Sascha Bork, dem C-Liga-Staffelleiter, entgegen.

Bernd Theismann (links) nahm die Auszeichnung für die fairste Mannschaft des Kreises von Sascha Bork, dem C-Liga-Staffelleiter, entgegen. Foto: Marc Kreisel

Ausschuss-Vorsitzender lässt Amt ruhen

Der Vorsitzende von Westfalia Vorhelm musste dem Plenum allerdings mitteilen, dass der erst im März als Vorsitzender des Fußballausschusses gewählte Lukas Wickenkamp sein Amt aus persönlichen Gründen ruhend gestellt hat. Eine Übergangslösung war aber ebenso schnell gefunden: „Wir haben das große Glück gehabt, dass Bernd Kruse eingesprungen ist und mit den Staffelleitern sowie mir die Spielpläne erarbeitet hat.“

Alles bereit also für die kommende Fußball-Saison 2019/2020, die auf und neben dem Platz noch einige Neuerungen bereithalten wird (Bericht folgt). Wiethaup warb noch einmal dafür, dass bis zum Start möglichst viele Vereine am neuen, elektronischen Spielerpass teilnehmen. „Das ist eine Erleichterung für alle Beteiligten“, ist er sich sicher.

Aus den Berichten der Staffelleiter

Fairste A-Liga-Mannschaft der vergangenen Saison war der TuS Waderloh. Die besten Torschützen dieser Spielklasse waren Niklas Schramme (Liesborn) und Davin Wöstmann (Vorhelm) mit je 34 Treffern. In der Kreisliga B sicherte sich FatlumBe ka (Baris Spor Oelde) mit 38 Treffern die Torjägerkanone. In der Kreisliga C freute sich Staffelleiter Sascha Bork über die rückläufigen Roten Karten. Von denen gab es zuletzt „nur“ 22, also 15 weniger als noch in der Saison 2017/2018. Darüber hinaus nahm Bernd Theismann für die FSG Ahlen den Preis für die fairste Mannschaft des gesamten Fußball-Kreises Beckum entgegen.

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