Fußball: Oberliga Westfalen
Ein bisschen was von allem: RW Ahlen wird beim Libapokal Vierter

Ahlen -

Was kann Rot-Weiß Ahlen in der kurz bevorstehenden Saison reißen? Das ist die große Frage. So richtig viel schlauer ist man auch nach dem Libapokal in Gievenbeck nicht, wo die Britscho-Elf einen ordentlichen vierten Platz erzielte. Gute mischten sich mit schlechten Ansätzen.

Sonntag, 28.07.2019, 19:38 Uhr
Roman Zengin (r.) ist nach einem Kreuzbandriss und einem Jahr Pause endlich wieder auf dem Platz. Im Rahmen des Libapokals in Gievenbeck erhielt er gegen Concordia Albachten die ersten Einsatzminuten.
Roman Zengin (r.) ist nach einem Kreuzbandriss und einem Jahr Pause endlich wieder auf dem Platz. Im Rahmen des Libapokals in Gievenbeck erhielt er gegen Concordia Albachten die ersten Einsatzminuten. Foto: Marco Stiemke

Nur noch zwei Wochen sind es, bis die Oberliga Westfalen wieder ihre Pforten öffnet. Der Endspurt in der Saisonvorbereitung hat begonnen. Wie viel Arbeit bis dahin noch auf Rot-Weiß Ahlens Trainer Christian Britscho zukommt? Schwer zu sagen. Denn auch der Liba-Pokal in Gievenbeck lieferte dafür kein komplett eindeutiges Stimmungsbild. Sehr gute wechselten sich mit weniger guten Ansätzen ab. Macht in der Endabrechnung einen ordentlichen vierten Platz.

Sinnbildlich dafür war das Zustandekommen der Niederlage im Halbfinale gegen Gastgeber Gievenbeck. „Wenn wir unsere Ordnung haben, ist alles gut“, sagte Britscho dazu. Nur hatte der Ahlener Trainer zu seinem Leidwesen ein „Aber“ hinterherzuschieben: „Aber wenn wir unsere Ordnung aufgeben, passieren solche Tore. . .“

Gemeint war der ganz späte Ausgleich zum 2:2 durch den Verbandsligisten und Gastgeber. Mit seinem Treffer in der Schlussminute der nur einstündigen Partie hatte Gievenbecks Leon Lüntz den Rot-Weißen noch den schon fast sicher geglaubten Einzug ins Endspiel verbaut.

Fußball: Rot-Weiß Ahlen beim Libapokal gegen Concordia Albachten

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Denn im anschließenden Elfmeterschießen zogen die Gäste dann mit 2:4 den Kürzeren. Zunächst war Marvin Schurig mit dem allerersten Versuch an FCG-Keeper Nico Eschhaus gescheitert. Kurz darauf brachte auch Luca Steinfeldt den Ball nicht unter.

Komfortable 2:0-Führung reicht nicht

Dabei hatte sich die Britscho-Elf in Hälfte eins eine komfortable 2:0-Führung herausgespielt, weil Pascal Schmidt einen Doppelpack schnürte (11. und 26. Minute). Erst war er von seinem ehemaligen Hammer Teamkollegen Mike Pihl mustergültig bedient worden – dieses eingespielte Duo könnte noch durchaus für Freude sorgen. Später zwirbelte Schmidt dann einen Freistoß flach um die Mauer ins Tor. Tristan Niemann (39.) und Lüntz (60.) egalisierten aber.

Wenn Christian Britscho darüber verärgert war, ließ er es sich nicht anmerken: „Wir haben in der zweiten Hälfte verletzungsbedingt mit vielen Leuten auf Positionen gespielt, die nicht die ihren sind“, sagte er ganz nüchtern.

In der Tat hatte Britscho zur Pause kräftig durchgewechselt und mit Guiliano Nieddu, Timon Schmitz und dem lange verletzten Marko Onucka für Rene Lindner, Pascal Schmidt und Stefan Kaldewey gleich drei Neue gebracht. Kurz darauf kam auch der seit einem Jahr verletzte Roman Zengin (für Pihl) zu seinem zweiten Kurzeinsatz.

Drei Siege in der Vorrunde

Und bis zum Halbfinale hatte sich RWA mit drei Siegen in der Vorrunde eine weiße Weste bewahrt. Besonders der erste gegen Eintracht Rheine (3:1), gegen den es auch zum Oberliga-Auftakt gehen wird, ließ aufhorchen. Mit zwei 1:0-Siegen gegen den BSV Roxel und Concordia Albachten (die Torschützen waren Nieddu und Ismail Budak) setzten sich die Rot-Weißen als Gruppensieger durch.

Das aber war unverhofft schon die gesamte Erfolgsgeschichte. Denn auch im Spiel um Platz drei hatten die Ahlener im Elfmeterschießen gegen Preußen Münsters U 23 mit 1:3 das Nachsehen.

Britschos Zwischenfazit klang dennoch gar nicht so unzufrieden: „Als Test war das gut. Auch zu sehen, wie wir uns verhalten, wenn der Gegner zur Pause umstellt. Insgesamt heißt es, weiter an den immer gleichen Abläufen und der Feinabstimmung zu arbeiten.“

Saisoneröffnung und Testspiel am Freitag

Am kommenden Freitag, 4. August, wird Rot-Weiß Ahlen voraussichtlich seine Saisoneröffnung samt Mannschaftsvorstellung über die Bühne bringen. Ein genaues Programm dafür wird im Laufe der Woche bekanntgegeben. Fest steht aber schon der Testspielgegner, der zu diesem Anlass ins Wersestadion kommt: der Cronenberger SC aus der Oberliga Niederrhein. Ursprünglich sollte die SSVg Velbert aus der gleichen Liga der Gegner sein. Doch am Niederrhein wird nun am Freitag die erste Runde des Kreispokals gespielt. Velbert musste absagen. Die Cronenberger haben spielfrei und sind kurzfristig eingesprungen.

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