Reiten: Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit beim DOKR in Warendorf
Viel Qualität für die Zukunft

Kreis Warendorf -

Um den westfälischen Reiternachwuchs muss man sich offenbar keine Sorge machen. Beim Bundeschampionat Vielseitigkeit in Warendorf holten die Mannschaften gleich zwei Titel. Der Bundestrainer lobte das Gesehene ausdrücklich.

Dienstag, 30.07.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 30.07.2019, 15:48 Uhr
Absolutes Vertrauen brauchen die Pferde zu ihren Reitern, wenn das Gelände nach dem Hindernis abschüssig ist. Erst im letzten Moment, wenn das Pferd schon im Sprung ist, sieht es, wo es landen wird.
Absolutes Vertrauen brauchen die Pferde zu ihren Reitern, wenn das Gelände nach dem Hindernis abschüssig ist. Erst im letzten Moment, wenn das Pferd schon im Sprung ist, sieht es, wo es landen wird. Foto: René Penno

Na, wie haben wir das gemacht?“ Da standen die jungen Reiter aus Westfalen und kamen aus dem Strahlen gar nicht mehr raus. Erst holte sich die Ponymannschaft den Sieg beim Bundesnachwuchschampionat der Vielseitigkeitsreiter, am Nachmittag legte dann die Mannschaft Pferde nach. Beide hatten ihre Klassements schon vor den finalen Prüfungen angeführt.

Das alles unter den prüfenden Augen des Bundestrainers Fritz Lutter, der die jungen Ponyreiter für die Zukunft gut aufgestellt sah. „Man hat da schon viel Qualität gesehen“, so Lutter, der während der Geländeprüfung jeden Ritt kommentierte und den Teilnehmern wertvolle Tipps gab.

Die bekamen auch die Reiter aus Westfalen. Mit 368,4 Punkten nach Theorie, Dressur, Springen, Gelände und Vormustern holten sich Antonia Schulte-Filthaut (Menden), Amelie Nottmeier, Nele Kuberek (beide Saer­beck), Ole Ottmann (Handorf) und Linn Zepke (Westbevern) die Goldene Schärpe vor den Mannschaften aus dem Rheinland (357,60) und Hannover (349,60). Vor einem Jahr waren die Westfalen Zweite geworden. Nun wiederholten sie den Erfolg von 2014.

Der Sieg in der Mannschaftswertung resultierte aus starken Einzelergebnissen. Hinter der Siegerin Emilia Vogel aus Düsseldorf holte sich Linn Zepke die Silbermedaille ab. Mit ihrem Pony Betty Boo überzeugte sie in allen Disziplinen. Bis auf die Theorie lagen die Wertnoten immer jenseits der 8,0. Am Ende trennten sie nur 0,6 Punkte von der Siegerin.

Reiten: Impressionen vom Bundesnachwuchschampionat Vielseitigkeit 2019 beim DOKR in Warendorf

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„Das war eine ganz knappe Entscheidung. Das Vormustern hat den Ausschlag gegeben“, sagte Westfalens Mannschaftsführerin Anna Roggenland . Hinter Johannes Munk (Hannover) wurde Nele Kuberek mit Nouveaute de Van Gogh Vierte.

Starke Einzelergebnisse

Mit 380,30 Punkten holten Laurenz Terbrack (Nottuln), Anna Wecke (Münster), Lioba Kruth (Rinkerode), Gina Müller (Ostönnen) und Viktoria Weyers (Rhede-Krommert) auch den Sieg bei den Pferden nach Westfalen. Die Mannschaften aus Schleswig-Holstein (369,60) und Weser-Ems (358,20) folgten ihnen auf den Rängen zwei und drei.

Den Einzelsieg sicherte sich dank der Wertnote 9,5 im Gelände Magdalena Steinle (Berlin-Brandenburg). Rang zwei ging an Selina Traut aus Baden-Württemberg. Dritte wurde Viktoria Weyers, die mit der Höchstnote 10,0 für das Vormustern ihren Anteil am Mannschaftserfolg hatte.

Dazu trug auch Lioba Kruth vom RV Rinkerode bei, die sich von der Dressur an unter den besten Fünf festsetzte und das in den folgenden Disziplinen immer wieder bestätigte. Herausragend waren die Noten 9,5 für das Vormustern und 8,5 im Fach Theorie. Sie wurde Gesamtfünfte, gleich vor dem nächsten Westfalen, Laurenz Terbrack vom RV Nottuln.

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