Triathlon: Ironman Switzerland
Artgerechte Freilandhaltung: Carina Huhn meistert in Zürich ihre erste Langdistanz

Ahlen -

Carina Huhn hat in Zürich ihre erste Langdistanz absolviert. Dabei hatte die Triathletin des ASC Ahlen mit einigen Herausforderungen zu kämpfen. Der Lohn dafür war nicht nur die Finishermedaille, sondern auch ein neuer Spitzname.

Samstag, 03.08.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 03.08.2019, 13:02 Uhr
Erst Dauerregen zu Beginn der zweiten Disziplin, am Ende dann der ungleich angenehmere Konfettiregen: Im Zieleinlauf wird Carina Huhn nicht nur mit Beifallsstürmen überhäuft.
Erst Dauerregen zu Beginn der zweiten Disziplin, am Ende dann der ungleich angenehmere Konfettiregen: Im Zieleinlauf wird Carina Huhn nicht nur mit Beifallsstürmen überhäuft. Foto: Clemens Mancini

Einer der größten Irrtümer der Musikgeschichte wurde von den Comedian Harmonists besungen. Da behauptete das Berliner Volksensemble doch glatt, Hühner hätten nicht viel zu tun.

Den Gegenbeweis ist jüngst Carina Huhn angetreten – sie finishte beim Ironman Switzerland in Zürich ihre erste Langdistanz in 11:53:41 Stunden. 3,9 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein abschließender Marathon über 42,195 Kilometer standen auf ihrer Agenda. Mit bis zu 20 Stunden Training pro Woche sowie zwei Trainingslagern in Frankreich und Spanien hatte sie sich auf diese Herausforderung vorbereitet.

Zu späte Verpflegung

Das war auch notwendig, denn die Belastung war enorm. Zunächst aber ging es gut los. „Das Schwimmen lief besser als erwartet. Ich habe einen Wasserschatten gefunden. Irgendwann waren Füße vor mir, das war toll, so brauchte ich mich nicht groß im Wasser zu orientieren“, berichtete die 29-Jährige. Nach 1:07:36 Stunde verließ sie den Zürichsee und es ging rauf aufs Rad. Trotz einer Pace von knapp 30 km/h wurde es erst mal nichts mit dem Trocknen, denn zu Beginn der zweiten Disziplin goss es in Strömen. „Es gab eine halbe Stunde Dauerregen, da habe ich fast nichts gesehen. In dieser Zeit hat es auch einige Unfälle auf der Radstrecke gegeben. Im Verlauf des Tages wurde es aber richtig heiß und der Asphalt ist getrocknet“, sagte Carina Huhn.

Triathlon: Carina Huhn (ASC Ahlen) beim Ironman Switzerland in Zürich 2019

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Trotz des Regens lief es zunächst auch auf dem Rad hervorragend. So hervorragend, dass die Ahlenerin allerdings die eigene Verpflegung vernachlässigte. „Ich habe erst nach einer Stunde auf dem Rad angefangen, mich zu verpflegen. Das hat sich gerächt. Auf der zweiten Hälfte wurde ich richtig müde. Ich dachte, ich schlafe gleich ein. Zum Glück habe ich das noch kompensiert gekriegt, weil ich dann im Viertelstundentakt Gel, Riegel, Banane verzehrt und jede Verpflegungsstelle mitgenommen habe“, so Huhn.

Fans tragen Iron-Huhn zum Ziel

Neben der Kalorienzufuhr halfen ihr aber auch ihre mitgereisten Fans am Streckenrand. Die hatten extra ein Banner vorbereitet und sich passend mit Hühnchen-Mützen präpariert, um ihr „Iron-Huhn“ zu unterstützen und zu pushen. „Das war wirklich eine krasse Fanbase. Ich habe mich mega gefreut, dass sie mich so angefeuert haben“, sagte Carina Huhn. Die Unterstützung von außen trug die Ahlenerin auf dem abschließenden Marathon. Dessen erste Hälfte lief ebenfalls ziemlich flüssig.

„Erst auf der zweiten Hälfte bin ich wieder ein bisschen eingebrochen. Bei Kilometer 30 bin ich etwa 100 Meter gegangen. Dann dachte ich mir: Reiß dich zusammen.“ Also nahm Huhn wieder das Tempo auf und fand ihren Rhythmus. „Fünf Kilometer vor dem Ende ging es mir total gut. Da wusste ich, ich schaffe das“, so Huhn. Ihr Gefühl täuschte sie nicht. Nach 4:35:23 Stunden hatte sie auch den Marathon gemeistert, nach 11:53:41 Stunden ihren ersten Ironman gefinisht. Auf den letzten Metern feuerten sie ihre Anhänger noch mal richtig an, bewarfen sie mit Konfetti und übergaben ihr eine der Hühnchen-Mützen für den stilechten Zieleinlauf. Ab sofort ist Carina ein echtes Iron-Huhn.

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