Fußball: Kreisliga A Beckum
Ewige Tabelle: Westfalia Vorhelm ist der heimische Dauerbrenner

Ahlen -

Als einzige Mannschaft hat Westfalia Vorhelm alle 18 Spielzeiten seit 2001/2002 in der Kreisliga A verbracht. Das Ahlener Team ist damit der Dauerbrenner der Beckumer Liga und hat in dieser Saison mit Rückkehrer Marvin Brüggemann viel vor. Das gilt aber auch für die übrigen Teams, die sich in der Ewigen Tabelle sicher gerne verbessern würden.

Donnerstag, 15.08.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 16.08.2019, 12:06 Uhr
Wieder für Westfalia Vorhelm auf Torejagd: Marvin Brüggemann (vorne, mit Davin Wöstmann) kehrt vom SV Drensteinfurt zurück.
Wieder für Westfalia Vorhelm auf Torejagd: Marvin Brüggemann (vorne, mit Davin Wöstmann) kehrt vom SV Drensteinfurt zurück. Foto: Lars Gummich

Mit dem Spiel der Reserve des SC Roland Beckum gegen SuS Enniger wird heute die neue A-Liga-Saison eröffnet. Trotz des Abstiegs der Ahlener SG sind dann auch weiterhin fünf heimische Teams aktiv. Den Platz der ASG nimmt künftig Suryoye ein, das erstmals in die Kreisliga A aufgestiegen ist.

Auch der zweite Aufsteiger SuS Ennigerloh 2 ist ein Neuling. Dabei kommt es zum vereinsinternen Derby gegen die eigene Erstvertretung, die nach zwei Jahren aus der Bezirksliga abstieg.

Einen besseren Start als vergangene Saison vorausgesetzt, könnte es in der kommenden Spielzeit für Vorwärts Ahlen hoch hinaus gehen.

Einen besseren Start als vergangene Saison vorausgesetzt, könnte es in der kommenden Spielzeit für Vorwärts Ahlen hoch hinaus gehen. Foto: Lars Gummich

Dass es dieses Mal für Ennigerloh mit einer direkten Rückkehr klappt, ist rein statistisch gesehen nicht sehr wahrscheinlich. Nur zwei der letzten 16 Bezirksliga-Absteiger seit 2001 reparierten den Betriebsunfall direkt wieder. 2003 schaffte das der VfJ Lippborg, 2011 war es Westfalen Liesborn.

Die Chancen für einen Neuling auf einen Klassenerhalt in der A-Liga stehen dagegen nicht schlecht. Denn in den vergangenen 18 Jahren mussten nur zehn der 38 Aufsteiger direkt wieder runter in die B-Liga. Die Abstiegswahrscheinlichkeit liegt also bei 26 Prozent. Gleich zweimal traf es aber Rot-Weiß Vellern (2005, 2010). Auch die Tatsache, dass alle vier Neulinge des Vorjahres die Klasse hielten, dürften SKS Ahlen und Ennigerloh 2 Mut machen. Erstmals seit 2011/12 konnten damit alle Aufsteiger den Klassenerhalt feiern.

Die Premierensaison nach dem Aufstieg lief auch für Aramäer Ahlen zufriedenstellend. Nun will sich das Team noch stärker etablieren.

Die Premierensaison nach dem Aufstieg lief auch für Aramäer Ahlen zufriedenstellend. Nun will sich das Team noch stärker etablieren. Foto: Lars Gummich

Rein theoretisch besteht sogar die Chance auf einen Durchmarsch. Aber nur die SpVg Beckum schaffte diesen als Neuling im Jahre 2004. Damals war ein Entscheidungsspiel gegen die SpVg Oelde notwendig, weil beide Teams 70 Punkte geholt hatten. Beckum siegte seinerzeit 3:0.

Der einzige Dauerbrenner der Liga in den vergangenen 18 Jahren ist übrigens Westfalia Vorhelm, das mit Dennis Averhage einen neuen Trainer präsentierte, der nach zweijähriger Abwesenheit – er leitete zuletzt die Geschicke beim A-Ligisten SC Hoetmar – an die alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

Ein weiterer Rückkehrer dürfte ein Schwergewicht sein. Denn Marvin Brüggemann kam nach dem erfolgreichen, einjährigen Bezirksliga-Abstecher beim SV Drensteinfurt zur Westfalia zurück. 16 Tore erzielte er in der Staffel 7, war neuntbester Schütze der Liga. 1996/97 spielte Vorhelm letztmals in der Bezirksliga.

Die zweite Saison nach einem Aufstieg ist die schwerste, heißt es. ASK Ahlen wird erneut guten Zusammenhalt brauchen.

Die zweite Saison nach einem Aufstieg ist die schwerste, heißt es. ASK Ahlen wird erneut guten Zusammenhalt brauchen. Foto: Simon Beckmann

Auch für die beiden Vorjahresneulinge ASK Ahlen und Aramäer Ahlen sind theoretisch beide Richtungen offen. Mit Baris Spor Oelde (2004) und SuS Ennigerloh (2016) schafften es zwei Teams im zweiten Jahr nach dem Aufstieg, die Meisterschaft zu holen. Im zweiten Jahr abgestiegen sind nur vier Teams (2003 Dolberg, 2006 Gaye Genclik Ahlen, 2009, 2013 Diestedde).

In den letzten 18 Jahren stiegen 32 Mannschaften ab – ohne Berücksichtigung der sechs Rückzüge von Beckum 2, Ahlener TSV und Ahlener SG 2. SuS Ennigerloh, Germania Stromberg, der SV Benteler und SV Diestedde mussten gleich dreimal in die Kreisliga B runter – Rekord. Westfalen Liesborn holte drei Meisterschaften in den letzten 18 Jahren, ist damit der Rekordtitelträger.

Die Neuen in der Kreisliga A sind die Fußballer von Suryoye. Dass die Ahlener durchmarschieren, ist unwahrscheinlich.

Die Neuen in der Kreisliga A sind die Fußballer von Suryoye. Dass die Ahlener durchmarschieren, ist unwahrscheinlich. Foto: Lars Gummich

Als Vizemeister hatte der SV Neubeckum viermal das Nachsehen. Aus heimischer Sicht schmückten sich Vorwärts Ahlen (2009, 2018) und Westfalia Vorhelm (2014, 2015) zweimal mit dem zweiten Platz. Mit dem wären beide in dieser Saison wohl nicht unzufrieden.

Die ewige Tabelle der Kreisliga A Beckum

Die ewige Tabelle der Kreisliga A Beckum Foto: Manfred Krieg

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