Renntag Drensteinfurt
Regen bringt keinen aus der Ruhe

Drensteinfurt -

Reichlich Erfahrung haben sie mit der Organisation. Nur auf das Wetter haben die Veranstalter keinen Einfluss. Und so regnete es am Wochenende geradezu Bindfäden. Das ließ die Veranstaltung aber keineswegs ins Wasser fallen. 5000 Besucher kamen ins Erlfeld und sahen spannenden Trabrennsport.

Dienstag, 20.08.2019, 11:36 Uhr
Gut aufgeweicht war die Grasrennbahn nach dem vielen Regen. Winfried Kelm (vorne) ließ sich davon mit Furienza im ersten Rennen beim Renntag des RV Drensteinfurt aber nicht aufhalten.
Gut aufgeweicht war die Grasrennbahn nach dem vielen Regen. Winfried Kelm (vorne) ließ sich davon mit Furienza im ersten Rennen beim Renntag des RV Drensteinfurt aber nicht aufhalten. Foto: Heinz Schwackenberg

Auf so ziemlich alles haben sie sich vorbereiten können. Nur auf das Wetter hatten die Organisatoren des Renntags in Drensteinfurt natürlich keinen Einfluss. Und das meinte es dieses Mal nicht allzu gut mit dem Rennverein.

Nach dem sonnenverwöhnten Trabrenntag 2018 gab es bei der 109. Auflage das komplette Gegenteil: Seit dem Morgen hatte es Bindfäden geregnet. Als es gegen Nachmittag auflockerte, waren die Zuschauerreihen rund um die ovale Grasbahn aber doch gut gefüllt. 5000 Besucher machten der Traditionsveranstaltung ihre Aufwartung.

Der Sportliche Leiter Detlef Orth war aber auch schon gelassen geblieben, als es noch nicht nach Besserung aussah. „Davon lassen wir uns die Laune nicht verderben“, sagte er – und behielt Recht. Mitreißender Rennsport wurde im „Erlfeld“ nämlich trotz widriger Bedingungen geboten. Spektakulär präsentierten sich die Sulkyfahrer bei ihren Vorstellungen. Spektakulär waren auch die Wetteinsätze.

Auf der Zeittafel standen 13 Prüfungen, eine unter ihnen als Trabreiten ausgeschrieben. Anspruchsvollste Prüfung war der Große Preis der Sparkasse Münsterland Ost für vier bis 14-jährige Vierbeiner, der mit 5000 Euro dotiert war. Dort gelang es Nicole Hildebrand mit Irrwisch auf der Schlussgeraden noch hauchdünn an Jochen Holzschuh vorbeizuziehen, der mit Immosand über lange Zeit geführt hatte und sich doch mit dem zweiten Platz begnügen musste. „Ein Start, ein Sieg, 100 Prozent Erfolg“, lautete der freudestrahlende Kommentar der Amazone. Bronze ging an Günther Lühring und den in Frankreich gezogenen Ricmic de Val.

Renntag im Erlfeld

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Um zwei Stationen vorangestellt war die siebte Prüfung des Drensteinfurter Renntages, der Preis der Oelder Pott´s Brauerei, nach seinen Anforderungen auch „Franzosenrennen“ genannt. Wohl deshalb, weil es in Frankreich bei gleicher Gelegenheit durchaus über 2900 Meter gehen kann. Und das waren dreieinhalb Runden, für das Erlfeld ein Novum. Dort gab es bisher nur Prüfungen über 2100 Meter.

Anne Lehmann, klare Favoritin mit ihrem in Frankreich gezogenen Dream Gibus – wie alle weiteren Vierbeiner in dieser Prüfung übrigens auch – wurde in der zweiten Runde aus dem Rennen genommen. Damit war für den achtjährigen Bikini de Larcy, Wallach von Onward du Clos und Mutter Queenie, der Weg frei für Gold. Nach dem Formenspiegel ein überraschender Sieg. Auf den Plätzen folgten Marco Menger mit Chronos und Dr. Sjoerd van der Galien mit Baltic du Calorne.

Spektakulär war nicht zuletzt das Trabreiten und damit der Preis der Westfälischen Nachrichten. Zum zehnköpfigen Starterfeld der Prüfung zählte auch Ronja Walter, Tochter des erfolgreichen Sulkyfahrers Manfred Walter, der im Erlfeld immer wieder überzeugte. Ronja Walter blickt aktuell auf 60 Erfolge zurück, bei denen Garry assistierte. Der läuft und läuft von Sieg zu Sieg trotz aller Streckenzulagen. Drensteinfurt wird dabei wohl eine Ausnahme bleiben. Denn hier hatte Merlin die Nase vorn. Und nicht nur die Nase. Merlin und Sytske de Vries passierten die Ziellinie mit deutlichem Vorsprung. Ihr schlossen sich Anne Lehmann auf Expensive und Dust und Susan Wiedijk mit Elma Alki bei der Platzierung an.

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