18. Volksbank-Münster-Marathon
André Kaldewei ist nach Premiere Feuer und Flamme

Ahlen -

Die Zielankunft ist für die meisten Marathon-Läufer ein emotionaler Moment. Erst recht, wenn es die erste ist. Der Vorhelmer André Kaldewei durfte diese Erfahrung jetzt auch machen. Der 33-Jährige legte in Münster seine Premiere hin und hatte gleich zwei Mal mit dem „Mann mit dem Hammer“ zu kämpfen.

Dienstag, 10.09.2019, 16:56 Uhr
Tausende Läufer nahmen am Wochenende am 18. Volksbank-Münster-Marathon teil. Einer davon war André Kaldewei, der es hier bei Kilometer 41 fast geschafft hat.
Tausende Läufer nahmen am Wochenende am 18. Volksbank-Münster-Marathon teil. Einer davon war André Kaldewei, der es hier bei Kilometer 41 fast geschafft hat. Foto: Kaldewei

Stolz und Begeisterung hört man ihm sofort an. André Kaldewei hat aber auch wirklich allen Grund dazu. Denn seit dem Wochenende ist er ein echter Marathoni. 18. Volksbank-Münster-Marathon war der Vorhelmer nach 5:19:59 Stunden im Ziel. Und wie bei so vielen Läufern, die zum allerersten Mal die 42,195 Kilometer hinter sich gebracht haben, ist er seitdem Feuer und Flamme.

„Es war sehr euphorisch. Ich hab ganz viele Glückshormone ausgeschüttet“, beschreibt er seine überschwänglichen Gefühle nach getaner Arbeit. Das monatelange Training seit April hatte sich in diesem Moment komplett bezahlt gemacht. Und das, obwohl der 33-Jährige seine Zielzeit nicht mal ansatzweise erreichte.

„Mann mit dem Hammer“ haut gleich doppelt zu

Vorgenommen hatte sich Kaldewei, nach ungefähr fünf Stunden einzulaufen. „An einem Sahnetag hätte ich mir sogar 4:30 Stunden erhofft“, so der gelernte Sozialarbeiter. Stattdessen schlug der beim Marathon so gefürchtete „Mann mit dem Hammer“ zu. Viel zu früh und gleich zwei Mal.

„Das erste Mal hatte ich bei Kilometer 13 Probleme mit dem Magen. Ich hatte an dem Tag nur Bananen gegessen. Das war wohl der Fehler. Vom Bauch her ging jedenfalls nichts mehr und meine Kilometerzeit ist von sechs Minuten auf 7:15 bis 7:30 abgerauscht“, so Kaldewei lachend.

Diesen Humor brauchte er auch im weiteren Verlauf seiner Marathon-Premiere. Denn kaum hatte sich der Magen bei Kilometer 26 beruhigt, meldeten sich kurz darauf die Beine. Doch auch das überstand Kaldewei und kam schließlich glücklich am Prinzipalmarkt ab.

„Das war bei weitem nicht mein letzter Marathon“

Dass es mit der Wunschzeit beim ersten Mal nichts wurde, ficht ihn nicht im Mindesten an. „Das ist dann einfach beim nächsten Mal dran“, sagt er freudestrahlend. Denn auch das steht für ihn nun fest: „Das war bei weitem nicht mein letzter Marathon!" Vielleicht hat er dann ja sogar aus Vorhelm noch einige Mitstreiter dabei. Denn seit den Sporttagen der TuS Westfalia hat Kaldewei eine Laufgruppe für Gleichgesinnte mit ins Leben gerufen, die sich immer donnerstags um 18.30 Uhr am Sportplatz trifft.

LG Ahlen mit starken Staffeln

Beim Münster-Marathon waren aber noch einige weitere heimische Teilnehmer vertreten. Andreas Wittenbrink aus Ahlen brauchte netto 4:16:26 Stunden und landete damit insgesamt auf dem 942. Platz (74. Rang der M55). Die LG Ahlen war mit gleich zwei Mixed-Staffel dabei. Die erste bestand aus Theresa Hunkemöller als Startläuferin, Josefine Rusak, Leon Thiemann und Jakob Gosda. Die 2:58:21 Stunden, die das Quartett benötigte, waren eine starke Zeit und bedeuteten Gesamtrang 14. Die zweite Staffel – „Rallis Lauftruppe“ – mit Jürgen Pollmeier, Frank Schott, Ralf Gosda und Domenika Gosda benötigte 3:34:02 Stunden. Auch das bedeutete bei rund 1400 Staffeln eine sehr gute Platzierung – Rang 198.

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