Handball: 3. Liga Nord-West
Flinke Beine, wacher Kopf: Ahlener SG wird gegen GWD Minden 2 gefordert

Ahlen -

Die Ahlener SG erwartet am Samstag mit GWD Minden 2 das noch sieglose Schlusslicht. Vom letzten Tabellenplatz aber sollte sich niemand blenden lassen. Die Ostwestfalen strahlen auf ihre Weise Gefahr aus.

Freitag, 04.10.2019, 12:14 Uhr aktualisiert: 04.10.2019, 15:08 Uhr
Auf Niklas Seifert (li.), Luca Sackmann (re.) und die Ahlener SG wartet am Samstagabend eine intensive Laufeinheit. Mit GWD Mindens Zweitvertretung kreuzt eine junge Mannschaft in der Friedrich-Ebert-Halle auf, deren Stärke ihre hohe Grundgeschwindigkeit ist.
Auf Niklas Seifert (li.), Luca Sackmann (re.) und die Ahlener SG wartet am Samstagabend eine intensive Laufeinheit. Mit GWD Mindens Zweitvertretung kreuzt eine junge Mannschaft in der Friedrich-Ebert-Halle auf, deren Stärke ihre hohe Grundgeschwindigkeit ist. Foto: Lars Gummich

Man kann bedauern, dass der Spielplan in der 3. Liga Nord-West der Ahlener SG zum Saisonstart vornehmlich Gegner der gehobenen Kategorie bescherte. Oder man wählt einen pragmatischen, bisweilen zuversichtlichen Ansatz. Mattes Rogowski hat sich für die zweite Variante entschieden.

„Es war gar nicht so schlecht, dass wir so viele gute Gegner am Anfang hatten. Denn wir mussten uns ohnehin erst noch finden. Das hilft uns nun, für die kommenden Spiele gewappnet zu sein – da, wo es drauf ankommt“, sagt der ASG-Kapitän. Am Samstagabend (18.30 Uhr) empfängt die Ahlener SG die Zweitvertretung von GWD Minden in der Friedrich-Ebert-Halle. Es folgen Partien bei der SG Menden Sauerland Wölfe, gegen LIT Tribe Germania und gegen den Longericher SC. „Jetzt muss jeder auf den Punkt da sein, jetzt müssen wir als Mannschaft funktionieren. An diesem Niveau müssen wir uns messen“, legt Mattes Rogowski nach.

Tabelle führt GWD unter Wert

In den ersten Wochen hat die ASG gesät, jetzt möchte sie ernten. Auch Trainer Sascha Bertow erkennt „einen gewissen Vorteil darin, dass wir uns gegen die starken Gegner weiter einspielen konnten – wir haben viel gewechselt und viel ausprobiert“. Es war die Kür, nun ruft eben die Pflicht. Die Drittliga-Filiale des Bundesligisten aus Ostwestfalen liegt bisher mit 1:11 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Davon aber sollte sich niemand blenden lassen.

Minden unterlag nur hauchdünn mit 29:30 dem Wilhelmshavener HV, der den Ahlener zuletzt eine 25:33-Schlappe verpasste. Und auch beim 24:27 gegen die Bergischen Panther sah GWD lange gut aus. „Die Mindener sind immer am Saisonbeginn nicht so gut drauf. Sie müssen sich als zweite Mannschaft, die mit A-Jugendlichen verstärkt wurde, erst mal finden. Da ist es klar, dass die ersten Spieltage nicht so rund laufen“, sagt Sascha Bertow.

Offensive Deckung eine Herausforderung

Gleichwohl bürge GWD für viel Qualität. „Sie beherrschen ihre offensive 3:2:1-Deckung aus dem Effeff. Wenn du Fehler machst, laufen sie wie die Hasen“, so Bertow weiter. Daher gelte es vor allem die zweite Welle und Gegenstöße zu vermeiden – und dem Spiel der Gäste das Tempo zu nehmen. „Wir dürfen uns in der Abwehr nicht locken lassen, müssen im Verbund verteidigen. Und vorne müssen wir geduldig spielen und nicht zu schnell den Abschluss suchen“, unterstreicht der ASG-Trainer.

Kreisläufer Ferdi Hümmecke empfiehlt zudem, „dass wir das Spiel an uns reißen und uns nicht von der Hektik anstecken lassen. Das gibt ohnehin viel Rennerei, da müssen wir einen kühlen Kopf bewahren“. Er und seine Teamkollegen müssten ein gutes Rückzugsverhalten an den Tag legen. Im ersten Heimspiel der Saison gegen Eintracht Hagen sei ihnen das trotz einer 23:24-Niederlage sehr gut gelungen.

Allerdings wird sich die ASG ihre Kräfte bei dieser intensiven „Laufeinheit“ gut einteilen müssen. Denn mit Niklas Seifert, Thies Hülsbusch, Jannis Fauteck und David Wiencek verpassten gleich vier Spieler in den vergangenen Tagen das Training, weil sie wegen einer Erkältung flach lagen. Bei der ASG hoffen sie, dass sie dem grippalen Infekt während des 60-minütigen Kraftakts nicht Tribut zollen müssen.  

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