Jahreshauptversammlung bei Rot-Weiß Ahlen
Keinerlei Misstöne zu hören

Ahlen -

Wenn‘s sportlich rund läuft und die Kassenlage einigermaßen stimmt, ist eben Ruhe im Karton. Vom einen kann man sich bei Rot-Weiß Ahlen derzeit auf dem Platz überzeugen. Für das andere hatte Geschäftsführer Gero Stroemer bei der ruhigen Jahreshauptversammlung die Zahlen parat.

Freitag, 11.10.2019, 09:56 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 15:40 Uhr
Aufsichtsrat und Vorstand sind bei RW Ahlen weiterhin mit (v.l.) Gilbert Wamba, Heinz-Jürgen Gosda, Daniel Weiner, Gero Stroemer, Dietmar Kupfernagel, Veith Scholdra und Dirk Neuhaus besetzt.
Aufsichtsrat und Vorstand sind bei RW Ahlen weiterhin mit (v.l.) Gilbert Wamba, Heinz-Jürgen Gosda, Daniel Weiner, Gero Stroemer, Dietmar Kupfernagel, Veith Scholdra und Dirk Neuhaus besetzt. Foto: Marc Kreisel

Völlig neue Situation bei Rot-Weiß Ahlen : Waren frühere Jahreshauptversammlungen oft von der Insolvenz und Theater begleitet, so verlief dieses Mal alles komplett harmonisch – inklusive Freibier-Runde am Schluss.

540 000 Euro umfasste der Etat zuletzt. „Wovon alleine die erste Mannschaft rund 60 Prozent verbraucht hat“, so Geschäftsführer Gero Stroemer . Nach Adam Riese also über 320 000 Euro. Erstmals sei aber auch in die Jugend eine sechsstellige Summe geflossen: 102 000 Euro.

Sponsoren tragen den größten Batzen des Etats

Nur ein kleiner Teil davon – nämlich rund 20 Prozent – wurde durch Zuschauereinnahmen generiert. Angesichts sinkenden Fan-Zuspruchs und Dauerkartenverkaufs kein Wunder. Hier fiel die Bilanz doch recht mager aus. Für den Rest der Ausgaben mussten also Sponsoren und Förderverein aufkommen. „Alles in allem können wir sagen, dass wir mit den Einnahmen den Etat nicht hätten decken können“, so Stroemer. Allein die Gosda-Gruppe von Aufsichtsratschef Heinz-Jürgen Gosda sei für einen Großteil des Fehlbetrags aufgekommen. 20 000 Euro steuerte auch der Förderverein bei. Geld, dass der Verein gut gebrauchen konnte.

Aufsichtsratschef Heinz-Jürgen Gosda

Aufsichtsratschef Heinz-Jürgen Gosda Foto: Marc Kreisel

Schwierige Oberliga-Saison reißt Loch ins Budget

Auf Rosen gebettet ist der Oberligist nämlich trotz der für diese Spielklasse ganz ordentlichen Zahlen immer noch nicht. So waren die sinkenden Zuschauereinnahmen ein Grund dafür, dass der Verein den Gürtel enger schnallen musste und auch unliebsame Entscheidungen getroffen werden mussten, wie zum Beispiel die Trennung von einigen Führungsspielern der Ersten. „Das lag auch daran, dass die Oberliga-Mannschaft eine schlimme Saison gespielt hat“, so Vorstandsvorsitzender Dirk Neuhaus und meinte wohl die Zeit vor Britscho.

Eindeutig positive Nachrichten gab es auch: „Wir sind stolz darauf, dass gleich fünf unserer in der U19 ausgebildeten Spieler den Sprung in den Oberligakader geschafft haben. Das wertet unsere Arbeit im Jugendbereich deutlich auf“, freute sich Jugendleiter Peter Ellefred. Ein Horn, in das auch Aufsichtsratschef Heinz-Jüren Gosda gerne stieß. Der freute sich vor allem, dass der Förderverein für den Nachwuchs gut ins Rollen gekommen ist.

Regionalliga-Rückkehr hat derzeit keine Priorität

Und wie sieht es mit den sportlichen Ambitionen in dieser Saison aus? Da backt der stark gestartete Oberligist erstmal kleinere Brötchen. Gut aufgestellt wähnt Gosda den Kader. „Natürlich würden wir unsere Mannschaft gerne wieder in der Regionalliga sehen, doch wir sind in der Oberliga zusammen mit den größeren Städten wie Hamm oder Gütersloh gut aufgehoben. Daher werden wir keinen Druck auf unser Team ausüben.“

Über die wichtigsten Themen waren sich an diesem Abend bei RWA alle einig. So war auch die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat nur Formsache. Einstimmig fiel die Entscheidung der rund 30 anwesenden Mitglieder aus.

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