Handball: 3. Liga
Ahlener SG spielt nur remis bei SG Menden

Ahlen -

Ein Punkt ist besser als kein Punkt. Nach diesem Motto spielte ASG-Trainer Sascha Bertow in den Schlusssekunden der Partie in Menden lieber nicht mit dem Feuer. Mit dem Unentschieden bei den Wölfen durften die Drittliga-Handballer angesichts des zuvor großen Rückstands auch zufrieden sein.

Samstag, 12.10.2019, 14:10 Uhr aktualisiert: 16.10.2019, 15:41 Uhr
Mit einem Punkt sind Kreisläufer Philipp Dommermuth und die Ahlener SG von ihrer Auswärtspartie in Menden zurückgekehrt. Erneut hatten sie einen Rückstand aus der ersten Hälfte gutzumachen.
Mit einem Punkt sind Kreisläufer Philipp Dommermuth und die Ahlener SG von ihrer Auswärtspartie in Menden zurückgekehrt. Erneut hatten sie einen Rückstand aus der ersten Hälfte gutzumachen. Foto: R. Penno

Da war ihm der Spatz in der Hand eben lieber als die Taube auf dem Dach. Sascha Bertow ist in den Schlusssekunden einer Spitz auf Knopf stehenden Partie in Menden nicht volles Risiko gegangen. Wichtiger war ihm, das so hart erkämpfte Unentschieden nicht mehr in Gefahr zu bringen. Den einen Punkt hat die Ahlener SG dann auch aus dem Sauerland mitgebracht. Und das war wohl das gerechte Ergebnis.

Mit dem allerletzten Angriff hätte Bertows Mannschaft tatsächlich noch den Spielverlauf auf den Kopf stellen können. Das aber wäre wahrscheinlich zu viel des Guten gewesen. Zuvor hatte die ASG nämlich nicht ein einziges Mal geführt und musste sich von einem 11:16-Rückstand zur Pause mühsam wieder zum 27:27-Endstand zurückkämpfen.

ASG bringt letzten Angriff nicht ins Ziel

20 Sekunden vor dem Ende und in Ballbesitz entschied Bertow dann, ausnahmsweise nicht den siebten Feldspieler einzusetzen, was die ASG zuvor fast 40 Minuten lang praktiziert hatte. Zu groß war die Gefahr, den Zähler zu verlieren. „Ich wollte den einen Punkt sicher haben“, gestand der Ahlener Trainer. „Die Jungs sollten den Angriff sauber zu Ende spielen und entweder geht er dann rein oder eben nicht.“

Er tat es nicht und damit blieb es beim Unentschieden. Mit dem durften die Gäste aber nicht unzufrieden sein. In einer erneut eher schwachen ersten Hälfte hatten sie sich wie schon zuletzt gegen Minden zu viele Fehlwürfe und Ballverluste erlaubt und waren so früh ins Hintertreffen geraten. 0:3 (5.), 1:5 (7.) und 5:10 (23.) hießen die Zwischenstände aus Ahlener Sicht. Viele kleine Fehler in Abwehr und Angriff summierten sich zu einer deutlichen Hypothek. „Wir sind dadurch in ihre Gegenstöße gelaufen, das ist natürlich tödlich“, ärgerte sich Bertow.

Siebter Feldspieler bringt gegen Menden die Wende

Spätestens nach 20 Minuten hatte der dann das Gefühl, seiner Truppe „mehr Unterstützung geben zu müssen“ und ließ fortan – bis fast ganz zum Schluss – mit dem siebten Feldspieler agieren. Das klappte ziemlich gut, auch weil die Mendener zwei Mal das leere Tor nicht trafen.

Den zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand (11:17 / 31. Minute) reduzierte die ASG unmittelbar nach der Pause durch zwei Treffer von Jannis Fauteck und einen von Luca Sackmann auf 14:17 (34.). Kurz darauf brachte Sackmann sein Team mit dem 18:19 (39.) sogar wieder ganz nah ran. Bis zum ersten Ausgleich dauerte es dennoch weitere rund zehn Minuten. Erst in der 50. traf Wiencek zum 23:23.

Nach Ausgleich will den Ahlenern keine Führung gelingen

Richtig zum Kippen brachten die Ahlener die Partie aber nicht mehr. Ein Führungstreffer wollte ihnen einfach nicht gelingen. Andererseits ließen sie den Rückstand bis zum Ende auch nicht mehr auf mehr als einen Treffer anschwellen. Wiencek steuerte dann zwei Minuten vor Schluss den 27:27-Ausgleich per Siebenmeter bei.

Das war für beide Teams angesichts der Tabellensituation ein bisschen zu wenig, aber eben immer noch besser als eine Niederlage. Manchmal muss man eben mit dem Spatz in der Hand zufrieden sein. . .

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