Fußball: Kreisliga A Beckum – Vorschau auf den Spieltag
Weckruf zur rechten Zeit? – Vorwärts Ahlen will Reaktion zeigen

Ahlen -

Warnsignal oder Weckruf? Das Pokal-Aus gegen B-Ligist BSG Eternit kam überraschend für Vorwärts Ahlen. Unverdient war die Niederlage aber nicht. Deshalb fordert Co-Trainer Ismail Yerli nun eine Reaktion. Ausgerechnet nach der Pleite am Donnerstag könnte seine Mannschaft auf Platz eins springen.

Samstag, 12.10.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 12.10.2019, 14:10 Uhr
Gegen den Tabellenzweiten SV Neubeckum könnte Vorwärts Ahlen die Tabellenführung in der Kreisliga A übernehmen. Dazu müsste aber eine andere Leistung her als zuletzt beim Pokal-Aus gegen die BSG Eternit.
Gegen den Tabellenzweiten SV Neubeckum könnte Vorwärts Ahlen die Tabellenführung in der Kreisliga A übernehmen. Dazu müsste aber eine andere Leistung her als zuletzt beim Pokal-Aus gegen die BSG Eternit. Foto: Lars Gummich

In der Liga machte den Fußballern von Vorwärts Ahlen lange keiner mehr was vor. Doch im Kreispokal musste die Truppe von Oliver Glöden am Donnerstagabend bei der BSG Eternit Lehrgeld zahlen und nach sieben ungeschlagenen Partien in Folge einen Dämpfer einstecken (siehe Bericht unten). Mit Sicherheit kein optimaler Zeitpunkt, erwartet der Tabellendritte morgen doch den SV Neubeckum zum Topspiel auf dem Lindensportplatz. Mit etwas Glück könnte für die Hausherren sogar die Tabellenspitze winken.

„Die Jungs müssen gegen Neubeckum eine Reaktion zeigen. Das, was wir im Pokal abgeliefert haben, konnte man nicht als Fußball bezeichnen“, erklärt Ismail Yerli , DJK-Co-Trainer, vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten. Der SVN war im Pokal ebenfalls am Donnerstag gefragt und unterlag Landesligist SpVg Beckum mit 0:5. Dafür sind die Gäste in der Kreisliga A seit fünf Partien ungeschlagen und auswärts noch ohne Niederlage. „Neubeckum ist definitiv keine Übermannschaft. Die gibt es in dieser Liga sowieso nicht. Jeder kann jeden schlagen“, weiß der Übungsleiter. „Da kommt es auf die Tagesform an.“

Nichtsdestotrotz will Yerli ein ganz anderes Auftreten seines gesamten Teams sehen – auch, wenn im Pokal einige Akteure eine Chance bekommen hatten, die bislang weniger zum Zuge gekommen waren. „Eternit ist keine Mannschaft, die man auf die Waage legen muss. Wir waren dort zwar bemüht, aber keinesfalls gut. Jetzt muss sich die Einstellung jedes Einzelnen ändern“, fordert er. Etwas Positives kann er dem Pokal-Aus dennoch abgewinnen: „Das war vielleicht der passende Wachrüttler zur richtigen Zeit, der gezeigt hat, dass man keine Mannschaft unterschätzen darf.“

Aus tabellarischer Sicht könnte die DJK im optimalen Fall sogar an die Spitze stürmen. Schließlich hat Vorwärts nur drei Punkte weniger gesammelt als Tabellenführer SuS Ennigerloh und der SV Neubeckum. Doch daran denken möchte Yerli nicht. „Wir schauen nur von Spiel zu Spiel und wollen gegen Neubeckum jetzt eine Reaktion zeigen. Alles, was mit einem Erfolg einhergehen würde, ist erst im Nachgang interessant“, betont der DJK-Co-Trainer.

Kevin Ortmann und Leo Maschke werden den Vorwärtslern gegen den Tabellenzweiten verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Ebenso steht noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Torwart Jan Brune. Ansonsten können Oliver Glöden und Ismail Yerli aber aus dem Vollen schöpfen.

Sonntag, 15 Uhr

SKS Ahlen – SuS Ennigerloh 2

Der Ärger über die 1:16-Pokalpleite gegen RW Ahlen unter der Woche ist bei SKS-Spielertrainer Dennis Tulgay auch vor der Partie gegen den Tabellenletzten nicht verflogen. Trotzdem will der kickende Übungsleiter seinen Fokus nun lieber auf das „wichtige“ Spiel gegen Ennigerloh 2 legen. „Die kommenden drei Wochen werden entscheiden, wo wir am Ende stehen – entweder im gesicherten Mittelfeld oder mitten im Abstiegskampf“, weiß Tulgay. Um Letzteres zu vermeiden, wollen die Suryoye-Kicker auf heimischem Geläuf ihren ersten Dreier einfahren und die Gäste so auf Distanz halten. Personell bleibt die Lage bei den Gastgebern angespannt: Gesperrt sind Benjamin Türkoglu und Alexander Küch. Verletzt fehlen Adrian Tulgay, Don Niketta, Niklas Woelk und eventuell Petros Tarambuskas.

Sonntag, 14.30 Uhr

Westfalia Vorhelm – Roland Beckum 2

Als einzige Mannschaft ist Westfalia Vorhelm in dieser Spielzeit immer noch ungeschlagen – und das soll natürlich auch gegen den Tabellenachten so bleiben. Dennoch hat Dennis Averhage, Vorhelms Übungsleiter, Respekt vor den Gästen: „Die haben in dieser Saison schon bewiesen, dass sie ein ordentliches Kaliber sind.“ Zuletzt schwächelte Roland Beckums Zweitvertretung allerdings etwas und verlor mit 1:4 gegen Vorwärts und 2:3 gegen Neubeckum. Die Kicker aus dem Wibbeltdorf kamen dagegen in der Vorwoche nicht über ein 2:2 bei der SpVg Oelde hinaus. „Wir haben in den letzten Partien gemerkt, dass die Spiele nicht von alleine entschieden werden und werden auch dieses Mal wieder versuchen, uns drei Punkte zu erarbeiten“, offenbart Averhage. Verzichten muss er neben den Langzeitverletzten auf Patrick Lökes und Julian Müller.

Sonntag, 15 Uhr

RW Vellern – ASK Ahlen

Selbstbewusstsein konnten die ASK-Kicker beim 10:1-Pokalerfolg über die SpVgg Dolberg tanken. Jetzt muss die Mannschaft von Serkan Aldemir im Meisterschaftsbetrieb nach fünf Pleiten in Folge nachlegen. „Der Erfolg im Pokal war wichtig für die Moral“, meint der Übungsleiter vor der Partie beim Tabellennachbarn. Dennoch müsste seine Truppe auch in der Liga endlich mal in der Offensive effektiver werden. „Wir brauchen immer zehn Chancen für ein Tor. Das ist viel zu viel“, moniert Aldemir. Vellern ging zwar im Pokal mit 2:7 bei Ennigerloh unter, feierte dafür aber zuletzt in der Liga seinen ersten Sieg (2:0 gegen Ennigerloh 2). Für ASK ist ein Erfolg Pflicht, um die Gastgeber auf Abstand zu halten. Verzichten müssen die Gäste auf Behcet Gemec, Ismail Colak, Savas Cirak und den gesperrten Alper Yildirim.

Sonntag, 15 Uhr

SuS Ennigerloh – Aramäer Ahlen

Das Lazarett bei Aramäer Ahlen lichtet sich. Mit großer Wahrscheinlichkeit kehren gegen den Spitzenreiter Maik Fohrmann, Philip Erlei und Kevin Wilmes zurück in den Kader des Vorletzten. Dafür werden Senad Colic, Michele Heitkötter und der gesperrte Dennis Hänel nicht dabei sein. „Wir haben nichts zu verlieren und werden uns in Ennigerloh nicht kampflos ergeben“, gibt sich Aramäers Co-Trainer Heinz Schroth vor der Begegnung mit dem Tabellenführer kämpferisch. „Ich habe ein gutes Gefühl, dass wir für eine Überraschung sorgen werden.“ Die Jungs seien heiß und die Moral in der Truppe stimme derzeit. Zuletzt holten die Gäste einen Punkt beim 3:3 gegen Walstedde.

Sonntag, 15 Uhr

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