Handball: 3. Liga
Auf der Suche nach Konstanz – Ahlener SG empfängt „bockstarke“ LIT Tribe Germania

Ahlen -

Ein knappes Viertel der Saison ist gespielt und noch immer wirkt die Ahlener SG nicht angekommen. Vier Punkte aus acht Spielen sind nicht der Start, den sich die Handballer erhofft hatten. Sascha Bertow merkt seiner Mannschaft eine gewisse Verunsicherung an, hat aber auch positive Eigenschaften entdeckt.

Donnerstag, 17.10.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 17.10.2019, 17:50 Uhr
Keine leichte Saison haben Felix Harbaum (links) und die Ahlener SG bisher hinter sich. Das wird wohl auch noch länger so bleiben, prophezeit Ahlens Trainer Sascha Bertow. Dessen größte Sorge ist es zurzeit, die nötige Konstanz reinzubekommen.
Keine leichte Saison haben Felix Harbaum (links) und die Ahlener SG bisher hinter sich. Das wird wohl auch noch länger so bleiben, prophezeit Ahlens Trainer Sascha Bertow. Dessen größte Sorge ist es zurzeit, die nötige Konstanz reinzubekommen. Foto: Lars Gummich

Vor der Heimpartie gegen LIT Tribe Germania zählt er sie noch einmal auf: Zu nennen wäre da zum einen das völlige Fehlen von Egotrips, was Bertow zuletzt beim Unentschieden bei den Mendener Sauerland Wölfen wieder zufrieden zur Kenntnis nahm. „Die ganze Bank geht mit und pusht die Mannschaft nach vorne. Keiner ist sauer, dass er nicht spielt“, sagte Bertow am Tag nach dem hart erkämpften 27:27. Die Stimmung innerhalb seines Teams bezeichnete er da als „sehr gut“.

Keine Charakterschwäche festzustellen

Und auch unmittelbar vor dem Aufeinandertreffen mit dem stark gestarteten Aufsteiger LIT Tribe Germania am Samstagabend (18.30 Uhr, Friedrich-Ebert-Halle) lobt er die charakterlichen Eigenschaften seiner Truppe. „Wie sie in Menden in der zweiten Hälfte zurückgekommen ist, wie sie um jeden Zentimeter gekämpft hat, das war einfach super und zeigt den Charakter der Mannschaft“, so Bertow.

Unterschiedliche Halbzeiten sind das große Problem

Dass die ASG sich aber wie schon zuvor gegen Minden überhaupt wieder reinbeißen musste, ist natürlich ein Teil des Problems. Beide Male war die erste Hälfte unter dem, was die Mannschaft zu spielen in der Lage ist. Beide Male musste sie deshalb einem ordentlichen Rückstand hinterherhecheln. Gegen Menden erkämpfte sie sich in der Schlussphase noch einen Punkt und hatte die Option auf zwei, was Bertow „nicht so schlecht“ findet, wie er noch einmal betont. Gegen Minden hatte es dagegen knapp nicht mehr gereicht (21:22).

Bertow bemerkt „gewisse Verunsicherung“

Zwei so unterschiedliche Halbzeiten in zwei aufeinanderfolgenden Spielen haben natürlich ihren Grund. Und den hat Bertow in der beginnenden Verunsicherung aufgrund der Tabellensituation ausgemacht. „Wir sind nicht so gut in die Saison gekommen, weil wir am Anfang die ganzen Topteams hatten. Jetzt machen wir teilweise Sachen, die wir sonst nicht machen würden“, sagt Bertow, der die Situation als „schwierig“ bezeichnet.

Die Konstanz reinzubekommen, damit seine Mannschaft zwei starke Halbzeiten spielt, ist derzeit sein Hauptanliegen und auch gegen die Germania immens wichtig für den Erfolg. „Schaffen wir das, sind die Aussichten für uns ganz gut. Wenn nicht, dann nicht – gegen keinen Gegner“, fasst es Bertow zusammen.

Starker Aufsteiger in Ahlen zu Gast

Vor der bisherigen Leistung der Gäste hat der Trainer großen Respekt. „Das ist ein bockstarker Aufsteiger. Das wussten wir aber schon.“ Germania spiele einerseits sehr rückraumlastig – unter anderem mit dem bundesligaerfahrenen Evars Klešniks. Andererseits sei der Liganeuling bei der ersten und zweiten Welle gut auf den Beinen. „Außerdem haben sie einen sehr starken Innenblock“, so Bertow. Auch einen Malte Rodenkirchen am Kreis (von GWD Minden gekommen) zählt er zu den Stärken des Teams um Kapitän Jannik Gartmann. Das alles hat zu den bisher 8:8 Punkten geführt, die die ASG auch gerne auf dem Konto hätte.

Bertow prophezeit eine lange Saison

Bertow sieht sich einstweilen bestätigt, dass die Liga noch kniffliger geworden ist, weil es nach unten keine Ausreißermannschaft gebe. „Ab Platz neun beginnt der Abstiegskampf. Es wird für alle eine sehr, sehr lange Saison“, glaubt er. Damit die für die ASG von Erfolg gekrönt ist, wäre ein Sieg am Samstag nicht das Schlechteste.

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