Fußball: Oberliga Westfalen
Das große Los in der Lotterie: RW Ahlen zu Gast bei U21 des SC Paderborn

Ahlen -

Bislang läuft es rund für Rot-Weiß Ahlen. Das gilt auch für die U21 des SC Paderborn. Nun treffen beide aufeinander. RWA-Trainer Christian Britscho spricht im Vorfeld von einer Lotterie – aus gutem Grund.

Freitag, 18.10.2019, 14:28 Uhr aktualisiert: 18.10.2019, 16:44 Uhr
Dass Rot-Weiß Ahlen in dieser Saison weitaus weniger Gegentore kassiert als im Vorjahr hat viele Gründe. Einer hört auf den Namen Mike Pihl (links). Er beackert die Außenbahn und kennt neben dem Vorwärts- auch den Rückwärtsgang.
Dass Rot-Weiß Ahlen in dieser Saison weitaus weniger Gegentore kassiert als im Vorjahr hat viele Gründe. Einer hört auf den Namen Mike Pihl (links). Er beackert die Außenbahn und kennt neben dem Vorwärts- auch den Rückwärtsgang. Foto: Lars Gummich

Von den Weihnachtsferien sind sie bei Rot-Weiß Ahlen zwar noch einige Wochen und damit einige Pflichtaufgaben entfernt. Nach knapp einem Drittel der Saison stellt Christian Britscho den Seinen aber ein mehr als zufriedenstellendes Zwischenzeugnis aus.

Was er seiner Mannschaft aufgetragen hat, hat diese in der Mehrheit der Fälle auch umgesetzt. 18 Punkte und Platz vier „entspricht dem, was wir geliefert haben“, hält der RWA-Trainer fest. Er trägt deshalb ein „gut“ ins Notenheft seiner Jungs ein.

Neu gewonnene Stabilität

Was offensichtlich ist: Die Ahlener haben eines ihrer größten Defizite behoben – ihre Anfälligkeit für Gegentore. Bislang kassierte RWA nur acht – Oberliga-Bestwert. Die Verpflichtung von ebenso laufstarken wie laufwilligen Spielern wie Mike Pihl und Pascal Schmidt auf der Außenbahn, aber auch ein deutlich gewissenhafteres Umschaltverhalten des Kollektivs trägt Früchte. In der Viererkette sorgen zudem Sven Höveler und Marvin Schurig für mehr Stabilität. Und nicht zuletzt hat sich auch Bernd Schipmann im Tor vom Unsicherheitsfaktor zum Sicherheitsversprechen gewandelt. „Bernd ist ein Garant dafür, dass wir bislang so wenige Gegentreffer kassiert haben“, lobt Christian Britscho.

Die neu gewonnene Festigkeit in der Defensive sind nach Ansicht des RWA-Trainers „ein gutes Fundament“ für den weiteren Saisonverlauf. Ob die Ahlener in den kommenden Wochen und Monaten ihre Leistungen weiterhin auf dem bisher hohen Level ansiedeln und damit zur dauerhaften Besetzung in der Spitzengruppe zählen, darüber möchte Christian Britscho keine Prognose abgeben.

Verstärkung aus dem Bundesliga-Kader

Was den Gegner am Sonntag (15 Uhr) angeht, ist Ahlens Übungsleiter bezüglich einer Voraussage schon wagemutiger. Die U21 des SC Paderborn habe „das Personal und die Rahmenbedingungen, um dauerhaft oben zu bleiben“.

Mit hoher Grundgeschwindigkeit rauschen die jungen Ostwestfalen bevorzugt über die Außenbahnen heran, stets bereit zum nächsten Überfall auf den Kontrahenten. Immer wieder erhält die U21 dabei Verstärkung aus dem Bundesliga-Kader. „Das macht es für uns zu einer Lotterie. Deshalb gehen wir es wie in einem Pokalspiel an, in dem wir Außenseiter sind“, sagt Christian Britscho.

Hier ist immer was los

Zuletzt unterlagen die Ostwestfalen mit 1:3 in Ennepetal. Das Ergebnis täuschte jedoch. Auch beim 2:3 gegen Preußen Münsters Reserve hätte die Partie anders ausgehen können. Dazwischen war der SCP dreimal in Folge siegreich, gewann unter anderem mit 4:1 gegen den RSV Meinerzhagen. „Bei Paderborn ist auf jeden Fall immer was los. Wir wollen unseren Teil dazu beitragen, dass da eine ganze Menge los ist“, kündigt Christian Britscho an. Egal, in welcher Besetzung und möglichem Upgrade aus der Bundesliga die Paderborner auch antreten mögen – sein Plan sieht vor, „standhaft zu bleiben, selbst mutig zu sein und Fußball zu spielen“.

Ismail Budak (Nasennebenhöhlen-Entzündung) und Marko Onucka (Adduktoren) werden dabei voraussichtlich nicht mitwirken können.

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