Handball: 3. Liga
Warnung und Hoffnung zugleich – Ahlener SG nach Absturz nun gegen TuS Volmetal

Ahlen -

Tabellarisch sind die Handballer der Ahlener SG nun ganz unten angekommen. Seit dem vergangenen Wochenende sind sie Letzter. So recht will das nicht zum eigentlichen Potenzial und nicht mal zu den gezeigten Leistungen passen. Dass es aber schnell wieder bergauf gehen kann, zeigt der kommende Gast.

Mittwoch, 30.10.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 02.11.2019, 18:26 Uhr
Philipp Lemke und die Ahlener SG erleben eine sehr schwierige Phase. Vieles klappt, vieles aber eben auch nicht. Deshalb sind die Drittliga-Handballer nun auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt.
Philipp Lemke und die Ahlener SG erleben eine sehr schwierige Phase. Vieles klappt, vieles aber eben auch nicht. Deshalb sind die Drittliga-Handballer nun auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. Foto: R. Penno

Was ist das nur momentan mit diesen merkwürdig unterschiedlichen Halbzeiten? Zwei richtig starke hintereinander scheint die ASG derzeit jedenfalls nicht aufs Parkett bringen zu können. Dass die Ahlener trotz vieler ordentlicher Auftritte gegen starke Teams nun Tabellenletzter sind, kommt nicht gänzlich von ungefähr. Es braucht eben 60 gute Minuten.

Den Beweis gab es wieder am vergangenen Freitag gegen den Longericher SC . War es zuletzt meist die erste Hälfte, die der Truppe von Sascha Bertow nicht glücken wollte, lief es gegen die Kölner (32:34-Niederlage) genau umgekehrt. Vor der Pause waren die Hausherren die klar spielbestimmende Mannschaft, was Longerichs Trainer die Sorgenfalten ins Gesicht trieb: „Wir waren nicht da, das war einfach schlecht – und Ahlen hat das gnadenlos ausgenutzt“, sagte Andreas Klisch .

Erneut zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten

In der Tat machte die ASG vor dem Kabinengang sehr vieles richtig. Die Tempogegenstöße klappten. Das Schussbild war ordentlich verteilt. Vielleicht, das zeigt auch der hohe Halbzeitstand von 21:18, hätten die Gastgeber in der Abwehr noch etwas kompromissloser sein müssen. Zur zwischenzeitlichen 14:8-Führung aber waren sie nicht wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Dafür hatten sie etwas getan.

Doch kaum präsentierten sich die Kölner besser, war es mit der Herrlichkeit vorbei. „Wir haben zu Beginn viel von dem umgesetzt, was wir uns erarbeitet hatten. Insbesondere haben wir viele einfache Tore gemacht. Aber dann gab es eine Phase, wo wir etwas müde wurden, und mit dem Wechsel gab es einen Bruch im Spiel“, analysierte ASG-Coach Sascha Bertow. Der Vorsprung schrumpfte langsam, verwandelte sich schließlich in einen knappen Rückstand. Und gegen Ende hatte man dann nicht mehr das Gefühl, dass die Ahlener noch etwas an ihrem Schicksal würden ändern können. „Nach der Umstellung auf eine 4:2-Abwehr lief es eigentlich besser. Dann haben wir ein, zwei Zeitstrafen bekommen, die Longerich sehr gut ausspielt“, so Bertow.

TuS Volmetal hat sich mit Serie hochgearbeitet

Erneut kam also bei seiner Mannschaft das eine zum anderen und in der Summe gab es die siebte Niederlage im zehnten Spiel. Nach einem Drittel der Saison bedeutet das den Absturz auf den letzten Platz. Historisch gesehen sind das noch schlechtere Nachrichten als ohnehin schon. In den letzten neun Spielzeiten der West-Staffel ist der zu diesem Zeitpunkt Letzte am Ende acht Mal abgestiegen (die WN berichteten) .

Doch so weit ist es noch nicht. Zwei Drittel der Saison sind noch zu spielen, und ihr grundsätzliches Potenzial haben die Ahlener eben auch schon mehr als einmal unter Beweis gestellt. Am Samstag besteht dazu die nächste Chance. Dann bestreitet die ASG das dritte Heimspiel hintereinander.

Zu Gast ist der Tabellenzehnte TuS Volmetal, der gut ins Rollen gekommen ist und zuletzt den Leichlinger TV (13.) mit 30:25 bezwungen hat. Wie die Ahlener stellen die Volmetaler unter ihrem neuen Trainer Marc Rode eine junge Truppe. Die hatte zu Beginn der Saison noch erhebliche Schwierigkeiten, hat nun aber sieben ihrer acht Punkte aus den letzten fünf Spielen geholt. Für die ASG muss das Warnung und Hoffnung zugleich sein. Die Gäste sind brandgefährlich. Sie zeigen aber: Es kann schnell wieder bergauf gehen.  

Samstag, 18.30 Uhr; Friedrich-Ebert-Halle

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7032746?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Nachrichten-Ticker