Fußball: Kreisliga A Beckum
Eigene Medizin geschluckt – Vorwärts Ahlen unterliegt Tabellenführer SuS Ennigerloh

Ahlen -

Mit hohen Halbzeitführungen kennen sie sich aus. Wie ein hoher Halbzeitrückstand schmeckt mussten die Vorwärts-Fußballer nun gegen SuS Ennigerloh erfahren. Der Tabellenführer machte schon vor der Pause alles klar.

Sonntag, 03.11.2019, 19:23 Uhr
Die Vorwärts-Fußballer Alexander Klockenbusch (Nr. 9) und Henrik Wiesmann (Nr. 13) hatten gegen Ennigerloh nicht viel zu lachen. Der Spitzenreiter schenkte den Ahlenern schon vor der Pause drei Tore ein.
Die Vorwärts-Fußballer Alexander Klockenbusch (Nr. 9) und Henrik Wiesmann (Nr. 13) hatten gegen Ennigerloh nicht viel zu lachen. Der Spitzenreiter schenkte den Ahlenern schon vor der Pause drei Tore ein. Foto: Lars Gummich

Zuletzt hatten sie es zwei Mal hintereinander den Gegnern angetan. Beim 5:0-Erfolg über Vorhelm und beim anschließenden 4:1-Sieg über Walstedde netzten die Vorwärts-Fußballer schon vor dem Seitenwechsel vier Mal ein. Wie sich so ein hoher Pausenrückstand anfühlt, musste die Mannschaft von Oliver Glöden nun aber am eigenen Leib erfahren. Nach 45 Minuten lag sie gegen den Spitzenreiter aus Ennigerloh mit 0:3 zurück. Am Ende wurde es eine 1:3-Niederlage.

„Wir sind heute nie richtig ins Spiel gekommen“, monierte Glöden. „Es hat gewisse Parallelen zum 1:5 gegen Neubeckum gegeben. Wir haben uns das Leben selbst schwer gemacht“, so der Vorwärts-Trainer.

Bereits nach vier Minuten ging Ennigerloh per Strafstoß durch Christoph Hakenes in Führung. Vorausgegangen war eine unglückliche Abwehraktion eines DJK-Abwehrspielers, der sich den Ball beim Klärungsversuch an die eigene Hand geschossen hatte. Noch bitterer kam es für die Kicker vom Lindensportplatz rund zehn Minuten später, als Robert Kroll das Spielgerät ins eigene Gehäuse beförderte (15.). Anschließend legte der Tabellenführer schnell den dritten Streich durch Riko Nonhoff nach (25.). „Da haben wir Christoph Hakenes im Zentrum viel zu viel Freiraum gelassen. So konnte er den Ball einfach durchstecken“, ärgerte sich Glöden.

Fußball-Kreisliga A Beckum: Vorwärts Ahlen – SuS Ennigerloh 1:3

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Wer im Anschluss auf die große Gegenoffensive gewartet hat, wurde enttäuscht. Denn der Tabellendritte wählte das falsche Mittel. „Wir haben viel zu oft lange Bälle geschlagen – das entspricht so gar nicht unserem Spiel“, monierte Glöden. Ennigerloh sei dagegen sehr clever aufgetreten und habe in vielen Szenen die Zeit rausgenommen. „Die haben das souverän runtergespielt. Wir haben es denen aber auch einfach gemacht“, befand der Vorwärts-Coach.

Die kompakte Defensive des SuS geriet auch nicht in Bedrängnis, als ein Gäste-Akteur nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte sah (75.). Erst in der 88. Minute setzten die Ahlener auf ihr bewährtes Kurzpassspiel und kamen so immerhin noch durch Niclas Uhlenbrock zum Anschlusstreffer. Um die Wende zu bringen, fiel das Tor allerdings zu spät. Danach wurde ein Ennigerloher aufgrund von Meckerns frühzeitig zum Duschen geschickt (90.).

Die Gastgeber bleiben nach der Pleite Dritter, haben aber nun schon neun Punkte Rückstand auf Ennigerloh. „Wir wollen jetzt den dritten Rang gegen Vorhelm und Wadersloh verteidigen und bis zur Winterpause noch alle fünf Partien gewinnen“, lautet Glödens Ansage.

Vorwärts: Splett – Hahne, L. Uhlenbrock, Kreft (78. Montoya Barea), Klockenbusch (75. Sait), Weber, Aksan, Wiesmann (46. Nieddu), Schramm, N. Uhlenbrock, Kroll (46. Huesmann)

Die weiteren Partien des 13. Spieltags im Überblick:

SC Roland Beckum 2 – RW Vellern 1:2

Ihren dritten Saisonsieg fuhren die Rot-Weißen aus Vellern bei Roland Beckums Reserve ein. Dabei drehte der Drittletzte durch Felix Berger (66.) und Dennis Moya-Alcaide (77.) nach dem Seitenwechsel die Partie. Im ersten Durchgang hatte Christoph Drube die Hausherren in Führung geschossen (41.). Für sie war es die sechste Pleite in Folge.

ASK Ahlen – Germania Lette 4:2

Durch Treffer von Yusuf Güney (24.), Abdullah Ayva (57.), Hasan Keskin (73.(FE) und Enes Carsanbali (88.) gewann ASK verdient mit 4:2 gegen Lette. Die Germania brachte die Führung durch Can Görgü nicht ins Ziel (17.). Zudem zeigte sich die Truppe von Serkan Aldemir auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste – Alexander Klinnert markierte das 2:2 (65.) – nicht beeindruckt. Einziges Manko: Der Sieg hätte noch höher ausfallen müssen. Aussichtsreiche Chancen ließen Keskin, Güney und Sinan Okan liegen.

SV Neubeckum – TuS Wadersloh 1:1

Im Kampf um die Tabellenspitze musste Neubeckum einen Dämpfer hinnehmen. Gegen den Tabellenvierten aus Wadersloh kam der Zweite nicht über ein 1:1-Remis hinaus. Johannes Kleinedieckmann traf für Wadersloh zur Führung (13.). Michel Osmanovic egalisierte aber noch vor dem Pausentee (38.). Im zweiten Durchgang fielen keine Treffer mehr. Stattdessen sah jeweils ein Akteur beider Teams die Ampelkarte (70. für TuS/74. für SVN).

Westfalia Vorhelm – Fortuna Walstedde 4:0

Nach den beiden Niederlagen gegen Vorwärts (0:5) und Neubeckum (1:3) sind die Vorhelmer zurück in der Spur. Die Elf von Dennis Averhage fertigte Tabellennachbar Fortuna Walstedde auch in der Höhe verdient mit 4:0 ab und spielte erstmalig in dieser Spielzeit zu Null. „Das hat gut getan, weil wir bis jetzt zu viele Gegentore kassiert haben. Wir waren über 90 Minuten die dominantere Mannschaft“, sagte Averhage. Davin Wöstmann (11./30.) und Steffen König (40.) schossen die Gastgeber schon in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße. Christoph Lüning machte im zweiten Durchgang dann den Deckel drauf (66.). Walstedde blieb über die gesamte Spieldauer abgetaucht.

SpVg Oelde – Suryoye Ahlen 2:1

Zwei „dumme Fehler“ kosteten Suryoye mindestens einen Punkt beim Tabellenachten. „Das war eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe“, sagte SKS-Spielertrainer Dennis Tulgay. Seinem Team hätten die ersten 30 Minuten gehört. „Da hatten wir die klar besseren Spielzüge und mehr Ballbesitz“, ergänzte Tulgay. Doch durch die Verletzung von Andreas Tulgay, der sich das Knie verdrehte, kippte die Partie. Nach der Pause nutzten die Oelder durch Niklas Neitemeier (48.) und Dennis Nüsken (63.) zwei Fehler der Ahlener eiskalt aus. Der Aufsteiger ließ sich davon aber nicht einschüchtern und spielte weiter mit. Alexis Koumatzidis und Lucas Tulgay vergaben gute Möglichkeiten zum Anschlusstreffer. Dieser fiel erst in der 80. Minute durch Petros Tarambuskas.

Aramäer Ahlen – Germania Stromberg 2:0

Es geht doch: Im 13. Anlauf gewann Aramäer Ahlen seine erste Partie, bleibt aber weiterhin Letzter. Das trübte die Freude aber nicht. „Wir haben im Kollektiv ein ganz andere Gesicht gezeigt und sogar mal kein Gegentor bekommen“, freute sich Co-Trainer Heinz Schroth, der die Leistung von Torhüter Recep Tas gesondert hervorhob: „Recep hat uns in den ersten 45 Minuten im Spiel gehalten. Stromberg hatte vier, fünf hundertprozentige Chancen, die er klasse pariert hat.“ Danach besorgte Thomas Tunc die Führung für die Hausherren (33.). Sein Teamkollege Nicolas Karagün legte mit einem Freistoß das zweite Tor nach (58.). Ein weiterer brandgefährlicher Freistoß von Vesko Hamidovic fand den Weg allerdings nicht ins gegnerische Gehäuse.

SuS Ennigerloh 2 – SuS Enniger 3:1

Der Negativtrend von Enniger hält an: Auch im sechsten Spiel in Folge konnte der Tabellenelfte nicht gewinnen. Stattdessen tütete der Tabellenvorletzte durch Tore von Fabian Nordhues (29.), Denny Dürre (58.) und Adrian Kardas (60.) seinen zweiten Saisonsieg ein. Für die Gäste reichte der Führungstreffer von Maxim Reschetnik nicht (29.). Zudem sah ein Ennigeraner kurz vor dem Abpfiff die Rote Karte (90.).

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