Fußball: Oberliga Westfalen
Hart, aber schmerzlich: RW Ahlen empfängt kampfstarken SV Schermbeck

Ahlen -

Der SV Schermbeck geht nicht gerade zimperlich zu Werke. Bei Rot-Weiß Ahlen erwarten sie am Sonntag zweikampfstarke Gäste – und stellen sich vorsorglich schon mal auf blaue Flecken ein.

Freitag, 08.11.2019, 16:00 Uhr
No pain, no gain: Giuliano Nieddu (links) und seine Mitspieler machen sich darauf gefasst, dass es gegen den SV Schermbeck angesichts dessen kompromissloser Zweikampfführung etwas auf die Socken geben wird.
No pain, no gain: Giuliano Nieddu (links) und seine Mitspieler machen sich darauf gefasst, dass es gegen den SV Schermbeck angesichts dessen kompromissloser Zweikampfführung etwas auf die Socken geben wird. Foto: Marco Stiemke

Ungewissheit kann eine der schlimmsten Qualen im Leben sein. Wie gut, dass sie bei Rot-Weiß Ahlen wissen, was am Sonntag auf sie zukommt. Ihr Heimspiel gegen den SV Schermbeck werden die Oberliga-Fußballer vermutlich nicht absolvieren, ohne hinterher leicht lädiert den Platz zu verlassen. Hart, aber schmerzlich.

„Schermbeck ist zweikampfstark, bissig und darauf aus, dich in die Zweikämpfe zu locken“, hat Christian Britscho in Erfahrung gebracht. Zum obersten probaten Gegenmittel hat RW Ahlens Trainer ebenfalls eine gleichermaßen engagierte Zweikampfführung erkoren. „Wir müssen ebenfalls aggressiv reingehen – auch im Wissen, dass es weh tun und blaue Flecken geben wird“, sagt Britscho.

Vorbereitet auf Plan des Gegners

No pain, no gain – ohne Schmerz gibt’s keine Belohnung. Damit seine Jungs die Wucht des Gegners nicht aus heiterem Himmel zu spüren kriegen, haben sie die Spielweise der Gäste im Übungsbetrieb simuliert – und dabei auf ein genaues Positionsspiel geachtet. „Wir haben viel Wert darauf gelegt, dass wir bei ersten und zweiten Bällen sehr aktiv sind. Wir sind gut vorbereitet und können auf Schermbecks Plan eingehen“, versichert Christian Britscho.

Die Gäste seien bekannt für frühes Pressing, um den Kontrahenten zu langen Bällen zu zwingen. Aber auch dafür sehen sie sich an der August-Kirchner-Straße gewappnet. Personell ist die Lage leicht angespannt. Neben dem langzeitverletzten Mike Pihl (Muskelfaserriss) könnten Sebastian Stroemer (Bänderriss), Adrian Cieslak (Sprunggelenk) sowie Roman Zengin und Ismail Budak (beide grippaler Infekt) ausfallen.

Heimserie fortsetzen

Ein Einsatz von Timon Schmitz ist theoretisch möglich. Bei ihm hat sich der Verdacht auf einen Mittelfußbruch nicht bestätigt. Zurück im Aufgebot ist auch Rechtsverteidiger Bennet Eickhoff, der seine Gelbsperre abgesessen hat. Aller Voraussicht nach kehrt Eickhoff in die Startelf zurück, auch wenn sein Vertreter Lukas Berger beim 3:1-Erfolg gegen SF Siegen zuletzt einen guten Job gemacht hat.

Wer auch immer am Sonntag auf dem Rasen steht, beim Tabellenzweiten möchten sie ihre bislang tolle Heimbilanz weiter aufmöbeln. RWA ist genau wie die beiden anderen Spitzenteams Wiedenbrück und Meinerzhagen auf eigenem Platz noch ungeschlagen. Es gab drei Siege und drei Unentschieden für die Rot-Weißen. „Wir sind gewillt, diese Serie fortzusetzen und so lange wie möglich oben mitzuspielen“, sagt Trainer Christian Britscho.

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