Handball: Herren-Verbandsliga
Mit Mut geht‘s gut: Ahlener SG 2 schlägt SG Schalksmühle-Halver 2

Ahlen -

Wo ein Wille ist, ist eben auch ein Weg. Nur eine Woche nach dem „desolaten Auftritt“ (Kay Sparenberg) in Hombruch sind die Verbandsliga-Handballer der Ahlener SG rehabilitiert. Denn bei den Schalksmühler Drachen haben sie ein gänzlich anderes Gesicht gezeigt und sich mit dem zweiten Sieg belohnt.

Sonntag, 10.11.2019, 16:48 Uhr aktualisiert: 10.11.2019, 19:20 Uhr
Packendes Spiel, noch zupackendere Defensive: Jan Rotert (Nr. 25) und Lukas Hinterding (Nr. 37) – hier gegen Siegen – neutralisierten weitestgehend die Angriffe von Schalksmühle-Halver. Am Ende fuhr die ASG-Zweite deshalb ihren zweiten Saisonsieg ein.
Packendes Spiel, noch zupackendere Defensive: Jan Rotert (Nr. 25) und Lukas Hinterding (Nr. 37) – hier gegen Siegen – neutralisierten weitestgehend die Angriffe von Schalksmühle-Halver. Am Ende fuhr die ASG-Zweite deshalb ihren zweiten Saisonsieg ein. Foto: Lars Gummich

Dieser 25:23 (15:14)-Auswärtserfolg war wichtig fürs Selbstbewusstsein nach dem faulen Ei, dass sich die Sparenberg-Sieben vor einer Woche selbst ins Nest gelegt hatte. Er war natürlich auch wichtig, um den Anschluss an das breite Tabellenmittelfeld nicht zu verlieren, das nun nur einen Sieg entfernt ist.

Ganz entscheidend war aber, wie dieser zweite Saisonerfolg zustande gekommen war. Denn in einer hart umkämpften Partie, die stets Spitz auf Kopf stand, gaben laut ASG-Coach Kay Sparenberg „Moral und Wille“ seiner Reserve den Ausschlag. „Das war eine tolle, mannschaftlich geschlossene Leistung“, lobte der Übungsleiter, der viele positive Erkenntnisse aus der Partie zog.

Top Deckung, überragender Torhüter

Sparenberg hatte das größte Plus seiner Mannschaft – neben der Einstellung – in der „top Deckung“ aus Ruven Osthaus , Jan Rotert und Lukas Hinterding ausgemacht, die die gefährliche Angriffsachse der Hausherren gut zu neutralisieren wusste. In Hälfte zwei kam dann als weiterer Faktor der eingewechselte Raphael Wilmes im Tor hinzu. „Er hat überragend gehalten und der Hintermannschaft noch einmal zusätzliche Sicherheit gegeben. Das war ganz entscheidend“, sagte Sparenberg.

Das galt wohl umso mehr, als auch auf der anderen Seite eine agile Abwehr stand, die den Ahlener Angreifern das Leben schwer zu machen wusste. Die Partie blieb nach dem 5:2 (7.) für die Hausherren und dem wenig später folgenden Ausgleich zum 6:6 (12.) komplett offen. Zwar besorgte Nico Horn nach gut einer Viertelstunde die erste Führung der Gäste zum 8:7. Auf mehr als zwei Tore konnte sich die ASG nicht absetzen.

Hinterding muss mit Rot vom Feld

Zur Pause führte sie nur mit 15:14 und musste zudem noch den Ausfall von Lukas Hinterding verkraften, der nach einem Schlag ins Gesicht mit Rot (ohne Bericht) runter musste. „Das war ein herber Verlust für uns, weil Lukas es bis dahin überragend gemacht hat. Aber Jonas Wieneke ist in die Bresche gesprungen und hat seine Arbeit ebenfalls super erledigt“, so Sparenberg.

Bis in die Schlussphase hinein blieb es dennoch spannend. Erst nach dem 22:22 in der 49. Minute gelangen Alexander Lauenstein, Ruven Osthaus und David Gatzemeier die entscheidenden Treffer zum „erlösenden Sieg“, wie es Sparenberg bezeichnete.

Es war ein doppelter Punktgewinn der Moral und des Willens. Und vielleicht kam der zum richtigen Zeitpunkt. Denn diesen Mut wird die ASG-Zweite auch kommende Woche brauchen, wenn es gegen den ungeschlagenen Tabellenführer TuS Bommern geht.

ASG 2: Hüsken, Wilmes – Gatzemeier (5), Funkem Lauenstein (6/4), Osthaus (4), Hubbig, Lorenz (1), Horn (6), Schemann (2), Hinterding (1).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7055657?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Billerbecks Klage abgewiesen: Bahn muss Brücke nicht sanieren
Die Brücke in der Billerbecker Bauerschaft Bockelsdorf will keiner haben. Sie ist dringend sanierungsbedürftig.
Nachrichten-Ticker