Fußball: Kreisliga A Beckum
Ein sehr ungleiches Duell: Vorwärts Ahlen empfängt Schlusslicht Suryoye

Ahlen -

Die Torfabrik von Vorwärts Ahlen ist zuletzt ins Stocken geraten. Gegen RW Vellern gab es nur einen 2:1-Erfolg, gegen Ennigerloh gar eine 1:3-Pleite. Wer jetzt aber nach Sorgenfalten auf der Stirn von Oliver Glöden sucht, wird keine finden.

Samstag, 16.11.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 16:02 Uhr
Die Zweikampfstärke von Loris Uhlenbrock (rechts), hier im Duell mit Ennigerlohs Maurice Hansmann, wird auch gegen den SK Suryoye gefragt sein. Der verfügt durch die Rückkehr von Dennis Tulgay und Benjamin Türkoglu über zwei Optionen mehr für die Offensive
Die Zweikampfstärke von Loris Uhlenbrock (rechts), hier im Duell mit Ennigerlohs Maurice Hansmann, wird auch gegen den SK Suryoye gefragt sein. Der verfügt durch die Rückkehr von Dennis Tulgay und Benjamin Türkoglu über zwei Optionen mehr für die Offensive Foto: Marc Kreisel

„Ich bin optimistisch für das Derby“, sagt der Coach vor dem Duell mit Stadtnachbar Suryoye und erinnert lieber an das 4:1 gegen Walstedde und das 5:0 gegen Vorhelm, wo seine Elf schon bereits vor der Pause für klare Verhältnisse gesorgt hatte.

Problematischer sieht es dagegen beim Aufsteiger aus, der nach wie vor mit zu vielen verletzten Akteuren zu kämpfen hat. Doch aufgeben kommt für Dennis Tulgay nicht in Frage. „Gegen gute Mannschaften sind wir immer besser“, weiß der SKS-Spielertrainer um die Vorzüge seiner Truppe. Schließlich habe sein Team das bereits mehrfach unter Beweis gestellt. „Gegen Walstedde haben wir zu Beginn der Spielzeit gewonnen und gegen Ennigerloh bis zur 70. Minute geführt. Das haben nicht viele Mannschaften geschafft“, betont er.

In wichtigen Spielen wie gegen Aramäer habe Suryoye zudem Charakterstärke bewiesen. Dennoch überzeugt der Aufsteiger im Moment spielerisch nicht. Der eigentliche Matchplan ist es laut Tulgay im Zentrum stabil zu stehen und „dann unsere schnellen Außenspieler in Szene setzen“. Aufgrund der momentanen personellen Probleme sei das aber einfach nicht möglich.

Adrian und Andreas Tulgay, Niklas Woelk sowie Don Niketta werden noch bis zur Rückrunde verletzt fehlen. Immerhin kehren gegen Vorwärts mit Dennis Tulgay und Benjamin Türkoglu wohl zwei Stammkräfte zurück, die mehr Durchschlagskraft in die viertschlechteste Offensive der Liga bringen sollen. „Benjamin und ich können auch mal aus keiner Chance ein Tor machen“, so der Suryoye-Trainer.

Aber auch bei den Gastgebern vom Lindensportplatz, die bis zur Winterpause noch die maximale Ausbeute sammeln wollen, wird der Angriff durch den genesenen Stefanos Dontsis verstärkt. Der Offensivakteur traf bereits sieben Mal ins gegnerische Gehäuse und ist nach Alexander Klockenbusch (neun Tore) der beste DJK-Schütze.

Unterstützung für die Defensive kommt durch Kevin Ortmann ins Team. Allerdings droht Christian Schramm aus privaten Gründen auszufallen. „Wenn Christian nicht dabei wäre, wäre das für uns natürlich schwieriger“, berichtet Glöden . „Er ist derzeit bärenstark drauf und bildet gemeinsam mit Niclas Uhlenbrock die Schaltzentrale im Mittelfeld.“ Nichtsdestotrotz verweist der Vorwärts-Coach auf seinen breiten Kader mit genügend Qualität, um den eventuellen Ausfall zu kompensieren.

Verbesserungen erhofft sich Glöden beim zuletzt ungenügenden Passspiel. „Eigentlich gehört das zu unseren Stärken. Ich gehe aber davon, dass die Jungs aus ihren Fehlern lernen.“

Sonntag, 14.30 Uhr

David Sari

David Sari Foto: Marc Kreisel

Aramäer Ahlen – SuS Enniger

„Wir haben noch nicht aufgegeben und lassen den Kopf nicht hängen“, sagt Heinz Schroth. „Solange der Abstand zu den anderen Mannschaften, die unten stehen, nicht größer wird, ist alles im grünen Bereich“, schiebt der Aramäer-Co-Trainer hinterher. Sein Ziel für die kommenden vier Partien bis zur Winterpause sind neun Punkte. „Mit sechs könnte ich aber auch leben“, sagt er lachend. Damit es aber dazu kommen kann, sollte das Schlusslicht schnellstmöglich seine Mängel abstellen. „Wir erarbeiten uns zu wenige Torchancen. Wenn wir dann welche herausspielen, nutzen wir diese nicht konsequent genug“, erklärt Schroth. Das soll sich gegen Enniger trotz personeller Probleme nun ändern. Fehlen werden aber Maik Fohrmann, Senad Colic, Pascal Schomaker und der gesperrte Keeper Recep Tas. Fraglich sind die Einsätze von David Sari und Paul Thomsen.

Sonntag, 12.30 Uhr

Sportpark Nord

Christoph Lüning

Christoph Lüning Foto: Marc Kreisel

Westfalia Vorhelm – RW Vellern

Bei der 2:3-Pleite gegen Spitzenreiter Ennigerloh verkaufte sich die Westfalia eigentlich gut und war über weite Strecken das bessere Team. Für Übungsleiter Dennis Averhage Grund genug, um aus den nächsten vier Begegnungen zwölf Punkte zu fordern. „Wir wollen über Weihnachten den bestmöglichen Platz erreichen“, sagt er. Dafür werde allerdings eine konstant geschlossene Mannschaftsleistung nötig sein. Auch für das bis dato größte Manko der bereits 31 kassierten Gegentore meint der Coach den Schlüssel gefunden zu haben: „Wir haben gegen Ennigerloh richtig gut verteidigt – und das vor allem wegen der besseren Einstellung. Das wollen wir jetzt ausbauen und mehr Zu-Null-Spiele nachlegen.“ Gegen Vellern muss Averhage auf Christoph Lüning und Patrick Lökes verzichten. Dafür ist Jan-Hendrik Schmitz wieder mit von der Partie.

Sonntag, 14.30 Uhr

Ismail Colak

Ismail Colak Foto: Marc Kreisel

ASK Ahlen – TuS Wadersloh

Gleich vier Mal verspielte ASK Ahlen in den letzten drei Partien eine Zwei-Tore-Führung und holte am Ende nur beim 4:2-Sieg gegen Lette die maximale Punkteausbeute. Gegen Enniger (2:2) und Stromberg (4:4) reichte es für die Elf von Serkan Aldemir nur zu Remis. „Ich hoffe, dass die Jungs aus diesen Fehlern gelernt haben. Wir haben es mehrfach angesprochen, aber manchmal hilft nur die harte Tour“, sagt der Coach. Dennoch habe er seine Truppe gegen Wadersloh nun etwas anders ausgerichtet. „Offensivfußball wollen wir weiterhin liefern, aber mit mehr Ruhe nach vorne spielen. Diese ‚Hau Ruck‘-Aktionen müssen abgestellt werden“, so der Übungsleiter, der in den nächsten vier Partien noch mindestens neun Zähler sammeln will. Verzichten muss er auf den verletzten Ismail Colak und den im Urlaub weilenden Hasan Keskin.

Sonntag, 14.30 Uhr

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7067473?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Inklusion an Gymnasien: Intransparenz ärgert Eltern
Am Schillergymnasium werden bereits seit acht Jahren Kinder mit Förderbedarf im Zuge der Inklusion unterrichtet, hier ein Foto aus dem Unterricht des ersten Jahrgangs.
Nachrichten-Ticker