Fußball: Oberliga Westfalen
Augen zu und durch: RW Ahlen zu Gast bei Westfalia Herne

Ahlen -

Am Sonntag reist Rot-Weiß Ahlen zum Auswärtsspiel nach Herne. Da geht es für gewöhnlich hitzig zu. Trainer Christian Britscho rät seinen Spielern daher zum Tragen von Scheuklappen.

Freitag, 15.11.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 20.11.2019, 16:38 Uhr
So harmonisch wie vor dem Heimspiel mit dem Einlaufkind wird es für Marvin Schurig und seine Mannschaftskollegen in Herne vermutlich nicht werden.
So harmonisch wie vor dem Heimspiel mit dem Einlaufkind wird es für Marvin Schurig und seine Mannschaftskollegen in Herne vermutlich nicht werden. Foto: Marc Kreisel

Die Meteorologen prognostizieren für Sonntagnachmittag frische vier Grad Celsius in Herne. Wie gut, dass die Umgebungstemperaturen förderlich für einen kühlen Kopf sind, denn den gilt es für Rot-Weiß Ahlen für das Match (14.30 Uhr) bei Westfalia Herne zu bewahren.

Traditionell herrscht hier eine hitzige, aufgeladene Stimmung. Auch SC-Trainer Christian Knappmann trägt gerne seinen Teil dazu bei, neigt zu (kalkulierten) Provokationen. Gerne legt er sich mit dem Schiedsrichter, den Fans oder dem Gegner an. So viel ist sicher: „Knappi“ scheut keinen Konflikt. Diese Erfahrung machte in der Vorsaison auch Christian Britscho . Der RWA-Trainer und Knappmann, die außer demselben Vornamen vermutlich nichts verbindet, gerieten während der Partie verbal mehrfach aneinander.

Herne – kein Hort der Harmonie

Es ist nicht davon auszugehen, dass Herne am Sonntag plötzlich zu einem Hort der Harmonie geworden ist. An der Werse aber haben sie sich darauf eingestellt. „Wer sich wie benimmt, ist uns relativ egal. Alles, was uns aus der Bahn werfen könnte, blenden die Jungs aus. Die Spieler sind ganz bei sich und sie haben ein Ziel vor Augen“, sagt Christian Britscho. Er empfiehlt daher den Gebrauch von Scheuklappen: „Das Drumherum ist nicht entscheidend. Wir wissen, was wir auf dem Platz zu tun haben und worauf es ankommen wird.“

Das wird vor allem – wie schon beim 3:1-Erfolg gegen den SV Schermbeck – eine kompromisslose Zweikampfführung sein. „Wir stellen uns darauf ein, dass es viele Zweikämpfe mit der nötigen Härte geführt werden“, sagt Britscho. Sein Team ist seit sechs Spielen ungeschlagen und gewann die letzten fünf. Allerdings jeweils mit einem Gegentor. „Es wäre schön, wenn wir mal wieder zu Null spielen würden“, wünscht sich Pascal Schmidt, dass Kollege Bernd Schipmann diesmal nicht hinter sich greifen muss.

Dreimal in Serie 3:1

„Bis jetzt konnten wir uns darauf verlassen, dass unsere Abwehr standhält“, unterstreicht RWA-Coach Britscho. Am liebsten wäre es ihm natürlich, seine Elf würde die Begegnung in Herne frühzeitig in die gewünschten Bahnen lenken. „Es ist für alle Beteiligten schön, wenn wir ein Spiel früh zu unseren Gunsten entscheiden. Aber so läuft es im Fußball nun mal nicht immer. Deshalb werden wir bis zum Schluss alles geben. Wir trainieren ja auch für 90 Minuten und nicht bloß für 70“, sagt Britscho.

Letztlich ist es für ihn sekundär, ob RWA in Herne ohne Gegentor bleibt oder womöglich zum vierten Mal In Folge mit 3:1 gewinnt. Britscho begreift die Situation als das, was sie ist – ein Luxusproblem. „Wichtig ist, dass wir in Herne punkten. Ob wir das mit einem 1:0 oder 3:1 tun, ist wirklich nebensächlich“, sagt der Übungsleiter. Ihm steht Ismail Budak nach zweiwöchigem grippalen Infekt wieder zur Verfügung. Das gilt derweil nicht für Giuliano Nieddu, den Leistenprobleme plagen und dessen Einsatz fraglich ist. Weiterhin fehlen werden Mike Pihl, Sebastian Stroemer und Stefan Kaldewey.

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