Handball: Damen-Landesliga
Tanzgarde dient als gutes Beispiel: Ahlener SG reist zum TuS Ravensberg

Ahlen -

Das Abwehrverhalten trieb Uwe Landau zuletzt eine Sorgenfalten auf die Stirn. Für das Duell beim TuS Ravensberg verlangt der Trainer der ASG-Handballerinnen mehr Leidenschaft – und nimmt Anleihen aus dem Karneval.

Freitag, 22.11.2019, 13:00 Uhr
Cynthia Fitzek (re.) fungierte zuletzt als Abfangjägerin in der 5:1-Deckung und brachte ihre Kolleginnen im Angriff in Position.
Cynthia Fitzek (re.) fungierte zuletzt als Abfangjägerin in der 5:1-Deckung und brachte ihre Kolleginnen im Angriff in Position. Foto: Gummich

Nach dem 39:28-Sieg gegen den SuS Neuenkirchen vor einer Woche war die Abendplanung für Uwe Landau noch nicht beendet. Der Trainer der ASG-Handballerinnen fuhr im Anschluss zu einer Karnevalsveranstaltung nach Albersloh.

Dort imponierte ihm der Auftritt der Tanzgarde derart gut, dass er ihn kurzerhand mit dem Smartphone filmte und als Exempel für gelungene Beinarbeit an seine Spielerinnen verschickte. Ob die aus dem Anschauungsmaterial entsprechende Kenntnisse zogen, zeigt sich am Samstag (19 Uhr) beim Tabellenzweiten TuS Ravensberg.

Verkehrte Welt

Denn trotz der bisher zufriedenstellenden Ausbeute von 8:4 Punkten sieht Landau noch reichlich Verbesserungspotenzial bei seinem Team. „In der Deckung haben wir oft noch ein mentales Problem. Wenn der Gegner den Ball hat, sehen wir das als Ruhephase an. Das geht gar nicht“, unterstreicht der ASG-Coach. Üblicherweise gewinne man im Handball Spiele hinten. „Bei uns ist es umgekehrt, wir gewinnen die Spiele vorne“, so Landau.

Das aber sieht er kritisch. „Wenn wir 40 Tore machen ist es mir auch egal, wenn wir 30 kassieren“, hat Landau nach eigenem Bekunden mal im Training zu seinen Spielerinnen gesagt. Das fällt ihm nun auf die Füße. „Die Mädels sollten nicht alles zu wörtlich nehmen“, sagt er lachend. Mittlerweile revidiert er seine Aussage, fordert gerade defensiv mehr Leidenschaft in Eins-zu-Eins-Situationen. Hauptsache, seine Mannschaft ist auch wirklich hellwach.

Denn Landau flachst: „Normalerweise sind wir alle nämlich samstags um 19 Uhr im Tiefschlaf.“ Oder aber auf einer Karnevalssitzung. Jeder Jeck ist eben anders.

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