Handball: 3. Liga Nord-West
Ohne Not in Not geraten: Ahlener SG unterliegt dem TuS Spenge

Ahlen -

25 Minuten lang lief es für die Ahlener SG gegen den TuS Spenge wie am Schnürchen. Was danach passierte, ließ beim Drittligisten Trainer und Spieler ratlos zurück.

Samstag, 30.11.2019, 22:04 Uhr aktualisiert: 01.12.2019, 19:48 Uhr
Nach einer zweiten Hälfte mit miserabler Angriffsleistung erlebten David Wiencek und die ASG gegen den TuS Spenge eine harte Bruchlandung.
Nach einer zweiten Hälfte mit miserabler Angriffsleistung erlebten David Wiencek und die ASG gegen den TuS Spenge eine harte Bruchlandung. Foto: René Penno

Als die Reißfestigkeit von Philipp Dommermuths Trikot bereits nach vier Minuten auf eine harte Probe gestellt wurde, ahnte niemand den Symbolcharakter dieses Moments. Die Spielkluft des ASG-Kreisläufers hatte nach einem Zweikampf arg gelitten. Am Kragen klaffte ein Riss.

Dass die Ahlener SG auch insgesamt nicht der Kragenweite des TuS Spenge entsprechen sollte, war zu diesem Zeitpunkt kaum abzusehen. Denn die Begegnung schien zunächst einen gänzlich anderen Verlauf zu nehmen. Die Mannschaft von Sascha Bertow lieferte gegen den Tabellenfünften eine richtig gute Leistung – zumindest bis zur 25. Minute. Die übrigen 35 Zeigerumdrehungen waren allerdings weniger prickelnd, weshalb summa summarum eine verdiente 28:31 (18:15)-Niederlage notiert wurde.

Verunsicherung deutet sich an

Dabei erwischte die ASG einen guten Start, war gedankenschnell und flink auf den Beinen und sie erarbeitete sich nach Ballgewinnen rasch eine erste 7:4-Führung (10.). Beide Teams wählten ein gutes Tempo, es gab kaum Unterbrechungen. Bis zum 17:12 (25.) nach sechs Minuten ohne Gegentor und einem Vier-Tore-Lauf von Jannis Fauteck, David Wiencek, Ferdi Hümmecke und Philipp Lemke lief alles bestens, war das lädierte Trikot Philipp Dommermuths das Einzige, das dem Spenger Druck nicht standgehalten hatte.

Handball 3. Liga Nord-West: Ahlener SG – TuS Spenge 28:31

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„In den Minuten danach bis zur Pause hat sich aber schon angedeutet, was in der zweiten Hälfte passieren sollte“, konstatierte Jannis Fauteck. Die ASG verspielte einigermaßen achtlos und fährlässig ihren komfortablen Vorsprung und ging nur mit einem Plus von drei Treffern in die Kabine.

Billige Kopie

Aus der kehrten die Gastgeber dann wie eine billige Kopie ihrer selbst zurück. Bis zum 20:18 (36.) hielten sie mühsam ihre Führung aufrecht. Danach ergriff eine mysteriöse Abschlussschwäche Besitz von den Ahlenern. Die Liste der Fehlwürfe übertraf die der erfolgreichen Versuche bei weitem. Weitere fünf Minuten Leerlauf später lagen die Gäste nun erstmals wieder mit 20:22 (41.) vorn. Die ASG versuchte weiter ihr Möglichstes, erspielte sich Chancen, vergab diese aber reihenweise.

„Es war ja nicht so, dass wir keine Chancen mehr hatten, aber wir machen die freien Bälle einfach nicht rein“, haderte ASG-Trainer Sascha Bertow. Dass sich sein Team überhaupt noch einigermaßen im Rennen hielt, hatte es Sven Kroker zu verdanken, der im Tor mit einem halben Dutzend Paraden Schadensbegrenzung betrieb. Nach 46 Minuten gelang Luca Sackmann sogar noch mal der 24:24-Ausgleich.

Eine Frage des Müssens

Mit dem nächsten Schwung des TuS, der auf 24:28 (53.) enteilte, war jegliche Resthoffnung dahin. „Die Gegenstöße haben uns das Genick gebrochen“, konstatierte Bertow. „Dass wir so viele freie Bälle vergeben haben, hat uns verunsichert. Spenge hat das eiskalt ausgenutzt“, hielt Rechtsaußen Niklas Seifert fest. Dass das Ergebnis am Ende noch halbwegs milde ausfiel, lag an Spenges Nachlässigkeit in den letzten drei Minuten, die es der ASG gestattete aus einem 25:30 (57.) noch ein 28:31 zu machen.

„Das war absolut überflüssig“, brachte Sascha Bertow es auf den Punkt. Am kommenden Sonntag geht es zum Leichlinger TV. „Das ist keine Frage des Könnens. Es ist eine Frage des Müssens. Da müssen zwei Punkte her – ohne wenn und aber. Bis dahin ist das Spiel gegen Spenge vergessen“, versicherte Niklas Seifert.

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