Fußball: Kreisliga A Beckum
Suryoye Ahlen will gegen Walstedde Punkte futtern für den Winterspeck

Ahlen -

Fünf Punkte trennen Suryoye Ahlen derzeit von der roten Laterne, zwei vom vorletzten Platz. Noch kein Grund, einer sorgenfreien Winterpause entgegenzusehen. Gegen Fortuna Walstedde will sich der Aufsteiger deshalb weitere Punkte für den Winterspecken anfuttern.

Samstag, 07.12.2019, 05:00 Uhr
Stefan Tuna (links) und Suryoye Ahlen brauchen noch Winterspeck, um in der Rückrunde eine gute Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt zu haben. Am Sonntag geht es gegen die Fortuna aus Walstedde, die noch zu wenig Konstanz in den Leistungen hat.
Stefan Tuna (links) und Suryoye Ahlen brauchen noch Winterspeck, um in der Rückrunde eine gute Ausgangslage im Kampf um den Klassenerhalt zu haben. Am Sonntag geht es gegen die Fortuna aus Walstedde, die noch zu wenig Konstanz in den Leistungen hat. Foto: Lars Gummich

Eigentlich hatte Suryoye-Trainer Dennis Tulgay seine konkrete Punktevorgabe bis zur Winterpause aufgrund der akuten Personalsorgen schon längst revidiert. Vor dem Duell gegen Fortuna Walstedde (Sonntag, 14.30 Uhr Sportpark Nord) äußert der kickende Übungsleiter nun aber doch wieder einen Wunsch.

Denn nach den vielversprechenden Leistungen in der ersten Halbzeit gegen Vorwärts Ahlen und im zweiten Durchgang gegen Westfalia Vorhelm würde er mindestens drei weitere Zähler als zusätzlichen Winterspeck gerne sehen.

Die Kreisliga A ist 1000 Mal schöner als die Kreisliga B. Hier hat man fast jede Woche ein Derby – das ist einfach geil.

Dennis Tulgay

„Die Kreisliga A ist 1000 Mal schöner als die Kreisliga B. Hier hat man fast jede Woche ein Derby – das ist einfach geil“, meint Tulgay und verrät im nächsten Atemzug schon das Ziel für die zweite Saisonhälfte, die dann Anfang März 2020 startet: „Wir wollen in der Rückrunde mehr Punkte holen als in der Hinrunde.“

Multikultitruppe mit Bock auf Fußball

Dass seine Mannschaft als Aufsteiger in der Liga mithalten kann, hat SKS mal wieder zuletzt gezeigt – auch, wenn die Tulgay-Truppe eine 3:6-Pleite in Vorhelm hinnehmen musste. „Die erste Halbzeit war leider katastrophal. Uns sind zu viele Fehler im Aufbauspiel unterlaufen“, weiß der kickende Übungsleiter. Nichtsdestotrotz traut er seiner Mannschaft zu, es mit jedem aufzunehmen – vorausgesetzt, die Tagesform stimmt. „Ich versuche, die Jungs vor jedem Spiel zu motivieren. Wir sind eine Multikulti-Truppe, die einfach Bock hat, Fußball zu spielen“, erklärt der SKS-Trainer. „Wenn wir so spielen wie in der ersten Halbzeit gegen Vorwärts, können wir in der Liga jeden schlagen.“

Einen Vorteil in Sachen Motivation scheint Tulgay auch gegen Fortuna Walstedde ausgemacht zu haben. „Die stehen im tabellarischen Mittelfeld und können nicht mehr auf- oder absteigen. Da ist es schon manchmal schwierig, sich vernünftig aufzuraffen“, glaubt er. Seine Akteure würden sich dagegen immer den „Arsch aufreißen“.

Eddy Chart freut sich auf Wiedersehen

Sein Gegenüber, Eddy Chart, freut sich unterdessen schon auf das Wiedersehen mit Suryoye. „Wir haben bei der 2:3-Niederlage im Hinspiel Punkte verschenkt, weil wir einfach nicht clever genug waren. Jetzt haben wir die Chance, das geradezurücken“, erklärt der Fortuna-Coach, der viel Potenzial in seinen Schützlingen sieht. „Man hat beim 1:1-Remis gegen Ennigerloh gesehen, zu was wir imstande sind. Da haben wir es ohne Probleme mit der besten Offensive und Defensive der Liga aufgenommen“, so Chart.

Allerdings plagen die Walstedder immer noch personelle Probleme, was sich auch in den wenig konstanten Leistungen niederschlägt. „Es ist nicht leicht, wenn du jedes Spiel neu improvisieren musst. So kannst du dich auch einfach nicht einspielen“, sagt Chart. Dennoch fordert der Fortuna-Coach wieder eine hohe taktische Disziplin und eine kompakte Defensive. „Chancen kommen dann von ganz alleine.“  

► Die weiteren Partien mit Ahlener Beteiligung:

Germania Stromberg – Westfalia Vorhelm

rotz des jüngsten 6:3-Erfolges gegen SKS Ahlen und einer guten Vorstellung seiner Truppe in dieser Partie ärgerte sich TuS-Coach Dennis Averhage über die drei Gegentore. Dass das alte Problem der Anfälligkeit hinten zurückgekehrt ist, denkt er aber nicht. „Man kann das gar nicht richtig vergleichen. Gegen Suryoye haben wir einfach nur die Konzentration schleifen lassen. Das waren zwei Fehlpässe, die bestraft wurden. Sonst haben wir nicht viel zugelassen“, berichtet er. Mit entsprechend viel Selbstbewusstsein reisen die Vorhelmer nun auch nach Stromberg. Die Gastgeber schlugen Vorwärts aber zuletzt mit 2:1 und haben in den vergangenen acht Liga-Partien nur einmal verloren. „Die sind physisch mit Sicherheit besser drauf als SKS und haben insgesamt eine robuste, fitte Truppe“, weiß Averhage um die schwierige Aufgabe. Angst hat er davor aber trotzdem nicht, nur den nötigen Respekt: „Wir werden eine anständige Leistung brauchen, um zu gewinnen.“ (Sonntag, 14.30 Uhr)

Vorwärts Lette – Vorwärts Ahlen

Nur drei Punkte holte Vorwärts Ahlen in den letzten vier Spielen und ist mittlerweile auf Platz fünf abgerutscht. „Wir müssen den Negativtrend so schnell wie möglich durchbrechen“, sagt Trainer Oliver Glöden. „In den letzten vier Spielen haben wir uns nicht gut präsentiert.“ Aber woran lag’s? Darauf weiß auch Glöden nicht so richtig eine Antwort. „Gegen SKS haben wir uns Chancen en masse erarbeitet, aber keine genutzt. Gegen Stromberg sind wir erst gar nicht ins Spiel reingekommen“, benennt der Vorwärts-Coach die Schwächen der letzten beiden Partien. Seine Devise für das Duell gegen Tabellennachbar Lette lautet deswegen: Mehr Dominanz ausüben und mehr Bereitschaft zeigen. „Dann halten wir Lette hoffentlich auf Abstand“, so der Gäste-Coach. Angeschlagen sind Christian Schramm, Christian Splett, Alexander Klockenbusch und Robert Kroll. Niclas Uhlenbrock steht dafür wieder im Kader der Vorwärtsler. (Sonntag, 14.30 Uhr)

SuS Ennnigerloh – Aramäer Ahlen

oh, um die ersten drei Auswärtspunkte zu holen“, gibt sich Aramäer-Coach Heinz Schroth vor dem Kellerduell mit dem Vorletzten selbstbewusst. „Wir wollen mit aller Macht auf einem Nichtabstiegsplatz überwintern“, schiebt er hinterher. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen zwei Siege her. Das weiß auch Schroth: „Den Grundstein müssen wir gegen Ennigerloh legen.“ Einfach wird das für Aramäer sicher nicht. Schließlich ist die Partie für beide Teams richtungsweisend. Die Gäste können im Erfolgsfall punktetechnisch gleichziehen, SuS mit einem Sieg den Abstand auf sechs Punkte ausbauen. Personell sieht es beim Schlusslicht nicht gerade rosig aus. Michele Heitkötter, Stefan Wegmann und Maik Fohrmann fehlen. Die Einsätze von Pascal Schomaker und Paul Thomsen sind fraglich. Dafür kommt mit Chris Santus, David Sari und Robert Cicek Unterstützung aus der eigenen Reserve. (Sonntag, 14.30 Uhr)

SV Neubeckum – ASK Ahlen

Große Sorgenfalten hat ASK-Trainer Serkan Aldemir vor der Begegnung beim neuen Spitzenreiter, der zuletzt Ennigerloh im Gipfeltreffen mit 7:2 abfertigte, auf der Stirn. „Mir fehlen aus verschiedenen Gründen gleich acht Spieler. Das wird ein regelrechtes Puzzle-Spiel bei der Aufstellung“, offenbart der Übungsleiter, der auf Hasan Keskin, Ismail Colak, Burhan Altun, Savas Cirak, Yunus Tunc, Burak Ece, Torwart Georgi Georgiev und Yusuf Güney verzichten muss. Dennoch sei Aldemirs Team „heiß“ auf das Duell mit Neubeckum. „Die personelle Not ist egal. Wir lieben solche spielstarken Gegner wie Neubeckum. Das liegt uns mehr, als nur über den Kampf zu kommen“, erklärt der Gäste-Übungsleiter. (Sonntag, 14.30 Uhr)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7114806?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Fußball: 3. Liga: Cueto haucht Preußen in Jena neues Leben ein
Nachrichten-Ticker