Handball: 3. Liga Nord-West
Nicht zu fassen: Ahlener SG holt mit Sieben-Tore-Lauf Punkt in Leichlingen

Ahlen -

Was war das denn, bitte, für eine Wahnsinns-Schlussphase? Die Ahlener SG hat gegen Ende des Abstiegsduells beim Leichlinger TV doch tatsächlich einen Sieben-Tore-Lauf hingelegt und damit einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punkt eingefahren. Der entscheidende Treffer fiel quasi mit der Schlusssirene.

Montag, 09.12.2019, 10:56 Uhr aktualisiert: 10.12.2019, 14:58 Uhr
Den entscheidenden Treffer zum Punktgewinn in Leichlingen steuerte Ahlens Abwehrrecke Ferdi Hümmecke (Mitte) bei. Damit belohnt er die Mannschaft für deren starke Aufholjagd.
Den entscheidenden Treffer zum Punktgewinn in Leichlingen steuerte Ahlens Abwehrrecke Ferdi Hümmecke (Mitte) bei. Damit belohnt er die Mannschaft für deren starke Aufholjagd. Foto: R. Penno

Als Ferdi Hümmecke dieses Tor zum 35:35 machte, gab es bei den Gästen kein Halten mehr. Kein Wunder: Nach einem unfassbaren Schlussspurt hatten sie sich diesen einen Zähler schließlich aufs Redlichste verdient. Nahezu die komplette zweite Hälfte und einen Großteil der ersten waren sie einem Rückstand hinterhergelaufen.

„Überragend“, urteilte Trainer Sascha Bertow . „Die Jungs haben einfach unglaublich gut und unerbittlich gefightet und jede schwächere Phase wieder ausgebügelt.“

Schon in Hälfte eins gelingt Fünf-Tore-Lauf

Von denen muss es in jeder Hälfte eine gegeben haben. Schon der Start geriet für die Gäste nicht nach Maß. Die Ahlener lagen nach acht Minuten beim Stand von 2:6 bereits mit vier Toren hinten. Ab dem 7:11 (13.) gab es auf Ahlener Seite aber so etwas wie eine Initialzündung. Die ASG kämpfte sich nun Treffer für Treffer zurück in die Partie, netzte ganze fünf Mal hintereinander ein und übernahm mit dem 12:11 (21.) von Philipp Lemke erstmals seit dem 1:0 durch Nico Wunderlich wieder die Führung.

Die hielt allerdings nicht lange. Von nun an ging es nämlich hin und her, mit leichten Vorteilen für den Leichlinger TV, der dann auch eine knappe 17:16-Führung in die Kabine rettete. „Beide Halbzeitergebnisse zeigen schon, dass es heute kein Spiel der Abwehr war“, so Bertow.

Leichlingen sieht bereits wie der sichere Sieger aus

Aus der Pause kamen die Hausherren besser zurück, zogen auf 22:18 (35.) davon und profitierten anschließend auch noch von einer doppelten Zeitstrafe gegen Ahlens Felix Harbaum und Jannis Fauteck. 20 Minuten vor dem Ende lag der LTV mit 25:20 vorne, hatte sich also ein ganz ordentliches Polster erarbeitet, dass beim 33:26 in der 51. Minute immer noch Bestand hatte. Die endgültige Entscheidung dieses Duells schien gefallen zu sein.

Abwehr-Umstellung bringt die Wende

Doch weit gefehlt: Bertow stellte auf eine 4:2-Abwehr um, womit der LTV gar nicht zurecktkam. Und die ASG schaffte dadurch sogar einen Sieben-Tore-Lauf binnen sieben Minuten, glich schließlich durch Florian Schöße zum 33:33 (58.) aus.

Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. Valdas Novicis per Siebenmeter und Timo Blum trafen noch für den LTV, Lemke und Ferdi Hümmecke glichen jeweils für die ASG aus. Das war angesichts der Tabelle extrem wichtig. Die Ahlener bleiben nun punktgleich, aber vor den Leichlingern auf Rang 13.

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