Handball: 3. Liga Nord-West
Abschied auf Raten gegen OHV Aurich: Thies Hülsbusch wechselt in die Zweite

Ahlen -

Für entspannte Weihnachten braucht die Ahlener SG wohl ein paar mehr Punkte. Zwei Chancen haben die Drittliga-Handballer noch. Am Samstag kommt der OHV Aurich in die Ebert-Halle, eine Woche später geht es zum VfL Eintracht Hagen. Für Thies Hülsbusch sind diese beiden Partien ein Abschied auf Raten.

Donnerstag, 12.12.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 15.12.2019, 12:52 Uhr
Für Thies Hülsbusch (links, mit Sven Kroker) ist bald in der 3. Liga erstmal Schluss. Beruflich bedingt muss der Rechtsaußen kürzer treten und wechselt deshalb in die Zweite. Vorher soll aber ein Sieg gegen Aurich her.
Für Thies Hülsbusch (links, mit Sven Kroker) ist bald in der 3. Liga erstmal Schluss. Beruflich bedingt muss der Rechtsaußen kürzer treten und wechselt deshalb in die Zweite. Vorher soll aber ein Sieg gegen Aurich her. Foto: Lars Gummich

Denn der Rechtsaußen muss beruflich bedingt mit dem Handball kürzer treten und wechselt deshalb auf eigenen Wunsch ab Januar in die Zweite. Dort scharrt Nico Horn schon mit den Hufen, denn der 22-Jährige soll in der Ersten die dadurch entstehende Lücke ausfüllen.

Der Abschluss seines Masterstudiengangs im Wirtschaftsingenieurwesen und der damit verbundene Job haben die Entscheidung für Hülsbusch nötig gemacht. Denn der hat in Meerbusch in der Nähe von Düsseldorf eine Stelle als Projektmanager im Bereich Digitalisierung angetreten und muss nun viel reisen.

Nur eine wöchentliche Trainingseinheit ist zu wenig für 3. Liga

„Das ist ein super spannender Job“, freut sich der Handballer darüber. „Aber der Aufwand wird deutlich mehr werden. Nur noch einmal in der Woche zu trainieren und dann 3. Liga spielen zu wollen – das bringt mir nichts und es bringt auch der Mannschaft nichts“, sagt Hülsbusch ganz klar. „Deshalb habe ich mich entschlossen, in meinem letzten halben Jahr der Zweiten im Abstiegskampf zu helfen.“

Denn weil die mögliche Veränderung absehbar war, hatte Hülsbusch schon im Sommer nur um ein Jahr verlängert. Ob, wie und wo es danach für ihn mit dem Handball weitergeht, muss sich erst zeigen.

OHV Aurich schlägt Gummersbach-Reserve mit 34:14

Doch bis dahin ist ja auch noch eine Menge Zeit. Die ganz nahe Zukunft bringt zunächst mal die Heimpartie gegen den OHV Aurich (Samstag, 18.30 Uhr). Die Ostfriesen haben zuletzt eine kleine Schockwelle durch die Liga gesandt, als sie den VfL Gummersbach 2 mit 34:14 (!) aus der eigenen Halle fegten. Die Gäste hatten zuvor nur einen Punkt weniger auf dem Konto.

Gäste waren stark ersatzgeschwächt

„Das war eine fantastische Sache“, sagte Trainer Arek Blacha. Selten konnte er eine Partie so entspannt verfolgen wie diese. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Gummersbacher stark ersatzgeschwächt angereist waren. „Wir haben uns die Partie im Video angeschaut. So ganz viele von den Jungs, die sonst spielen, waren nicht dabei“, weiß auch Thies Hülsbusch. Einen Grund, vor der Partie gegen den Tabellenneunten die Hosen voll zu haben, sieht er nicht. „Dieses Spiel darf man nicht überbewerten. Wir haben in der Hinrunde unglücklich gegen sie verloren und ich sehe uns absolut auf Augenhöhe“, sagt er.

Auf die Abwehr kommt es an

Aufpassen müsse man aber auf das schnelle Tempospiel und die gute Deckung der Auricher, verbunden mit dem sehr guten Torhüter. „Der hat uns im Hinspiel sehr weh getan. Und wenn ein Keeper viel hält, geht es eben schnell nach vorne. So kommen dann auch mal so deutliche Ergebnisse wie gegen Gummersbach zustande“, so Hülsbusch.

Die ASG müsse also gut abschließen und schnell zurücklaufen, um sich nicht zu viele leichte Gegentreffer zu fangen. Sorgen macht sich der Rechtsaußen darüber keine. „Die Abwehr ist immer noch unser Prunkstück. Hinten müssen wir Beton anrühren“, sagt er.

Dann seien die zwei Punkte gegen die Ostfriesen drin. Die wären ein verfrühtes Abschiedsgeschenk für Hülsbusch als Drittliga-Spieler in seiner Heimhalle. Eines, mit dem sich die ASG zugleich auch selbst beschenken würde.  

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