Fußball: Jugend-Westfalenpokal
Von wegen Pflichtaufgabe: Nur U17 von RW Ahlen zieht in nächste Runde ein

Ahlen -

Das hatten sie sich definitiv anders vorgestellt: Drei Jugendteams von Rot-Weiß Ahlen sind am Wochenende im Westfalenpokal im Einsatz gewesen. Für zwei davon war das die Endstation. Die A-Jugend ging zu verschwenderisch mit ihren Chancen um und hatte dann im Elfmeterschießen das Nachsehen.

Montag, 16.12.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 12:24 Uhr
Die B1 von Rot-Weiß Ahlen – hier in der Liga-Partie gegen den Delbrücker SC – war am Wochenende die einzige Mannschaft, die im Westfalenpokal eine Runde weiterkam.
Die B1 von Rot-Weiß Ahlen – hier in der Liga-Partie gegen den Delbrücker SC – war am Wochenende die einzige Mannschaft, die im Westfalenpokal eine Runde weiterkam. Foto: Marc Kreisel

Die Partien im Überblick:

JFV Lohe/Bad Oeynhausen – RW Ahlen A-Jugend  5:3 n.E.

So schnell kann es gehen. Die vermeintliche Pflichtaufgabe beim Bezirksligisten JFV Lohe/Bad Oeynhausen gestaltete sich für die A-Junioren von Rot-Weiß Ahlen schwieriger als gedacht. Durch ein 3:5 nach Elfmeterschießen muss der Westfalenligist bereits in der ersten Runde die Segel streichen. „Das ist natürlich ziemlich enttäuschend. Wir hatten es mit einem hochmotivierten, aggressiven Gegner zu tun, der sich hinten reingestellt und gut verschoben hat. Damit haben wir uns sehr schwergetan“, fasste Trainer Orhan Özkara zusammen. Die Führung der Rot-Weißen durch Michael Rzeha (25.) wurde von Luc-Simon Renne egalisiert (26.). RWA fand danach kaum Lösungen. Im Elfmeterschießen verschossen die Gäste dann zweimal, während der JFV fehlerfrei blieb. Trotz des Ausscheidens fällt das Hinrundenfazit positiv aus: „Der Saisonverlauf übertrifft meine Erwartungen. Wir haben nur ein, zwei Spieler, die im Sommer richtig Westfalenliga-Erfahrung aufweisen konnten und damit machen wir eine richtig gute Figur. Wir sind auf einem guten Weg.“

FC Frohlinde – RW Ahlen B1  0:5

Keine Blöße gaben sich die B-Junioren beim FC Frohlinde. Die Landesliga-Elf von Trainer Christopher Nilius gewann standesgemäß mit 5:0 beim Vierten der Kreisliga Herne. Begeisterung kam beim Coach aber nicht auf: „Es gab ein paar Phasen, in denen es mal ein bisschen kritischer wurde, aber wir haben es geschafft, jeweils zum richtigen Zeitpunkt zur Stelle zu sein. Das war ein relativ unaufgeregter Auftritt“, befand Nilius. Dank der Tore von Bertan Cakar (8.) und Hannes Wartala (26.) verlief die Begegnung schnell im Sinne der Ahlener. Cakar (44.), Sami Alayane (77.) und David Kessler (78.) machten es in der zweiten Hälfte deutlich. „Am Ende haben wir das Tempo noch mal angezogen und unseren Fußball gespielt. Damit konnten wir dann auch zufrieden sein“, so Nilius, dem die Entwicklung seines Teams gefällt: „Inzwischen haben wir die Neuen gut integriert. Die Tendenz ist gut, in den letzten Spielen haben wir unser Potenzial gezeigt. Es hätten noch ein paar Punkte mehr sein können, aber wir gehen guter Dinge in die Rückrunde.“

FC Preußen Espelkamp – RW Ahlen C1-Jugend  3:1

Auch für die rot-weißen C-Junioren ist die Reise im Westfalenpokal bereits zu Ende. Die Bezirksliga-Elf von Trainer Marcus Haupt unterlag beim Kreisligisten Preußen Espelkamp mit 1:3 – und das nicht mal unverdient. „Espelkamp war einfach viel galliger, viel lauffreudiger. Im Gegensatz zu uns haben die großen Willen gezeigt“, erkannte Haupt. Schon nach zehn Minuten ging seine Mannschaft in Rückstand. Alexander Struckmeier war nach einer Ecke für die Heimelf zur Stelle. „Da gehen wir nicht mal mit hoch zum Kopfball. Danach sind dann direkt wieder die Köpfe runtergegangen“, berichtete der Coach. Die Gäste bekamen prompt die Quittung: Lasse Fründ erhöhte auf 2:0 (17.), Levi Eichholz erzielte das dritte Tor (24.). „Das war insgesamt nichts. Leider hat die Einstellung überhaupt nicht gestimmt“, meinte Haupt, der in der 66. Minute zumindest noch den Ehrentreffer durch Cem Ilgün (66.) sah. Mit dem Pokal-Aus findet eine schwierige Hinrunde ihr bezeichnendes Ende. „Ich mache drei Kreuze, dass jetzt mal Pause ist und wir ein bisschen abschalten können. Mal zwei Wochen gar nichts mit Fußball zu tun haben, tut uns allen gut. Dann haben wir zur Rückrunde wieder richtig Bock und können uns auf den Klassenerhalt konzentrieren“, so Haupt.

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