Handball-Verbandsliga
Kopf ausschalten, einfach punkten: Ahlener SG will gegen Bochum-Riemke gleich nachlegen

Ahlen -

War das jetzt der benötigte Brustlöser? Man kann es den abstiegsbedrohten Verbandsliga-Handballern der Ahlener SG nur wünschen. Die haben gegen den OSC Dortmund einen Last-Minute-Sieg erzielt. Der wird aber erst so richtig wertvoll, wenn sie nun im direkten Abstiegsduell gegen Bochum-Riemke sofort nachlegen.

Donnerstag, 16.01.2020, 20:08 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 20:20 Uhr
Auch wenn es hier eher nach dem Gegenteil aussieht, hat sich die Ahlener SG 2 zuletzt nicht vom OSC Dortmund stoppen lassen. Der Sieg muss nun mit einem weiteren Erfolg gegen Bochum-Riemke veredelt werden.
Auch wenn es hier eher nach dem Gegenteil aussieht, hat sich die Ahlener SG 2 zuletzt nicht vom OSC Dortmund stoppen lassen. Der Sieg muss nun mit einem weiteren Erfolg gegen Bochum-Riemke veredelt werden. Foto: MARC KREISEL

War das jetzt der benötigte Brustlöser? Man kann es den weiterhin abstiegsbedrohten Verbandsliga-Handballern der Ahlener SG nur wünschen. Die haben in der vergangenen Woche mit dem 27:26-Erfolg über den OSC Dortmund einen Last-Minute-Sieg erzielt. Der wird für die Mannschaft von Uwe Bekston aber erst so richtig wertvoll, wenn sie nun im direkten Abstiegsduell gegen Bochum-Riemke sofort nachlegt.

Natürlich ist genau das das Ziel. „Wir sollten jetzt gar nicht zu sehr nachdenken über die nächsten Gegner oder unsere Situation, sondern einfach nur unsere Punkte sammeln“, sagt Uwe Bekston. Oder anders ausgedrückt: Ausnahmsweise hat der Trainer seiner ASG-Zweiten mal empfohlen, den Kopf nicht (zu sehr) zu benutzen, wenn sie am Samstag (19.15 Uhr) beim SV Teutonia auf der Platte steht. Eine Aufgabe zu zerdenken, kann eben manchmal sogar schaden.

Im direkten Duell könnte die ASG vorbeiziehen

„Deshalb will ich diesem Spiel eigentlich auch nicht zu viel Bedeutung beimessen“, sagt Bekston. Wobei er dafür seiner Truppe wohl gleich noch den Blick auf die Tabelle verbieten müsste. Denn rein objektiv betrachtet, lässt sich die Aufgabe nicht so richtig gut kleinreden. Der Tabellenvorletzte aus Ahlen hat durch den Sieg gegen Dortmund nun sieben Zähler auf dem Konto und sich somit bis auf einen an den Tabellenelften aus Bochum herangerobbt. Mit einem neuerlichen Erfolg zöge die Bekston-Sieben also vorbei. Bei einer Niederlage wären es wieder drei Punkte Rückstand auf den direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt.

Bochum-Riemke hat viel Umbruch hinter sich

Das Minimalziel muss also ein Unentschieden sein. Gerne darf es aber mehr werden. Da widerspricht auch Bekston nicht: „Wir wollen da zwei Punkte, ganz klar“, sagt er und verweist auf den wohl noch ziemlich langen Weg bis zum Klassenerhalt. Nach seiner Rechnung braucht es dafür nämlich mindestens 19 Zähler.

Der Gegner ist für den ASG-Coach schwer einzuschätzen, weil er in den vergangenen Jahren personelle Umbrüche vollzogen hat. „Seit zwei, drei Spielzeiten stehen sie immer unten drin, haben es aber auch immer wieder geschafft“, weiß Bekston um die große Erfahrung des Kontrahenten im Abstiegskampf.

Rekonvaleszenten überstehen ersten Einsatz gut

Die hat freilich auch seine Mannschaft mittlerweile – und zudem den Vorteil gegenüber der Situation von vor ein paar Wochen, dass sich das Lazarett langsam zu lichten scheint. Lukas Hinterding und Marvin Michalczik, zwei der Leistungsträger, sind wieder im Training und waren sogar gegen Dortmund schon wieder im Einsatz. Das zwar länger, als es Bekston eigentlich vorgehabt hatte. „Aber sie scheinen es ganz gut überstanden zu haben“, so der Trainer.

 

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