Fußball: Kreisliga-A-Rückblick
Lebenszeichen kurz vor der Winterpause: Aramäer hatten mit Verletzungspech zu kämpfen

Ahlen -

Lange Zeit sah es düster aus für die weitere Zukunft von Aramäer Ahlen in der Kreisliga A. Allerdings hat der Tabellenzehnte der Vorsaison zum Ende der ersten Halbserie noch ein deutliches Lebenszeichen gesendet und ist durch zwei Erfolge in Serie auf den vorletzten Tabellenplatz geklettert.

Dienstag, 21.01.2020, 07:03 Uhr aktualisiert: 21.01.2020, 16:42 Uhr
Zu selten hatten die Aramäer-Fußballer wie hier beim 5:1 über ASK Grund zur Freude.
Zu selten hatten die Aramäer-Fußballer wie hier beim 5:1 über ASK Grund zur Freude. Foto: Lars Gummich

Und das zum ersten Mal seit dem neunten Spieltag. Erst gewann die Truppe von Gabriel Cicek , David Sari und Heinz Schroth mit 4:2 gegen Ennigerloh 2, dann fertigte sie ASK Ahlen mit 5:1 ab. Das waren durchaus Ausrufezeichen. Zufrieden sind trotzdem aber weder die Verantwortlichen noch die Mannschaft. Denn eigentlich sollte die Spielzeit „ruhig und entspannt“ werden. So hatte es zumindest der mittlerweile zurückgetretene Übungsleiter Selim Smajkic zu Beginn der Saison formuliert. Stattdessen liegen unruhige Wochen hinter Aramäer Ahlen.

„Eigentlich wollten wir auf einen einstelligen Tabellenplatz kommen. Das Potenzial dafür ist auch da. Die Jungs können ja Fußball spielen, aber die vielen Verletzungen haben uns das Leben schwer gemacht“, nennt Schroth einen Grund für das schlechte Abschneiden. Dieses Problem habe sich durch die gesamte Hinrunde gezogen. „Den Ausfall von Leistungsträgern wie Stefan Wegmann, Senad Colic, Pascal Schomaker, Maik Fohrmann oder Philip Erlei konnten wir nicht kompensieren“, sagt er.

Besser hat es in den letzten drei Begegnungen ausgesehen, als sich aus dem Lazarett wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft formte, die sich gleich vernünftig bei der 0:2-Pleite gegen Wadersloh verkaufte und anschließend die besagten zwei Siege einfuhr. „Da hat man gesehen, dass wir gut aufgestellt sind, wenn wir komplett sind“, erklärt Schroth.

Ein weiterer Grund für ihn, warum es bei Aramäer nicht lief, war die mangelnde Physis. „Wir haben in der Vorbereitung nicht vernünftig gearbeitet. Taktikvorgaben konnten nicht umgesetzt werden und vielen Spielern fehlte die Fitness“, weiß der Co-Trainer. Für die Rückrunde wünscht er sich deshalb, dass seine Akteure die Prioritäten verstärkt auf das Training legen. „Wir müssen Ausdauer kriegen und danach unser Augenmerk auf die Defensivarbeit legen“, fordert Schroth. „Die fängt vorne an und geht nur mit der gesamten Mannschaft“, ergänzt er. Auch das Umschaltspiel müsse besser werden.

Der Vorbereitungsstart für die zweite Halbserie ist für Anfang Februar terminiert. Dann soll neben neuen Akteuren – Namen wollte Schroth noch nicht nennen – auch ein neuer Übungsleiter an Bord sein. Seit Anfang Dezember hatten Vorstandsmitglied Gabriel Cicek, Spieler David Sari und Schroth übergangsweise als Dreigestirn gecoacht. Zuvor kümmerte sich Schroth einige Wochen alleine um die Truppe, als Smajkic sich einen Riss in der Wadenmuskulatur zugezogen hatte, kaum stehen konnte und letzten Endes deswegen zurückgetreten war.

Schroth selbst macht als Co-Trainer bis zum Saisonende weiter. „Wenn ich eine Aufgabe übernehme, dann stecke ich auch viel Herzblut rein – und die Stimmung im Team ist top“, sagt er. Die Rückrunde kann für Aramäer nur besser werden.

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