Fußball-Kreisliga A Rückblick
„Wir sind ein eingeschworenes Team“: Suryoye Ahlen kämpft hoffnungsvoll gegen den Abstieg

Ahlen -

Als hätte man es als Neuling nicht schon schwer genug. . . Aufsteiger Suryoye ist in der Hinrunde der Kreisliga A auch noch vom Verletzungspech verfolgt worden. Trainer Dennis Tulgay glaubt, sein Team könnte gut und gerne doppelt so viele Punkte auf dem Konto haben.

Mittwoch, 22.01.2020, 17:52 Uhr aktualisiert: 23.01.2020, 12:14 Uhr
Kämpfen und beißen müssen die Fußballer von Suryoye Ahlen (hier in weiß) in ihrer ersten Spielzeit in der Kreisliga A. Zahlreiche Verletzungen machten die Sache für den Aufsteiger nicht einfacher.
Kämpfen und beißen müssen die Fußballer von Suryoye Ahlen (hier in weiß) in ihrer ersten Spielzeit in der Kreisliga A. Zahlreiche Verletzungen machten die Sache für den Aufsteiger nicht einfacher. Foto: Lars Gummich

Schnell raus aus der Abstiegszone und rein in eine entspannte Saison. Was sich Dennis Tulgay vor der ersten Saison in der Kreisliga A von Suryoye Ahlen für den Verlauf der Spielzeit gewünscht hatte, hat sich zumindest in der Hinrunde nicht erfüllt. Stattdessen plagten den Aufsteiger während der gesamten ersten Halbserie sehr große Verletzungssorgen. Das schlug sich natürlich auch in der Punkteausbeute nieder.

Die ist mit 14 Zählern aus 18 Partien eher mau ausgefallen. Dementsprechend rangiert SKS derzeit nur auf dem drittletzten Platz, hat aber noch zwei Zähler Abstand zum Vorletzten Aramäer Ahlen und fünf Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Ennigerloh 2.

Verletzungspech schweißt Team zusammen

„Mit der Gesamtsituation bin ich zufrieden. Monat für Monat und Woche für Woche haben uns zahlreiche Spieler gefehlt. Dadurch sind wir als Team zusammengerückt und haben Punkte geholt, mit denen keiner gerechnet hatte“, meint Tulgay. Dennoch ist sich der kickende Übungsleiter sicher: „Mit allen Akteuren hätten wir mindestens die doppelte Anzahl an Zählern gesammelt.“

Doch die teilweise schweren Verletzungen machten Sur­yoye einen Strich durch die Rechnung. Hinzu kam – laut Tulgay – ein oftmals zu hohes Strafmaß bei Foulspielen. „So wurden wir Stück für Stück auseinandergerissen“, erklärt er. „Mit der gleichen Truppe aufzulaufen, war kaum für mehrere Partien möglich.“

Aufsteiger überrascht teilweise mit starken Partien

Nichtsdestotrotz hat der Aufsteiger teilweise starke Begegnungen abgeliefert. Gleich das Eröffnungsspiel zum Saisonauftakt in Walstedde bleibt dem SKS-Trainer da gerne in Erinnerung, als sein Team in der Nachspielzeit den Vizemeister der Vorsaison mit 3:2 bezwang. „Das war ein geiles Spiel. Davor hatte jeder gedacht, dass wir eine Klatsche kriegen“, blickt Tulgay zurück. Ebenso sei für ihn der 1:0-Erfolg gegen Vorwärts Ahlen ein Highlight gewesen.

Defensive ist die große Baustelle

Für die Rückrunde äußert er den Wunsch, dass der Aufsteiger von weiterem Verletzungspech verschont bleibe. „Wenn einige Akteure zurückkommen, können wir gleich besser arbeiten“, erläutert er. In einigen Bereichen wie etwa der Defensive wird das für den Aufsteiger, der nicht sofort wieder runter in die Kreisliga B möchte, essenziell sein. Schließlich stellt SKS mit 55 Gegentoren nach Aramäer Ahlen (59) und Ennigerloh 2 (64) die drittschlechteste Verteidigung der Liga. „Das ist unsere größte Baustelle. Wir haben zu viele unnötige Gegentreffer kassiert“, weiß auch Tulgay.

Klassenerhalt ist weiter das oberste Ziel

Für die Rückrunde werde er für die Abwehr aber mit großer Wahrscheinlichkeit mit den wiedergenesenen Don Niketta und Niklas Woelk zwei zusätzliche Optionen hinzugewinnen. Und auf den Rest seiner Truppe kann er, wenn alle gesund bleiben, ohnehin zählen: „Wir sind ein eingeschworenes Team und werden alles dafür tun, nicht abzusteigen“, sagt er. Trainingsauftakt ist Ende Januar.

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