Leichtathletik: NRW-Hallenmeisterschaften in Dortmund
„Mit ihnen ist zu rechnen“: LG Ahlen zweimal auf dem Treppchen

Ahlen -

Bei den westfälischen Meisterschaften gaben sie schon eine starke Visitenkarte ab. Bei den NRW-Hallenmeisterschaften legten die Athleten der LG Ahlen nun nochmals nach. Ihre Topleistungen brachten ihnen zwei Medaillen ein.

Mittwoch, 29.01.2020, 16:00 Uhr
Konservierten ihre Topform von den westfälischen Meisterschaften auch bei den NRW-Hallenmeisterschaften: (von links) Nike Möllers, Jolina Heimann, Jan Wiese, Patricia Assmann und Betty Smit
Konservierten ihre Topform von den westfälischen Meisterschaften auch bei den NRW-Hallenmeisterschaften: (von links) Nike Möllers, Jolina Heimann, Jan Wiese, Patricia Assmann und Betty Smit Foto: LG Ahlen

Die Formkurve der Athleten der LG Ahlen steigt weiter an. Nach starken Leistungen und Achtungserfolgen bei den westfälischen Meisterschaften bewiesen sie sich auch auf der nächst höheren Ebene. Bei den NRW-Hallenmeisterschaften in Dortmund brillierten sie mit persönlichen Bestleistungen. Die Krönung waren am Ende ein Vizemeistertitel und ein überraschender Bronzeplatz.

In der Helmut-Körnig-Halle ging Weitspringer Jan Wiese mit den größten Titelambitionen an den Start. Erneut musste er es an gleicher Stelle mit Westfalenmeister Justin Brandt aufnehmen.

Duell reloaded

Gleich mit einem Satz auf glatte sechs Meter stieg der 16-Jährige in den Wettbewerb ein, bevor er mit 6,43 Metern im dritten Durchgang die Führung übernahm. Im fünften Versuch steigerte sich der Ahlener auf starke 6,53 Meter. Damit blieb er lediglich zwei Zentimeter unter seiner aktuellen Hallenbestmarke aus der Vorwoche.

Einmal mehr war es dann aber Justin Brandt, der konterte. Der ein Jahr ältere Athlet des SuS Enniger setzte 6,58 Meter in die Grube und bezwang Jan Wiese wie schon eine Woche zuvor bei den westfälischen Meisterschaften. Nichtsdestotrotz stellte Wiese als Vizemeister mit einer stabilen Serie von 6,00 Metern, 6,43 Metern, 6,41 Metern und 6,53 Metern seine aktuell starke konstante Form unter Beweis. Die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften, die in zwei Wochen in Neubrandenburg stattfinden, kommen für Wiese aber wohl noch zu früh. Mit einer Qualifizierungsnorm von sieben Metern ist der nationale Vergleich ohnehin primär für die Altersklasse U20 ausgelegt, der Wiese erst in zwei Jahren angehört.

Staffel stürmt aufs Podest

Über 60 Meter der weiblichen Jugend U18 schafften gleich zwei LG-Athletinnen den Einzug in die Endläufe. In ihren Vorläufen qualifizierten sich Nike Möllers und Jolina Heimann mit persönlicher Bestleistung von jeweils 8,09 Sekunden als Vierte. Die lang verletzte Möllers legte dann im Finale noch eine Schippe drauf. Mit 8,02 Sekunden kratzte sie an der Sieben-Sekunden-Marke und wurde beachtliche Neunte. Trainingskollegin Heimann sprintete derweil in 8,21 Sekunden auf den 16. Platz. „Wieder einmal stellen sie unter Beweis, dass jederzeit mit ihnen zu rechnen ist“, zeigte sich Trainer Mark Wiese beeindruckt.

Eine starke Teamleistung gab abschließend die 4x200m-Staffel ab. „Ich bin absolut begeistert vom Engagement unserer Athleten. Das macht einfach unheimlich viel Spaß“, so Wiese.

Im Vergleich zur Vorwoche verbesserten sich Patricia Aßmann, Betty Smit, Jolina Heimann und Nike Möllers um gleich drei Sekunden. Auf den vier Hallenrunden brachten die Athletinnen den Staffelstab nach 1:50,39 Minuten ins Ziel. Dabei ließen sie die Startgemeinschaft Regio Aachen, den LTV Lippstadt, die Startgemeinschaft Herford-Lippe sowie die Bielefelder TG hinter sich. Geschlagen geben mussten sie sich lediglich gegen die Staffeln der beiden Großvereine ART Düsseldorf und LG Brillux Münster, sodass die Ahlenerinnen am Ende überraschend auf dem dritten Platz landeten.

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