Fußball: Halbzeit-Staffeltag des Kreises Beckum
Rollentausch in der Winterpause: Erhard Richter zieht sich zurück

Ahlen -

Überraschendes Stühlerücken im Vorstand des Fußballkreises Beckum. Erhard Richter fungiert nicht länger als Staffelleiter der Kreisligen A und B. Doch ein Nachfolger steht schon parat – und auch dessen Nachfolger arbeitet sich bereits ins neue Aufgabengebiet ein.

Mittwoch, 29.01.2020, 11:24 Uhr
Setzen sich für ein friedliches Miteinander auf und neben dem Platz ein: (von links) Günter Pröpper, Martin Hanskötter, Simon Maack, Lukas Wickenkamp, Sascha Bork, Peter Wiethaup, Erhard Richter und Udo Zambo.
Setzen sich für ein friedliches Miteinander auf und neben dem Platz ein: (von links) Günter Pröpper, Martin Hanskötter, Simon Maack, Lukas Wickenkamp, Sascha Bork, Peter Wiethaup, Erhard Richter und Udo Zambo. Foto: Marc Kreisel

Der Halbzeitstaffeltag des Fußballkreises Beckum hielt eine Überraschung für die anwesenden Vereinsvertreter parat: Erhard Richter kündigte an, sein Amt als Staffelleiter der Kreisligen A und B ab der kommenden Saison zur Verfügung zu stellen.

„Ich habe jetzt 45 Jahre lang ein Ehrenamt ausgeführt. Es hat Spaß gemacht, aber nun sind mal andere dran“, sagte Richter. Sein Nachfolger wird Sascha Bork , der sich bereit erklärt hat, das Amt sofort zu übernehmen. Beide werden deshalb schon zur Rückrunde einen Tausch vornehmen. Ab sofort leitet Erhard Richter die Kreisliga C und Sascha Bork die Kreisligen A und B. Dessen Nachfolger wird zur neuen Saison Simon Maack (Vorwärts Ahlen). „Ich arbeite mich gerade schon ein, damit es im Sommer einen problemlosen Übergang gibt“, sagte Maack.

Dolberg verfährt nach Norweger Modell

Sascha Bork teilte in seinem (letzten) Bericht zur C-Liga derweil mit, dass alle Partien der Spielvereinigung Dolberg im Norweger Modell ausgetragen werden. „Es wird ausschließlich im Modus neun gegen neun gespielt“, so Bork. Sollte eine Mannschaft mit mehr als neun Spielern antreten, wird die Begegnung für Dolberg gewertet. Sehr positiv sei aufgefallen, dass die Flut an Roten Karten drastisch zurückgegangen sei.

Dagegen musste der Kreisvorsitzende Peter Wiethaup auf die ansteigende Gewalt auf den Fußballplätzen des Landes hinweisen. „Gerade hat es wieder ein B-Jugend-Spiel gegeben, in dem einige Spieler handgreiflich wurden und sogar Elternteile mitgemischt haben. Das können und werden wir so nicht hinnehmen“, so Wiethaup.

Neues Anti-Gewalt-Konzept

„Natürlich haben wir auf der letzten FLVW-Sitzung über die Gewaltszenen, die sich gerade in Ballungsgebieten häufen, gesprochen. Wir hier auf dem Land haben da doch noch etwas mehr Ruhe, doch auch hier gab es schon einige schlimme Vorfälle“, führte Wiethaup weiter aus. Der Verband hat reagiert und einen hauptamtlichen Mitarbeiter zur Gewaltprävention eingestellt, dazu wird der Ahlener Jurist Andree Kruphölter für den Verband ein Anti-Gewalt-Konzept erarbeiten. „Wir müssen dieses Thema in den Griff bekommen. Es sollten alle Vereinsvertreter ständig auf die Mannschaften einwirken“, betonte Wiethaup. Auch eine Weitergabe der Verbandsstrafe oder auch der Ausschluss von Spielern oder gar ganzer Mannschaften bei Wiederholungsfällen sollte aus seiner Sicht im Sinne der Vereine sein. Dass es im Kreis immer weniger Schiedsrichter gibt, kam beim Staffeltag ebenfalls zur Sprache. „Ohne Schiedsrichter geht es nun mal nicht“, stellte der Kreisvorstand fest und bat alle Vereine potenzielle Unparteiische zu unterstützen und für die Ausbildungslehrgänge anzumelden.

Künftig werden obendrein die Auslosung zum Kreispokal und der Staffeltag auf Wunsch der Vereine in zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen an einem Tag stattfinden.

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