Handball: Frauen-Landesliga
Mit Amnesie ins Endspiel: Ahlener SG beim Spitzenreiter VfL Sassenberg

Ahlen -

Ausgerechnet vor dem als Endspiel um die Meisterschaft gegen den VfL Sassenberg hätten die ASG-Handballerinnen fast gepatzt. Die desolate Schlussphase gegen Recke will Trainer Uwe Landau nun aber beiseite schieben. Er freut sich auf das mutmaßliche Highlight der Saison.

Freitag, 07.02.2020, 11:10 Uhr
Können Sie
Können Sie Foto: Lars Gummich

Besser wäre es ja, wenn Uwe Landau Recht hätte. „Die meisten wissen gar nicht mehr, dass wir da überhaupt gespielt haben“, behauptet der ASG-Trainer lachend. Seine Landesliga-Handballerinnen hatten vor zwei Wochen beim Tabellenletzten TuS Recke nur mit 19:18 gewonnen. Nach einer 19:12-Führung eine Viertelstunde vor Schluss ging bei den Ahlenerinnen gar nichts mehr. Dementsprechend geschockt waren sie über sich selbst. Doch dieser Einbruch ist nun vergessen – so hat es Landau jedenfalls verordnet.

ASG steht im „Endspiel“ um die Meisterschaft

„Das Spiel war schlecht, aber wir haben gewonnen. Mehr interessiert uns jetzt gar nicht mehr“, sagt der Coach. Der Blick richtet sich bei ihm und seiner Mannschaft stattdessen „in freudiger Erwartung“ ganz auf den Samstagabend (18 Uhr) und das lang ersehnte Topspiel beim ungeschlagenen Landesliga-Primus VfL Sassenberg. „Wir wollten dieses Endspiel. Nun haben wir es. Das ist doch sensationell“, findet Landau, dem man die Vorfreude abnimmt.

VfL Sassenberg kann fast schon alles klarmachen

Im Duell des Ersten gegen den Zweiten können die Gastgeberinnen (26:0 Punkte) den entscheidenden Schritt auf dem Weg zum Aufstieg machen. Und die ASG (22:4) könnte mit einem Sieg zumindest noch ein bisschen Spannung ins Meisterschaftsrennen bringen. „Die Sassenbergerinnen verlieren danach ohnehin kein Spiel mehr. Da können sie ruhig gegen uns verlieren“, frotzelt Landau. Denn dass sein Nachfolger als VfL-Trainer, Daniel Haßmann, mit seinem Team nach mehreren knapp gescheiterten Anläufen in dieser Saison endlich Meister wird, daran hat Landau keinen Zweifel. „Und das gönne ich ihm auch mehr als sonst wem. Er ist ein ganz feiner Kerl und seine Mädels machen das wirklich gut“, so der ASG-Coach.

Landau will mit viel Spaß in die Begegnung gehen (und wieder rauskommen)

Nur muss das ja eben nicht heißen, dass Haßmann und Co. auch das Rückspiel der beiden derzeit besten Landesliga-Teams gewinnen. „Wenn wir über 60 Minuten 100 Prozent auf die Platte bringen, wird es Sassenberg schwer haben. Wenn nicht, spielen sie mit uns Katz und Maus“, glaubt Landau. „Wir wollen das Spiel aber in erster Linie genießen – mit ganz viel Spaß dahin fahren und am liebsten auch mit ganz viel Spaß zurück.“

Die Spitzenbegegnung wird von den Gastgeberinnen würdig inszeniert – mit Moderator, Einlauf und Stimmung in der Hütte. „Das wird ein ganz tolles Erlebnis für die Mädels“, glaubt Landau. „Da ist mir das Ergebnis fast egal.“

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