Fußball: Oberliga Westfalen
Das böse Wort mit A? Arbeit! – RWA startet gegen TuS Ennepetal

Ahlen -

Vom möglichen Aufstieg will er noch nichts hören. Viel zu früh sei es für das Thema, findet Christian Britscho und pariert geschickt jede Nachfrage. Viel lieber parliert der Trainer von Rot-Weiß Ahlen vor dem ersten Oberliga-Pflichtspiel nach der Winterpause über die optimal gelaufene Vorbereitung und die Neuzugänge.

Freitag, 07.02.2020, 17:00 Uhr
Ein mutmaßlich intensives Spiel steht Bennet Eickhoff (l.) und Rot-Weiß Ahlen in der ersten Oberliga-Partie nach der Winterpause bevor. Gegner ist der TuS Ennepetal.
Ein mutmaßlich intensives Spiel steht Bennet Eickhoff (l.) und Rot-Weiß Ahlen in der ersten Oberliga-Partie nach der Winterpause bevor. Gegner ist der TuS Ennepetal. Foto: Marc Kreisel

Wer als Fußballer keine Bälle zurückspielen kann, hat auf dem Platz nichts zu suchen. Christian Britscho hat damit keine Probleme – schon gar nicht verbal. Das hat er im Vorfeld des ersten Pflichtspiels nach der Winterpause gekonnt unter Beweis gestellt.

Am Sonntag wird es für seine Oberliga-Truppe gegen den TuS Ennepetal wieder ernst. Nach einer starken Hinrunde mit Platz drei (und das bei einer absolvierten Partie weniger), einer offenbar top gelaufenen Vorbereitung und etlichen Nachverpflichtungen im Winter interessiert Beobachter naturgemäß nicht nur, wie die Rot-Weißen gegen den Tabellenelften aus den Startlöchern kommen. Sie wollen vor allem wissen, wie es Rot-Weiß Ahlen mit dem bösen Wort mit A am Anfang hält: dem möglichen Aufstieg.

Britscho: „Ich werde mich jetzt nicht hinstellen und Parolen ausgeben.“

Britscho hat die Frage wahrscheinlich schon kommen sehen und pariert humorvoll: „Ein Wort mit A? Arbeit! Ja klar, davon haben wir jede Menge vor uns“, sagt er und freut sich über den gelungenen Rückpass. Verständnis für die Frage habe er ja, gibt Britscho zu verstehen. „Aber ich werde mich jetzt nicht hinstellen und Parolen ausgeben. Wir wollen ähnlich erfolgreich sein wie in der Hinrunde, und dann schauen wir mal, was das Wert ist. Sich irgendwelchen Hirngespinsten nach 16 von 34 Spieltagen hinzugeben, macht keinen Sinn.“ Das Thema Aufstieg ist also bei RWA derzeit gar keines.

Starke Neuzugänge sollen Kader noch variabler machen

Wobei der Verein in der Winterpause und der Vorbereitung viel dafür getan hat, dass sich das ändern könnte. Die Abgänge von Robin Glinka und Marko Onucka wurden mit den Verpflichtungen von Stürmer Marcel Todte, der beiden Lippstädter Mittelfeldspieler Francesco di Pierro und Yasin Altun sowie des schon länger mittrainierenden Torhüters Tolunay Isik kompensiert. Und Britscho ist damit alles andere als unzufrieden: „Die Neuzugängen helfen uns in der Spitze und in der Breite. Es hat dadurch noch einmal einen Ruck gegeben und wir haben noch mehr Variabilität auf dem Platz“, sagt der RWA-Coach.

Vorbereitung nahezu optimal gelaufen

Beim Thema Vorbereitung gerät der fast ins Schwärmen: „Sehr“ zufrieden sei er. „Die Jungs haben alle Punkte gut abgearbeitet, sind wirklich topfit. Ich will nicht in Euphorie verfallen, aber besser hätte die Vorbereitung kaum laufen können.“

Ausfälle gab es nur wenige: Ismail Budak hatte zuletzt mit einer Verletzung am Meniskusansatz zu kämpfen und musste zweieinhalb Wochen pausieren, ist deshalb naturgemäß noch nicht wieder bei 100 Prozent. Niklas Frede nimmt sich derweil eine Fußball-Pause und weilt in Thailand.

Lukas Berger wird derweil wegen Pfeifferschem Drüsenfieber längerfristig ausfallen. „Seine Gesundheit ist das Allerwichtigste. Ich habe ihm gesagt, er soll sich alle Zeit der Welt nehmen: Sobald er fit ist, findet er schnell wieder den Anschluss“, so Britscho.

Britscho erwartet Abnutzungskampf gegen TuS Ennepetal

Bleibt noch die Frage, was das alles für das Spiel gegen den TuS Ennepetal bedeutet. „Mutmaßlich wird das ein sehr intensives“, glaubt Ahlens Trainer. „Sie kommen meist gut aus einer Pause. Ich erwarte deshalb einen Abnutzungskampf. Aber einen, den wir bestehen können.“ Eines ist ohnehin klar: Auch wenn ein Wort mit A am Anfang derzeit auf dem Index steht, wird eines mit V bei Britscho und Co. ganz groß geschrieben. Und das heißt Vorfreude.

  

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