Handball: 3. Liga Nord-West
Mit „Jetzt erst recht“ ins Abstiegsduell: Ahlener SG empfängt SG Menden

Ahlen -

Mehr Spannung geht kaum. Am Freitagabend treffen in der Friedrich-Ebert-Halle zwei Teams aufeinander, die im bisherigen Saisonverlauf nicht eben vom Glück verfolgt wurden. Vor allem die Hausherren dürfen das direkte Duell nicht verlieren, wollen sie im Abstiegskampf nicht noch mehr ins Hintertreffen geraten.

Donnerstag, 13.02.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 12:30 Uhr
Luca Sackmann – hier gegen den Wilhelmshavener HV – hat zuletzt bei GWD Minden 2 ein gutes Spiel gemacht. Punkte gab es für die ASG dennoch keine. Die müssen die Drittliga-Handballer n
Luca Sackmann – hier gegen den Wilhelmshavener HV – hat zuletzt bei GWD Minden 2 ein gutes Spiel gemacht. Punkte gab es für die ASG dennoch keine. Die müssen die Drittliga-Handballer n Foto: R. Penno

Wem jetzt nicht der Blutdruck steigt, der hat wohl generell kein großes Interesse am Ahlener Handball-Sport oder speziell an der 3. Liga Nord-West. Denn das heißeste Duell des Wochenendes findet eindeutig am Freitagabend (20 Uhr) in der Friedrich-Ebert-Halle statt. Vorletzter gegen Drittletzter, Ahlener SG gegen die SG Menden oder ganz kurz: Abstiegskampf pur.

Wer dieses direkte Duell gewinnt, hat vor allem einen psychologischen Vorteil, aber auch den ganz handfesten, in der Tabelle über dem anderen zu stehen. Die Hausherren mit derzeit nur sieben Punkten auf dem Konto könnten sich knapp vor die Mendener schieben. Die Gäste wiederum (acht Punkte) hätten bei einem Erfolg in Ahlen drei Zähler zwischen sich und den ärgsten Verfolger gebracht. Und das wäre schon eine Menge Holz.

Sascha Bertow und seine Truppe dürfen also noch ein bisschen mehr nicht verlieren als die Sauerland-Wölfe. Vom Stichwort „Abstiegsendspiel“ hält der ASG-Trainer dennoch nicht allzu viel: „Wir haben eigentlich nur noch Endspiele“, sagt er mit Blick auf den langen Weg zum erhofften Klassenerhalt und hat damit natürlich nicht ganz unrecht.

Taktiktraining wegen Neuzugang David Denert

Für den Endspurt der Saison haben die Ahlener kürzlich David Denert von den insolventen Rhein Vikings verpflichtet. Der ist vergangenen Samstag bei GWD Minden 2 sofort ins kalte Wasser geworfen worden, nachdem David Wienceck mit einem ausgekugelten Daumen früh raus musste. „Er hat seine Sache sehr ordentlich gemacht, aber natürlich darf man nach einer Woche keine Wunderdinge erwarten“, sagte ASG-Coach Sascha Bertow über den ersten Auftritt seines Neuen.

Denerts erst kurze Zeit in Ahlen ist auch der Grund, warum das Training etwas umgestellt wurde. „Eigentlich wird zu diesem Zeitpunkt der Saison weniger Mannschaftstaktisches gemacht“, sagt Bertow. „Aber natürlich machen wir das jetzt, damit er reinkommt.“

Bertow stellt keinerlei Resignation fest

Ansonsten ist die Sorge von Ahlens Trainer weniger Taktik und Fitness seiner Spieler als vielmehr der Kopf. Deshalb werde in den Übungseinheiten viel für das Selbstbewusstsein der Akteure getan. Die Stimmung nach der jüngsten Auswärtsniederlage in Minden beschreibt Bertow so: „Die Mannschaft ist natürlich enttäuscht – keine Frage. Sie arbeitet jede Woche hart im Training. Und trotzdem sind es immer Nuancen, die fehlen. Aber bei keinem geht der Kopf runter. Im Gegenteil: Die Stimmung ist eher ,jetzt erst recht‘. Wir wollen das unbedingt schaffen, so der Coach. Der Startschuss dafür soll gegen Menden fallen.

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