Handball: Bezirksliga
Kein Angriff der Klonkrieger – SVE Dolberg blamiert sich beim VfL Brambauer

Dolberg -

Andreas Schwartz hat kein gutes Haar am Auftritt seiner Mannschaft in Brambauer gelassen. Zwar hielt sich die Niederlage mit nur einem Tor Unterschied sogar noch in Grenzen. Aber selbst das passte dem Trainer der Dolberger Bezirksliga-Handballer nicht wirklich. Lieber wäre ihm ein richtiger Denkzettel gewesen.

Sonntag, 16.02.2020, 18:06 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 16:21 Uhr
Zum Weggucken: SVE-Coach Andreas Schwartz fand am Auftritt seiner Mannschaft in Brambauer nichts Lobenswertes.
Zum Weggucken: SVE-Coach Andreas Schwartz fand am Auftritt seiner Mannschaft in Brambauer nichts Lobenswertes. Foto: Lars Gummich

Harte Wahrheiten, gelassen ausgesprochen: Andreas Schwartz ließ nach dem Debakel der Dolberger Handballer beim Abstiegskandidaten VfL Brambauer kein gutes Haar am Auftritt seines Teams. Das müsse durch schlechte Klone ersetzt worden sein, mutmaßte er nach der noch viel zu glimpflichen 23:24-Pleite.

Denn was die Eintracht – immerhin Tabellenzweiter der Bezirksliga – da in Brambauer ablieferte, hatte seiner Meinung nach nichts, aber auch gar nichts mit dem zu tun, was die Dolberger nur eine Woche zuvor beim starken Auftritt gegen Soest gezeigt hatten. „Die Jungs haben ihre Doubles geschickt, während sie selbst noch in der Kneipe saßen“, witzelte Schwartz mit Galgenhumor. „Auf dem Feld haben Klone gestanden, die nur so aussahen wie meine Spieler. Sonst ist das nicht zu erklären.“

„Für solche Spiele sind die Worte Katastrophe und Debakel erfunden worden.“

Anders als in Episode zwei der Star-Wars-Saga – Angriff der Klonkrieger – handelte es sich bei den Dolbergern aber wohl weder um gute Kopien, noch um welche, die zum Angriff bereit waren. Und genau davor hatte Schwartz ja im Vorfeld gewarnt. „Wenn man mit nur 70 Prozent Einsatz und an einem bescheidenen Tag auf einen Gegner trifft, der mit dem Rücken zur Wand steht und alles rein wirft, dann kann genau das passieren“, so Schwartz. „Das haben die Brambauer ganz toll gemacht! Wir haben dagegen gespielt wie ein Absteiger. Das war die mit Abstand schlechteste Leistung, seit ich Trainer in Dolberg bin“, fand Schwartz. „Für solche Spiele sind die Worte Katastrophe und Debakel erfunden worden.“

Für einen richtigen Denkzettel war die Niederlage noch zu knapp

Zur Pause hatte der SVE zwar noch mit 14:13 vornegelegen, lief in Hälfte zwei aber die meiste Zeit einem knappen Rückstand hinterher, der bis zum Schluss nicht zu drehen war. „Allein dass wir in den letzten drei Minuten kein Tor geworfen haben, zeigt das Totalversagen im Angriff“, so Schwartz. Die einzige Ausrede, die er (vielleicht) gelten lassen wollte, war die Unerfahrenheit seiner Mannschaft: „Die jungen Bengels sagen bei so einem Gegner: Klar, Trainer, erzähl mal. . . Vielleicht war es deshalb ganz gut, dass sie diese Erfahrung jetzt mal gemacht haben.“ Damit die Lektion auch wirklich sitzt, hätte sich der SVE-Coach aber fast eine noch höhere Niederlage gewünscht.

SVE Dolberg:Mächling, Muer – Krabus (7/3), Heising (2), Schlieper (2), Schröer (1), Griese, Johannwiemann (2), Lodenkemper (4), Westhues (5), Lauf, Rödelbronn.

SVE Dolberg:
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