Fußball: Oberliga Westfalen
Kollektive Empfehlung für die Startelf: RW Ahlen heiß aufs Spiel bei Preußen Münster 2

Ahlen -

Die Winterpause war um zwei Wochen länger als erhofft. Nun hoffen sie bei RW Ahlen am Sonntag bei Preußen Münsters U23 endlich wieder loslegen zu können. Trainer Christian Britscho könnte die Startelf glatt verdoppeln, wenn es die Regularien zuließen.

Freitag, 21.02.2020, 16:00 Uhr
Sie sind bereit für neue Taten: (v.l.) Luca Steinfeldt, Enes Güney und Pascal
Sie sind bereit für neue Taten: (v.l.) Luca Steinfeldt, Enes Güney und Pascal Foto: Marc Kreisel

Es folgt ein Gedankenspiel. Nur mal angenommen, Rot-Weiß Ahlen macht in den nächsten Wochen so weiter wie im ersten Teil der Saison. Und nur mal angenommen, Preußen Münster macht in den nächsten Wochen ebenfalls so weiter wie zuletzt. Dann treffen der Noch-Drittligist und der Noch-Oberligist womöglich in der nächsten Saison in der Regionalliga aufeinander.

Zwischen Traum und Horror-Szenario

Was für die einen ein Traum und für die anderen ein Horror-Szenario wäre, ist so weit nicht weg von der Wirklichkeit. Vorerst aber bekommt es RWA am Sonntag mit der U23 des SC Preußen zu tun. Nach zwei Spielabsagen gegen den TuS Ennepetal und Westfalia Rhynern hoffen sie an der August-Kirchner-Straße, dass es nun endlich wieder losgehen möge. Die Männer von Christian Britscho scharren mit den Hufen und der Trainer ist nur allzu gewillt, sie von der Leine zu lassen.

Trotz der unfreiwilligen Verlängerung der Wintervorbereitung sei es seinen Spielern gelungen, die Spannung dauerhaft hochzuhalten. „Meine Mannschaft verfügt über eine sehr hohe Eigenmotivation. Es ist auch für mich als Trainer spannend, das zu beobachten. Die Jungs haben trotz der beiden Spielausfälle weiter durchgezogen. Das gibt mir ein gutes Gefühl, dass wir in Münster auf den Punkt da sein werden“, sagt Christian Britscho.

Hohe Wahrscheinlichkeit für schönes Spiel

Die Preußen sind der einzige Gegner, mit dem sein Team in der laufenden Spielzeit noch nicht die Klingen gekreuzt hat. Trotzdem weiß der RWA-Coach, was auf seine Elf zukommt. „Münster verfügt über ein sehr spielstarkes, technisch versiertes Team. Das heißt, wir müssen strukturiert vorgehen, in den Zweikämpfen sehr präsent sein und dürfen uns nur wenige Fehler erlauben“, so Britscho. Dass seine eigene Elf ein ähnliches Profil aufweist, „erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass es ein schönes, sehr offensiv geführtes Spiel wird“.

Eines, das unter Sicherheitsauflagen im Preußenstadion an der Hammer Straße stattfinden wird, da aufgrund der Fan-Rivalität Ausschreitungen wie in der Vergangenheit nicht auszuschließen sind.

Neun Ahlener haben den Adler getragen

Für gleich neun Ahlener Spieler ist es am Sonntag zudem eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Stephan Tantow, Giuliano Nieddu, Luca Steinfeldt, Stefan Kaldewey, Marcel Todte, Ismail Budak, Timon Schmitz, Yasin Altun und Bennet Eickhoff – sie alle trugen früher den Adler auf der Brust. Mal vom verletzten Tantow abgesehen, ist jeder heiß darauf, gegen den Ex-Club auf dem Platz zu stehen. Rion Latifaj hat nach starker Vorbereitung „an der Startelf gekratzt“ (Britscho), fällt nun aber wegen eines Syndesmosebandrisses wochenlang aus.

Und auch Lukas Berger setzt vorerst noch aus. Er hatte beim Training über Kreislaufprobleme geklagt. Ein Blutbild soll Aufschluss darüber geben, ob es sich um mögliche Nachwirkungen seines (eigentlich) überstandenen Pfeifferschen Drüsenfiebers handelt. „Alle anderen können sich berechtigte Hoffnungen auf die Startelf am Sonntag machen – mehr kannst du dir als Trainer nicht wünschen“, bekennt Christian Britscho. Vielleicht noch dies: den eigenen Aufstieg. Aber das ist ein Gedankenspiel.

 

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