Fußball: Oberliga Westfalen
Ziemlich kalte Dusche: RW Ahlen kassiert drei Tore in 13 Minuten

Ahlen -

Hätte alles so schön werden können: Nach einer anscheinend top gelaufenen Vorbereitung sollte es gegen den 1. FC Kaan-Marienborn ans Versilbern gehen. Doch statt sich im Erfolg zu sonnen, standen die Oberliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen am Ende eher wie die begossenen Pudel da. Die Gäste hatten ihnen in einer verrückten Viertelstunde eine kalte Dusche verpasst.

Sonntag, 01.03.2020, 18:22 Uhr aktualisiert: 01.03.2020, 20:14 Uhr
Da braucht es eigentlich keine Worte: Bennet Eickhoff und die Oberliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen konnten kaum fassen, dass sie mit 0:3 gegen Kaan-Marienborn verloren hatten.
Da braucht es eigentlich keine Worte: Bennet Eickhoff und die Oberliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen konnten kaum fassen, dass sie mit 0:3 gegen Kaan-Marienborn verloren hatten. Foto: Michael Bieckmann

Nach der klafften Wunsch und Wirklichkeit himmelweit auseinander. Zu holen war ohnehin nichts mehr. Und am Ergebnis änderte sich auch nichts. 0:3 (0:0) unterlagen die Rot-Weißen am Sonntag. Die Gäste, bis dahin eigentlich ebenso wenig durchschlagskräftig wie die Ahlener, brauchten nach Wiederanpfiff nur 13 Minuten, um die Partie zu entscheiden.

Handelfmeter, Einzelaktion, Traumpass - und schon steht‘s 0:3

Den Anfang machte Semih Yigit in der 48. Minute, der einen umstrittenen Handelfmeter zur Führung nutzte. Zuvor war Ahlens Bennet Eickhoff von Lukas Duda aus nächster Nähe angeschossen worden. Das war mindestens diskussionsbedürftig, für Schiedsrichter Florian Exner, der zugegebenermaßen gut gestanden hatte, war die Sache dagegen klar: Er zeigte auf den Punkt.

Ohnehin nichts zu diskutieren gab es an den folgenden Treffern. Das 0:2 erzielte Daniel Waldrich nach schöner Einzelaktion mit einem trockenen Schuss von der Strafraumgrenze (58.). Keeper Bernd Schipmann , der die Ahlener kurz vor der Pause noch mit einer Glanztat gegen eben diesen Waldrich vor dem Rückstand bewahrt hatte, bekam dieses Mal nur noch die Finger dran.

Vier Minuten später war die Partie entschieden: Ein langer Diagonalball fast von der Mittellinie (auch der von Waldrich) landete bei Dawid Krieger, der einfach reinrutschte und optimal traf – das 0:3. Da guckten nicht nur das Publikum, sondern auch die Ahlener Spieler ziemlich verdutzt aus der Wäsche.

Fußball-Oberliga: Rot-Weiß Ahlen - 1. FC Kaan-Marienborn

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  • RW Ahlen - 1. FC Kaan-Marienborn 2019/2020 Oberliga Westfalen 01.03.2020 Fotograf: Michael Bieckmann

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    Foto: Michael Bieckmann

Britscho stellt sich vor die Mannschaft

„Das fühlt sich natürlich sch. . .  an“, gab Pascal Schmidt hinterher zu Protokoll. „Es ist schon hart, wenn man in nicht mal 15 Minuten drei Dinger kriegt. Da fragt man sich: Was ist denn hier los?“

Eine richtig überzeugende Erklärung, was da los war, hatte auch Christian Britscho nicht anzubieten. Er stellte sich aber gleich vor seine Mannschaft. „Ich habe den Jungs gesagt, dass das wahrscheinlich die Trainerdiskussion diese Woche war. Das nehme ich auf meine Kappe“, sagte er. „Wir haben uns natürlich eine komplett andere Hälfte vorgenommen, als wir abgeliefert haben“, ergänzte der RWA-Trainer. „Wir haben es nicht verstanden, die Balance zu halten. Das war heute absolut keine gute Leistung.“

Gute Ansätze, aber zu wenige gute Chancen

Das galt sicher für Hälfte zwei, für den Durchgang vor der Pause dagegen nur in Teilen. Da hatten die Ahlener einen ordentlichen Start hingelegt, demonstrierten durchaus Spielfreude und gutes Pressing. Allein, im entscheidenden Drittel des Platzes kam nicht viel zusammen. Echte Möglichkeiten waren zunächst an einer Hand abzuzählen – für beide Teams zusammen.

Schnitzer sorgen für die größte Gefahr

Für die besten hatten nach einer halben Stunde zwei gröbere Schnitzer gesorgt. Den Anfang machte auf Ahlener Seite Schlussmann Bernd Schipmann, der einen langen Rückpass nicht zu stoppen bekam und den Ball in höchster Bedrängnis vor dem heranstürmenden Dawid Waldrich doch noch klärte. Auf der anderen Seite missglückte Stefano Fragapano eine Seitenverlagerung völlig. Er spielte Ahlens Neuzugang Phillip Aboagye genau in den Fuß, der nomineller Rechtsverteidiger ist, aber als flinker Flügelspieler zum Einsatz kam und andeutete, was von ihm zu erwarten sein könnte. Den entscheidenden Pass in dieser Szene aber brachte auch er nicht an den Mann.

Ein verzogener Schuss von Pascal Schmidt im Strafraum und dann noch der Kopfball von Waldrich, den Schipmann so bravourös gehalten hatte – das war es aus Hälfte eins. Das kurz darauf drei Tore fallen würden, hatte sich also nicht angekündigt.

Am Schluss geht nicht mal der Elfmeter rein

Nach denen hatte Kaan-Marienborn durchaus noch die Möglichkeit zu erhöhen. Keine dieser Chancen war aber so gut wie der Foulelfmeter, zu dem Ahlens Timon Schmitz in der Nachspielzeit nach Foul an Roman Zengin antrat. Julian Bibleka hatte allerdings auf die passende Ecke spekuliert und hielt. Irgendwie passte das aber ganz zu einem gebrauchten Nachmittag für RWA.

Statistik

RWA: Schipmann – Eickhoff, Lindner (65. Todte), Höveler, Schurig – Kaldewey (65. Altun), Schmitz – Aboagye (59. Zengin), Schmidt (77. Mai), Pihl – Steinfeldt.

Kaan-Marienborn: Bibleka – Fragapane, Yigit, Schneider, Tomas – Biskup, Scheld – Waldrich (90. Schneider), Duda (70. Burk), Ofosu-Ayeh (80. Tsuda) – Krieger.

Gelbe Karten: Höveler, Waldrich, Eickhoff, Schurig

Tore: 0:1 (HE, 48.) Yigit, 0:2 (58.) Waldrich, 0:3 (61.) Krieger

Zuschauer: 376

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