Verbandsliga: Herren-Verbandsliga
Nach Remis in Siegen – Uwe Bekston schimpft: „Das war eine bodenlose Frechheit“

Ahlen -

Uwe Bekston war sauer, mächtig sauer. Dass seine Mannschaft nur unentschieden beim Tabellenletzten gespielt hatte, frustrierte den Trainer der ASG-Zweiten. Mehr noch aber brachten ihn die Schiedsrichter auf die Palme.

Sonntag, 01.03.2020, 19:12 Uhr aktualisiert: 02.03.2020, 13:42 Uhr
War bedient: Uwe Bekston.
War bedient: Uwe Bekston. Foto: Lars Gummich

Die Abstiegssorgen bei den Ahlener Verbandsliga-Handballern sind zumindest nicht kleiner geworden. Beim Tabellenletzten RSVE Siegen fuhr die Mannschaft von Uwe Bekston nämlich nicht den erhofften (und dringend benötigten) Sieg ein, sondern ließ einen Punkt liegen.

24:24 hieß es am Ende. 20 Sekunden vor Schluss hatten die Gäste aus Ahlen nämlich noch den Ausgleich per Siebenmeter hinnehmen müssen. Das tat natürlich richtig weh, war aber angesichts des Spielverlaufs nicht unverdient. Denn tatsächlich hatte es die ASG-Zweite erst in der 46. Minute beim Stand von 19:18 zu ihrer ersten Führung gebracht. Vor und nach der Pause lag sie mehrfach mit drei Treffern zurück. So etwa beim 7:10 (23. Minute) und beim 10:13 (35.).

Einseitigkeit und Überforderung

Somit war das Remis auf eine Art ein Punktgewinn. Trainer Uwe Bekston neigte aber dennoch zur umgedrehten Sichtweise. „Wir haben ganz klar einen Punkt verloren“, sagte er. Und diesen Punktverlust empfand er nicht nur wegen der allgemeinen Situation als bitter, sondern vor allem weil er dafür die Schiedsrichter verantwortlich machte, denen er Einseitigkeit und Überforderung vorwarf.

Die Fehler seiner Mannschaft ließ er dabei nicht unerwähnt. Die habe sechs Hundertprozentige nicht verwandelt und in der Schlussphase zwei unnötige Ballverluste fabriziert, die ebenfalls dafür sorgten, dass es nicht zu mehr reichte. Die Zornesröte trieb Bekston aber vor allem die seiner Ansicht nach „unterirdische“ Leistung der Unparteiischen ins Gesicht. „Das war eine bodenlose Frechheit“, bemängelte er.

Schwache Argumentation?

Das „sehr junge“ Gespann kenne offenbar überhaupt kein Stürmerfoul und habe die ASG auch auf der anderen Seite des Feldes massiv benachteiligt. Allein fünf klare Siebenmeter seien seiner Mannschaft verweigert worden. „Da waren meine Jungs frei durch. Es gibt sogar zwei Minuten gegen Siegen, aber dann nur Freiwurf. Wie man das argumentativ rechtfertigen will, ist mir schleierhaft“, schimpfte Bekston. „Deren Entscheidungen haben leider nur uns benachteiligt. Generell finde ich: So junge Leute in einem so wichtigen Abstiegsduell einzusetzen, geht gar nicht. Die müssen ihre Erfahrungen machen, wenn es um die goldene Ananas geht, aber bestimmt nicht in so einem Spiel.“

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