Fußball: Jugend-Westfalenliga
Selbst den Sieg verbockt: RW Ahlen spielt nur Remis gegen Gievenbeck

Ahlen -

Eigentlich bevorzugt wohl jeder Trainer das schöne Spiel. Manchmal ist es aber eben besser, dreckig zu gewinnen. Diese Erfahrung machten am Wochenende Orhan Özkara und die A-Jugend von Rot-Weiß Ahlen. Gegen den 1. FC Gievenbeck verschenkten die Gastgeber zwei Minuten vor dem Ende noch den Sieg.

Montag, 02.03.2020, 13:42 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 15:46 Uhr
RW Ahlens A-Junioren mussten sich gegen Gievenbeck mit einem Unentschieden begnügen. Das hatten sie sich angesichts zahlreicher vergebener Chancen selbst zuzuschreiben.
RW Ahlens A-Junioren mussten sich gegen Gievenbeck mit einem Unentschieden begnügen. Das hatten sie sich angesichts zahlreicher vergebener Chancen selbst zuzuschreiben. Foto: Marc Kreisel

Eigentlich braucht es keine weiteren Beweise mehr dafür, wie schnell die Gefühlslage im Fußball umschlagen kann. Die 88. Minute des Aufeinandertreffens zwischen den A-Junioren von Rot-Weiß Ahlen und dem 1. FC Gievenbeck stellte aber wieder ein Paradebeispiel dafür dar.

Beim Stand von 1:0 entschieden sich die Rot-Weißen dafür, eine Situation im Zentrum nicht resolut zu klären, sondern versuchten sie spielerisch zu lösen. Der Ball landete beim Gegner und nach einem für die Ahlener unglücklichen Pressschlag markierte Peter Stüve den späten 1:1-Ausgleich. Statt Erleichterung über einen knappen Sieg ärgerten sich die Ahlener über zwei verschenkte Punkte.

Özkara bemängelt Schönspielerei

„Das ist sehr unglücklich. Man kann nicht immer auf Schönspielerei gehen, man muss solche Spiele auch mal dreckig gewinnen. Diese Qualität haben wir vermissen lassen“, meinte Trainer Orhan Özkara. Dass es überhaupt so weit kommen konnte, lag auch an der Chancenverwertung seines Teams. Nach dem Führungstreffer von Tolga Dogan (5.) ergaben sich einige Gelegenheiten für Rot-Weiß, doch diese blieben ungenutzt. Yakup Kilinc traf in der ersten Hälfte gar aus einem Meter nur den Pfosten.

Mangelnde Chancenverwertung

„Dass wir das Spiel nicht gewonnen haben, haben wir nur uns selbst zuzuschreiben. Wir hatten eigentlich alles im Griff“, war sich Özkara bewusst.

Die beiden Kontrahenten wurden durch den 1:0-Sieg des SC Verl gegen Eintracht Dortmund auf Platz vier und fünf verdrängt. Für die Ahlener geht es somit am kommenden Wochenende gegen den anderen Tabellennachbarn – den SV Lippstadt 08. –RW Ahlen:Walde – Benning (31. Subasi), Williams, Cirak, Kilinc, Rama (88. Schröter), Bayaki, Dogan, Gueye, Lafci, Rzeha

RW Ahlen:
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