Handball: Damen-Landesliga
Feuerlöscher fängt selbst Feuer: Uwe Landau bleibt Trainer bei der Ahlener SG

Ahlen -

Da haben sie sich wohl glücklich gefunden. Nach dem Rücktritt von Dogan Aydogdu kurz vor Saisonbeginn wollte Uwe Landau eigentlich nur den Feuerlöscher bei den ASG-Handballerinnen spielen. Ein halbes Jahr später scheint er selbst Feuer gefangen zu haben und hat seinen Vertrag verlängert.

Mittwoch, 04.03.2020, 15:13 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 15:30 Uhr
Die Stimmung ist gut, die Ergebnisse fast noch besser: Für Uwe Landau – hier mit Torfrau Luisa Holtmann – gibt es derzeit keinen Grund, nicht als Trainer der ASG-Handballerinnen weiterzumachen. Drum bleibt er.
Die Stimmung ist gut, die Ergebnisse fast noch besser: Für Uwe Landau – hier mit Torfrau Luisa Holtmann – gibt es derzeit keinen Grund, nicht als Trainer der ASG-Handballerinnen weiterzumachen. Drum bleibt er. Foto: Lars Gummich

Verwunderlich ist das nicht. Er steht mit seinem Team seit Kurzem auf Platz eins der Landesliga . Erst hatte die ASG das Spitzenspiel gegen den VfL Sassenberg gewonnen und dann vom erneuten Patzer der Konkurrenz profitiert. „Jetzt stehen wir als Erster vor der Tür zur Verbandsliga. Offen ist die noch nicht, aber das kann ja noch kommen“, so Landau .

Verbandsliga – da würde mein altes Herz schon noch mal einen Sprung machen.

Uwe Landau

Ursprünglich hatte der im Handballkreis bestens vernetzte 60-Jährige sich schon in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als ihn der Notruf aus Ahlen erreichte, sagte er zunächst bis zum Winter zu. So lange eben, bis die ASG-Frauen wieder in ruhigerem Fahrwasser wären und einen neuen Trainer gefunden hätten. Sogar mögliche Nachfolger hatte er dem Verein genannt.

Aus der Interims- wird eine Dauerlösung

Doch aus dem Engagement bis zum Winter wurde erst eines bis zum Saisonende. Und zuletzt war schon deutlich herauszuhören, dass Landau auch darüber hinaus bleiben würde, wenn sie ihn denn in Ahlen weiter haben wollten.

Wollten sie offensichtlich. Denn am Mittwochnachmittag gab die ASG per Pressemitteilung die Verlängerung für ein weiteres Jahr bekannt. Mehr hatte Landau selbst noch nicht zusagen wollen. Wahrscheinlich hätte er sonst auch gleich einen längeren Kontrakt bekommen angesichts des derzeitigen Höhenflugs der Mannschaft.  

Verlängerungsgespräch war kurz und knapp

„Eigentlich war es im vergangenen September nur als Interimslösung angedacht, aber ich wusste direkt, dass Uwe es schafft, die Mannschaft perfekt zu fordern und zu fördern. Die Ergebnisse sprechen für sich“, wird die zuständige Leiterin für den Damenbereich, Sabrina Kowald, in der Mitteilung zitiert.

Sie hatte bereits am Montag ein Gespräch mit Landau, in dem sich beide schnell einig waren. Den „Interimscoach“ musste sie jedenfalls nicht erst von einem Verbleib überzeugen. „Ich bin völlig angetan von dem, was sich seit September entwickelt hat“, sagt Landau selbst. Die Arbeit mit seiner Mannschaft macht ihm so viel Spaß, dass er schon witzelt, nun nicht mehr älter zu werden: „Die Mädels haben mir viel Power gegeben und halten mich für immer bei 60.“

Landau will Frauenhandball bei der ASG voranbringen

Auf die kommenden Aufgaben freut er sich schon. Egal, ob es dann nächste Saison Landesliga oder Verbandsliga wird. Perspektivisch will Landau den Mädchen- und Frauenhandball bei der ASG aber voranbringen. „Mit dem Leistungszentrum muss der Verein irgendwann Verbands- oder Oberliga spielen. Ich hoffe, einen Schritt in die Richtung mitgehen zu können. Ich hab‘ da richtig Bock drauf.“

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