Fußball: Oberliga Westfalen
Trotzig ins Spitzenspiel: RW Ahlen beim Tabellenführer SC Wiedenbrück

Ahlen -

Läuft die Generalprobe schlecht, wird die Premiere umso besser. Auf den Aberglauben der Theaterleute setzen sie bei Rot-Weiß Ahlen sicher einige Hoffnungen. Nach dem verpatzten Start gegen Kaan-Marienborn (0:3) soll es nun ausgerechnet gegen den Oberliga-Spitzenreiter SC Wiedenbrück viel besser laufen.

Donnerstag, 05.03.2020, 17:47 Uhr aktualisiert: 05.03.2020, 17:50 Uhr
Im Hinspiel gab es keinen Sieger. Damals trennten sich Mike Pihl (Mitte) und Marvin Schurig im Wersestadion unentschieden vom SC Wiedenbrück. Am Freitag sind die Oberliga.Fußballer von Rot-Weiß Ahlen nun beim Spitzenreiter zu Gast.
Im Hinspiel gab es keinen Sieger. Damals trennten sich Mike Pihl (Mitte) und Marvin Schurig im Wersestadion unentschieden vom SC Wiedenbrück. Am Freitag sind die Oberliga.Fußballer von Rot-Weiß Ahlen nun beim Spitzenreiter zu Gast. Foto: Marc Kreisel

Je höher die Erwartungen, desto tiefer der Fall. Deshalb sind die Rot-Weißen am Sonntag ziemlich brutal auf die Nase gefallen. Angesichts der guten Vorbereitung war mit der 0:3-Niederlage gegen Kaan-Marienborn jedenfalls überhaupt nicht zu rechnen.

Etwas Gutes aber gab es. Erstens: Die glatte Niederlage entsprach keineswegs dem Spielverlauf. Zweitens: Auf die Chance, es besser zu machen, muss die Mannschaft keine ganze Woche warten. Schon heute Abend (19.30 Uhr) steht das Spitzenspiel beim Tabellenführer SC Wiedenbrück an. Bei den Rot-Weißen richtete sich bereits unmittelbar nach Spielschluss gegen Kaan-Marienborn der Blick auf dieses mit Spannung erwartete Duell mit der derzeit besten Oberliga-Mannschaft.

Neustart ausgerechnet beim Spitzenreiter

„Egal, Freitag fangen wir wieder von vorne an“, sagte beispielsweise Timon Schmitz . Pascal Schmidt drückte es ähnlich aus: „Wir müssen nicht lange nachdenken, sondern können es Freitag sofort besser machen. In Wiedenbrück unter Flutlicht – das wird ein geiles Spiel.“ Und auch bei Christian Britscho war von Resignation keine Spur: „Wir werden am Freitag wieder angreifen. Das ist ein Versprechen“, sagte er bei der Pressekonferenz unter dem Applaus der RWA-Anhänger.

Neu gemischt werden die Karten dann laut Britscho schon deshalb, weil seine Mannschaft in Wiedenbrück gegen einen ganz anderen Gegnertypen antritt. „Dieses Spiel wird eine komplett andere Ausrichtung haben, weil wir auf eine Mannschaft treffen, die mitspielen will“, so der RWA-Coach. „Da müssen wir ganz andere Akzente setzen.“

Britscho verlangt mehr Bissigkeit

Vor allem aber müsse seine Mannschaft die Grundtugenden Bissigkeit und Aggressivität im Zweikampf auf den Platz bringen. Die waren in den ersten 45 Minuten gegen Kaan-Marienborn zwar durchaus vorhanden. Nach dem Dreifach-Niederschlag aber hatte es Britscho etwas zu lange gedauert, bis seine Mannschaft sich wieder gefangen hatte.

Derlei Pausen darf es gegen den Oberliga-Primus überhaupt nicht geben. Denn das wird gleich bestraft. Britscho warnt denn auch vor der „wahnsinnigen Qualität in der Offensive“ und dem unheimlichen „Speed“, den die Wiedenbrücker entwickeln können. „Gegen so ein Team sollte man besser nicht in Rückstand geraten“, sagt er. Vor allem das Mittelfeld sei ohnehin kaum zu schlagen. „Entweder du versuchst, sie vorne zu packen oder eben hinten. Aber nicht im Mittelfeld“, sagt Britscho.

Wiedenbrück vorne wie hinten stark

Viel schlechter sah es für ihn aber auch hinten nicht aus, wenn man das Gütersloh-Spiel als Maßstab nimmt. Das hat sich der Ahlener Trainer angeschaut. „Da hatte Gütersloh vielleicht zwei Kopfbälle nach Standards – das war‘s.“ Wohlgemerkt: Das schaffte der Spitzenreiter gegen eine auf einem starken sechsten Platz liegende Mannschaft.

Wie sich der RWA-Coach personell auf den Gegner einstellen will, verrät er wie immer nicht. Nur so viel: „Es wird sicher nicht die gleiche Startelf wie zuletzt auf dem Platz stehen.“

 

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