Handball 3. Liga Nord-West
„Rogocop“ sorgt für Bigpoint in Kölle: Ahlener SG holt Remis beim Longericher SC

Ahlen -

Mit einer unfassbaren Energieleistung hat sich die Ahlener SG beim Longericher SC einen Punkt gesichert. Trotz eines anfänglich hohen Rückstands malochte sie sich in Köln regelrecht in die Partie und rückte dem turmhohen Favoriten energisch auf die Pelle.

Freitag, 06.03.2020, 22:04 Uhr aktualisiert: 07.03.2020, 10:31 Uhr
Freude, Stolz, Erleichterung: Trainer Sascha Bertow, Felix Harbaum und die gesamte Ahlener SG durften sich nach aufopferungsvollen 60 Minuten zurecht über einen Punktgewinn beim Tabellendritten Longericher SC freuen.
Freude, Stolz, Erleichterung: Trainer Sascha Bertow, Felix Harbaum und die gesamte Ahlener SG durften sich nach aufopferungsvollen 60 Minuten zurecht über einen Punktgewinn beim Tabellendritten Longericher SC freuen. Foto: René Penno

„Wir haben uns gesagt, dass es jetzt nur auf uns ankommt, dass wir Mut beweisen wollen.“ Was Kapitän Mattes Rogowski angekündigt hatte, setzte die Ahlener SG gestern Abend beim turmhoch favorisierten Longericher SC bravourös um und holte ein kaum für möglich gehaltenes 26:26-Remis. Neun Sekunden vor Schluss schien es, als würden die Kölner die gesamte Ausbeute abräumen, dann aber schlug „Rogocop“ mit der Schlusssirene noch mal zu.

Frühen Rückstand eingedampft

Es war der verdiente Lohn für eine unfassbare Energieleistung , mit der die Ahlener auch einen höhen Rückstand einäscherten. Denn zu Beginn sah es zunächst so aus, als würde die Begegnung des Schlusslichts beim Tabellendritten den erwarteten Verlauf nehmen.

Die Gastgeber zogen bis auf 6:1 (8.) weg. Doch statt paralysiert reagierte die ASG darauf engagiert. Der überraschend aufgebotene Lukas Hinterding traf zum 6:2 (9.) und läutete damit eine Aufholjagd ein. Beim 7:5 (17.) war die ASG bereits wieder auf Tuchfühlung. Per Drei-Tore-Lauf von Philipp Dommermuth, Philipp Lemke und Mattes Rogowski egalisierte sie in der 21. Minute erstmals zum 9:9. So ging es bis zur Pause nun hin und her. Köln legte vor, Ahlen zog nach. Zur Halbzeit hieß es nach einem Treffer von David Denert 14:14. In den zweiten Durchgang starteten die Ahlener per Doppelpack von Rogowski mit Rückenwind und einem 16:14-Vorsprung.

60 Sekunden Wahnsinn

Longerichs Replik darauf bestand in einer Vier-Tore-Rutsche zum 18:16 (41.), dem wiederum die Gäste eine Drei-Tore-Serie durch Philipp Dommermuth, Nico Horn und Philipp Lemke zum 18:19 (46.) entgegenhielten.

Kein Team ließ sich abschütteln. Bis zum 19:20 (48.) lag die ASG weiter vorn, dann drückte der LSC noch mal auf die Tube, kam zum 23:22 (55.). Dank Benedikt Bayer und Lukas Hinterding drehte die ASG den Spieß wieder um – 23:24 (58.). Die letzte Minute hatte es dann endgültig in sich: Longerich glich zunächst durch Lukas Schulz zum 24:24 aus. Noch 55 Sekunden. Auszeit Longerich. Noch 24 Sekunden. Der Gastgeber ging dann sogar durch Marian Dahlke nochmals mit 25:24 in Führung. Noch neun Sekunden. Von Resignation bei den Ahlenern keine Spur. Stattdessen Auftritt Mattes Rogowski. Ein Schuss. Der Ball ist drin. 26:26 – was für ein Statement im Abstiegskampf.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7314698?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Nachrichten-Ticker