Leichtathletik: 28. Volks- und Straßenlauf Rund um die Wibbeltkapelle
Sicherheit geht vor: Wibbeltlauf wegen Coronavirus abgesagt

Vorhelm -

Die 28. Auflage des Wibbeltlaufs in Vorhelm ist abgesagt worden. Damit reagierten die Veranstalter auf die aktuelle Entwicklung. „Wir haben einen Ausnahmezustand“, sagt Organisator Frank Schwarte. Ganz ausfallen soll der Lauf in diesem Jahr aber nicht.

Mittwoch, 11.03.2020, 12:54 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 13:30 Uhr
Auf den Startschuss zu warten, wäre am Sonntag in Vorhelm vergeblich. Der Wibbeltlauf wird sicherheitshalber abgesagt. Ganz ausfallen soll er aber nicht. Die Veranstalter halten nach einem Nachholtermin Ausschau.
Auf den Startschuss zu warten, wäre am Sonntag in Vorhelm vergeblich. Der Wibbeltlauf wird sicherheitshalber abgesagt. Ganz ausfallen soll er aber nicht. Die Veranstalter halten nach einem Nachholtermin Ausschau. Foto: Danny Schott

Die für Sonntag vorgesehene 28. Auflage des Volks- und Straßenlaufs Rund um die Wibbeltkapelle in Vorhelm findet nicht statt. Dazu entschlossen sich die Ausrichter TuS Westfalia und LG Ahlen am späten Mittwochnachmittag.

Zunächst hatte alles danach ausgesehen, dass die beliebte Laufveranstaltung wie vorgesehen durchgeführt werden würde. Doch nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und dem FLVW sprang die Ampel schließlich doch von grün auf rot.

Ungewöhnliche Maßnahmen notwendig

„Wir haben einen Ausnahmezustand und müssen ungewöhnliche Maßnahmen ergreifen“, sagt Organisator Frank Schwarte . 110 Voranmeldungen hatte es im Vorfeld bereits gegeben. Für Sonntag ist gutes Wetter angesagt, so dass die Veranstalter mit rund 250 Teilnehmern gerechnet hätten.

Das ist zwar noch immer weit weg von der Empfehlung des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, der jüngst dazu riet, sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen abzusagen. Doch in Vorhelm gehen sie lieber auf Nummer sicher. „Im Beruf oder der Öffentlichkeit können wir vielleicht größeren Menschenmengen nicht aus dem Weg gehen. Aber in unserer Freizeit können wir dieses Risiko bewusst minimieren und eingreifen. Wir wären bescheuert, wenn wir diese Verantwortung nicht übernähmen“, sagt Frank Schwarte.

Nachholtermin im Spätsommer?

Die Ausbreitung des Virus nehme ein Ausmaß an, „das wir als Verein nicht greifen können“.

Da es obendrein eine generelle Tendenz gebe, (größere) Sportveranstaltungen abzusagen, habe man sich von Vereinsseite auch dazu entschieden. „Es ist nicht schön und wir hätten den Lauf gerne durchgeführt. Aber wir müssen uns an die sich stündlich ändernden Gegebenheiten anpassen“, unterstreicht Schwarte. Ganz ausfallen lassen möchte er die 28. Ausgabe des Wibbeltlaufs aber nicht. „Das wäre äußerst schade. Daher gibt es Überlegungen, ob wir nicht im August oder September oder während unserer Sporttage zum 100-jährigen Vereinsjubiläum nachholen“, sagt Schwarte.

Fürs Erste aber gehe die gesundheitliche Unversehrtheit aller Athleten vor.

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