Tischtennis: Saisonabbruch durch DTTB
Diese Vereine aus dem Kreis Warendorf schauen nun vermutlich in die Röhre

Kreis Warendorf -

Der Deutsche Tischtennisbund hat die Saison vorzeitig für beendet erklärt. Gewertet werden die bisher bestehenden Tabellen, was zu Härtefällen in Auf- und Abstiegsfragen führen wird. Davon betroffen ist auch ein Verein im Kreis Warendorf.

Freitag, 03.04.2020, 10:00 Uhr
Der Vorhelmer Friedrich Hackenjos muss mit seinem SV Neubeckum den vorzeitigen Abstieg hinnehmen.
Der Vorhelmer Friedrich Hackenjos muss mit seinem SV Neubeckum den vorzeitigen Abstieg hinnehmen. Foto: Jörg Toppmöller

Der Deutsche Tischtennisbund (DTTB) hat nun gemeinsam mit seinen Landesverbänden die aktuelle Saison im Mannschaftsspielbetrieb mit sofortiger Wirkung abgebrochen und damit für beendet erklärt. Als Abschlusstabellen gehen die Stände zum Zeitpunkt des Abbruchs in die Wertung ein, was unausweichlich zu Härtefällen führen dürfte.

Die Regelung gilt einheitlich von der Bundesliga bis zu den untersten Kreisklassen. Mannschaften, die zum Zeitpunkt des Abbruchs einen Auf- bzw. Abstiegsplatz belegten, steigen auch auf beziehungsweise ab.

Unklar ist noch, wie mit Mannschaften auf Relegationsplätzen verfahren wird. Hier überlässt der DTTB den Landesverbänden das Feld für individuelle Regelungen. Für die heimischen Vereine wird der Westdeutsche Tischtennisverband (WTTV) kurzfristigeine Lösung erarbeiten.

Was ist mit den Relegationsplatzierten?

Bei der Entscheidung bestand Einigkeit, dass eine Fortsetzung des Spielbetriebs kaum möglich sein würde. „Es hätte wohl niemand verstanden, wenn wir eine Aussetzung immer weiter verlängert hätten, insbesondere vor dem Hintergrund, dass eine Wiederaufnahme zu extremen Terminproblemen geführt hätte“, teilte Heike Ahlert, Vizepräsidentin Leistungssport, in der Meldung des DTTB mit.

Für den SV Neubeckum als klassenhöchster Verein im Kreis Warendorf hat die Entscheidung kaum Auswirkungen, da der Abstieg des Verbandsligisten schon vor der Auszeit feststand. Der Abstieg des Landesliga-Schlusslichts Warendorfer SU ist damit nun auch fix.

Der ein oder andere Verein auf Relegationsplätzen muss jetzt den Entschluss des WTTV zum weiteren Vorgehen abwarten: Die DJK Vorwärts Ahlen belegt etwa als Dritter der Bezirksklasse einen Relegationsrang zur Bezirksliga, der TTC Oelde hat als Kreisliga-Zweiter die Bezirksklasse im Visier. Beide hängen in der Luft.

Glück haben könnte der abstiegsbedrohte Bezirksligist GW Westkirchen, der zuletzt auf den aussichtsreichen Relegationsplatz neun vorgerückt war. Abwarten muss auch das Jugend-Team der Grünweißen, das als Bezirksliga-Meister an der Relegation zur NRW-Liga teilgenommen hätte.

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