Fußball: FLVW erfragt Stimmungsbild bei Vereinen
Saison-Abbruch: Ja oder Nein? Jetzt sind alle Fußballer gefragt

Ahlen -

Bis 23. April möchte sich der FLVW noch Zeit lassen, um zu entscheiden, wie es mit dem Amateurfußball weitergeht. Vier Szenarien stehen im Raum. Nun sind alle Vereine im Kreis gefragt, ihre Meinung kundzutun. Danach fällt die Entscheidung.

Freitag, 17.04.2020, 17:22 Uhr aktualisiert: 20.04.2020, 12:02 Uhr
Wie geht es weiter? Das fragen sich auch Vorwärts Ahlens Christian Schramm (l.) und Westfalia Vorhelms Dominik Bergedieck.
Wie geht es weiter? Das fragen sich auch Vorwärts Ahlens Christian Schramm (l.) und Westfalia Vorhelms Dominik Bergedieck. Foto: Gummich

Gespannt warten die Fußballvereine im Kreis auf die Entscheidung, ob, wann und wie die Saison im Amateurfußball fortgesetzt wird – sie werden sich jedoch noch etwas gedulden müssen, zumindest bis zum kommenden Donnerstag, 23. April.

Das wurde vorgestern Abend in einer Videokonferenz beschlossen, an der der Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbands (FLVW), Gundolf Walaschewski , der Vorsitzende des Verbandsfußballausschusses, Reinhold Spohn , sowie die Leiter der einzelnen Fußballkreise teilgenommen haben.

Stimmungsbildabfrage bei den Vereinen

In der Zusammenfassung der Videokonferenz heißt es: „Vor dem 23. April wird es keine Aussagen zum weiteren Vorgehen im Amateurfußball geben.“ Nur einen Satz später folgt jedoch eine interessante Passage: „Die Tendenz einiger Landesverbände geht zum Abbruch der Saison.“ Für die westfälischen Klassen wird es eine Empfehlung des Verbandsfußballausschusses geben. In die Entscheidung der Verbandsspitze soll auch ein Stimmungsbild der Basis einfließen. Diesbezüglich sind nun alle Vereine aufgefordert, sich an einer Umfrage auf der Internetseite des FLVW zu beteiligen.

Die Vertreter der Clubs haben hier die Möglichkeit, zwischen vier Szenarien zu wählen. Erstens: Abbruch, die Saison wird annulliert, es gibt keine Auf- und Absteiger. Zweitens: Abbruch der Saison, die Hinrunde wird gewertet, es gibt nur Aufsteiger. Drittens: Die Spielzeit wird abgebrochen und der aktuelle Tabellenstand ist maßgeblich, auch hier würde es nur Aufsteiger geben. Und viertens: Fortsetzung der Saison ab September – sofern das bis dahin möglich ist.

Rechtliche Prüfung der Szenarien

Diese vier Szenarien seien vom Verbandsfußballausschuss gemeinsam mit anderen Landesverbänden und Vereinen entworfen und rechtlich geprüft worden. Zudem sind bis zum bereits erwähnten Stichtag Videokonferenzen mit den Clubs aus der Oberliga Westfalen, Westfalen- und Landesliga geplant. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde am Donnerstag einigten sich außerdem darauf, dass der Entschluss des Verbands von den Kreisen übernommen werden soll. „Es wird in Westfalen also eine einheitliche Regelung geben“, heißt es in dem Protokoll.

Im Nachwuchsbereich wurde bis dato nur festgelegt, dass eine Saisonverlängerung über den 31. Juli hinaus nicht in Frage kommt. Auf Kreisebene soll das weitere Vorgehen jedoch „individuell“ geprüft werden.

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