Fußball: Vereine überwiegend für Abbruch
Rot-Weiß Ahlen wäre wohl gekniffen

Kreis Warendorf -

Der Verband hat gefragt, die Vereine geantwortet und die Stimmung ist eindeutig: ganz überwiegend wollen die Amateur-Fußballer keine Fortsetzung der Saison. Mehr als 80 Prozent der an der Befragung des FLVW teilnehmenden Vereine sprachen sich dagegen aus – auch Rot-Weiß Ahlen. Der Oberligist müsste sich den erhofften Aufstieg bei den bisher ins Spiel gebrachten Abbruch-Varianten aber abschminken.

Mittwoch, 22.04.2020, 16:26 Uhr aktualisiert: 23.04.2020, 16:40 Uhr
Die Oberliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen haben bisher eine bockstarke Saison gespielt. Möglich ist aber, dass es nach dem Abbruch dennoch keinen Aufstieg für den Tabellendritten gibt.
Die Oberliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen haben bisher eine bockstarke Saison gespielt. Möglich ist aber, dass es nach dem Abbruch dennoch keinen Aufstieg für den Tabellendritten gibt. Foto: Marc Kreisel

Zumindest darin scheinen sich die Amateurclubs aus der Region ziemlich einig zu sein: Bei einer Befragung des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) haben sich 88,4 Prozent der teilnehmenden 1149 Fußballvereine für eine sofortige Beendigung der laufenden Saison ausgesprochen (die WN berichtete). Ziemlich geteilt war dagegen das Stimmungsbild bei der Frage, wie die Spielzeit dann zu werten sei: nach aktuellem Tabellenstand (24,2 Prozent), nach der Hinrundentabelle (30) oder mit einer kompletten Annullierung. Im letzten Fall gäbe es weder Auf- noch Absteiger, bei den ersten Varianten nur Aufsteiger.

RWA würde in bisherigen drei Varianten wohl nicht aufsteigen

Für die aufstiegswilligen Oberliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen sind jedoch alle zur Abstimmung gestellten Szenarien schlecht. Als derzeitige Tabellendritte kämen sie in keiner der Varianten zum Zug, obwohl sie zwei Spiele weniger absolviert haben als der SC Wiedenbrück und der RSV Meinerzhagen und beide Konkurrenten mit den möglichen sechs Punkten hinter sich gelassen hätten. Eine Wertung nach den Durchschnittspunkten oder eine Wahloption zum Aufstieg wie im Handball wäre also bei RWA wohl favorisiert worden. „Wir haben für einen Abbruch gestimmt. Aber mit dem klaren Hinweis, dass wir dann in die Regionalliga wollen“, sagt Manager Joachim Krug.

Hammer Spielvereinigung müsste sportlich nicht runter

Die Hammer Spielvereinigung, die zurzeit abgeschlagen Tabellenletzter ist, hätte dagegen Glück gehabt, weil sie wohl sportlich nicht runter muss. Einen Absteiger dürfte es nur bei einer Fortsetzung der Saison gegeben. Doch diese Option scheint nach der aktuellen Befragung der Vereine ziemlich undenkbar und wäre auch nicht leicht umzusetzen.

„Eine Verschiebung in den September würde nur Probleme mit sich bringen“, sagt beispielsweise Michael Grothues, Fußball-Abteilungsleiter der Warendorfer SU. Dabei denkt er unter anderem an die Verträge von Spielern und Trainern, die typischerweise im Juni enden.

Verbandsfußballausschuss berät noch mindestens bis 29. April

Bis zu einer endgültigen Entscheidung werden sich die Vereine und ihre Fans aber wohl noch mindestens bis zum 29. April gedulden müssen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7380368?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Nachrichten-Ticker