Fußball: Oberliga Westfalen
Björn Mehnert wird neuer Coach bei Rot-Weiß Ahlen

Ahlen -

Mit der halben Mannschaft ist man sich schon einig. Nun hat Rot-Weiß Ahlen auch die beiden wichtigsten Positionen für die kommende Saison besetzt. Björn Mehnert (Chefcoach) und Salvatore Gambino (Co-Trainer) stehen künftig an der Seitenlinie – unabhängig davon, ob der Verein in der Ober- oder in der Regionalliga spielt.

Donnerstag, 30.04.2020, 11:22 Uhr aktualisiert: 05.05.2020, 17:54 Uhr
Björn Mehnert (rechts) übernimmt in der Saison 2020/2021 das Amt des Cheftrainers beim Fußball-Oberligisten Rot-Weiß Ahlen. Er wird dabei von Salvatore Gambino als Co-Trainer unterstützt.
Björn Mehnert (rechts) übernimmt in der Saison 2020/2021 das Amt des Cheftrainers beim Fußball-Oberligisten Rot-Weiß Ahlen. Er wird dabei von Salvatore Gambino als Co-Trainer unterstützt. Foto: H. Wegener

Rot-Weiß Ahlen ist auf der Suche nach einem Nachfolger für den im Sommer scheidenden Christian Britscho fündig geworden. Es ist der Kandidat geworden, der schon zuvor als der heißeste galt: Björn Mehnert wird zur neuen Saison das Amt des Cheftrainers an der Werse übernehmen.

Gut orientiert und nur wenige Kilometer von der Arbeit zum Training

Das ergibt durchaus Sinn: Mehnert hat nämlich gleich in seinem ersten Telefonat nach der Verkündung bewiesen, dass er bezüglich der Mannschaft schon gut orientiert ist und mal eben fast ein Dutzend Spieler aufgezählt. „Ich kenne mich in der Regional- und Oberliga und speziell hier in der Region ganz gut aus. Bei vielen der Jungs habe ich ihre Entwicklung verfolgt und weiß auch, wo ich ansetzen will“, sagt der Neue an der Seitenlinie.

Außerdem arbeitet der 43-Jährige in Hamm. „Von da ist es ja nur ein Katzensprung zum Training“, zählt er einen weiteren Punkt auf, warum das Angebot der Rot-Weißen gut gepasst hat. Zumal Mehnert nach seiner überraschenden Demission in Wiedenbrück – der Vertrag ist mittlerweile aufgelöst – nun viel Zeit hat, um sich „auf die neue Aufgabe und Herausforderung vorzubereiten.“

Bis Anfang des Jahres tainierte Mehnert den Tabellenführer SC Wiedenbrück

Bei dem Ligakonkurrenten der Rot-Weißen war er Anfang des Jahres freigestellt worden, obwohl er zu diesem Zeitpunkt mit dem SC auf dem ersten Platz lag und auf dem besten Weg in die Regionalliga war. Über Umwege könnte er nun doch noch dorthin gelangen, sofern Rot-Weiß Ahlen, wie erhofft, das Aufstiegsrecht zuerkannt wird.

Das wäre ihm auch die liebste Option, wie der künftige RWA-Coach sagt: „Die Quotientenregelung hat Charme. Ich finde zudem, man sollte in der Besetzung der Ligen flexibel sein und hoffe auf eine sportlich faire Lösung. Es war in der Oberliga einfach ein brutal enger Kampf zwischen den drei Mannschaften da oben. Jetzt eine Mannschaft zu benachteiligen, halte ich für schwierig“, sagt er. „Ich will aber auch nicht in der Haut der Entscheider stecken.“

Co-Trainer wird der ehemalige Bundesliga-Profi Salvatore Gambino

Für Mehnert schließt sich mit dem Posten in Ahlen ein Kreis, denn bereits als Spieler trug er das Trikot des Vereins, spielte von 1998 bis 2000 für LR Ahlen. Als Trainer war er vor der Station in Wiedenbrück jahrelang beim SV Westfalia Rhynern tätig, dem er 2017 zum Regionalliga-Aufstieg verhalf. Als sein Co-Trainer fungiert Salvatore Gambino. Der frühere Bundesligaprofi war in dieser Saison bereits als Assistent in Rhynern aktiv.

„Ich finde, Christian Britscho hat hier hervorragende Arbeit geleistet“

Rot-Weiß Ahlen unter diesen beiden soll sich in der Spielweise gar nicht so sehr von der unter seinem Vorgänger unterscheiden, dem er ein riesen Kompliment macht. „Ich finde, mein Kollege Christian Britscho hat hier wirklich ganz hervorragende Arbeit geleistet. Ahlen war ein richtig eklig zu spielender Gegner, und das sage ich mit dem allerhöchsten Respekt.“

Wie Britscho will Mehnert das Heft des Handelns in der Hand haben. „Ich liebe es, offensiv spielen zu lassen. Aber die Taktik muss sich natürlich immer an den Spielern ausrichten. Eines ist aber klar: Wir werden sicher keinen Bus organisieren und den vor dem Tor aufstellen“, sagt Mehnert. „RWA sehe ich schon als Traditionsmannschaft mit tollen Fans, die man mitnehmen kann und auch muss.“ Das zu erreichen, wird sein erstes Ziel.

Noch viele Unwägbarkeiten bis zum Saisonstart

Auf dem Weg dahin gibt es in der aktuellen Situation natürlich noch viele Unwägbarkeiten. Wann geht es wieder los? In welcher Liga? Auch das Kennenlernen der Spieler wird wohl vorerst nur über Telefonate und Videokonferenzen stattfinden müssen. Trotzdem strotzt Mehnert schon vor Tatendrang: „Ich freue mich riesig auf die Herausforderung hier in Ahlen und auf die Rückkehr an meine frühere Wirkungsstätte. RWA hat ein begeisterungsfähiges Umfeld und tolle Fans, auf die ich mich sehr freue.“

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