Leichtathletik
Eine erfolgreiche Premiere vor der Haustür: Frank Schwarte finisht Marathon

Vorhelm -

Monatelang hatte sich Frank Schwarte auf seine Marathon-Premiere in Duisburg vorbereitet. Und dann das: Absage wegen Corona. Statt den Kopf in den Sand zu stecken, wurde der Vorhelmer erfinderisch. Und absolvierte die Strecke kurzerhand in heimischen Gefilden.

Dienstag, 28.07.2020, 17:20 Uhr aktualisiert: 30.07.2020, 15:55 Uhr
Zu einem erfolgreichen Marathon gehört auch das passende Finisher-Shirt, das Frank Schwarte stolz trägt.
Zu einem erfolgreichen Marathon gehört auch das passende Finisher-Shirt, das Frank Schwarte stolz trägt. Foto: Westfalia Vorhelm

Duisburg sollte für Frank Schwarte der Schauplatz des ersten Marathons seines Lebens werden. Monatelang hatte er sich gemeinsam mit der Laufgruppe der TuS Westfalia Vorhelm und mit Unterstützung der Laufschule Fit2Run in Beckum auf dieses Ereignis vorbereitet.

Eisern verfolgte er seinen Trainingsplan, der bis zu fünf Einheiten pro Woche vorsah. Alles ausgerichtet auf dieses eine Ziel: Rhein-Ruhr-Marathon . Doch dann kam Corona und mit der weltweiten Virus-Pandemie folgte auch die Absage des Laufevents im Ruhrgebiet. Anstatt die Flinte ins Korn zu werfen, erwuchs kurzerhand die Idee, den Marathonlauf in Vorhelm abzuhalten. Nach einer passenden Strecke mussten die Vorhelmer nicht lange suchen.

Bewährter Rundkurs

Sie wählten einfach die bekannte Runde des Wibbeltlaufs, der sich längst bewährt hat. Dessen Kurs musste entsprechend oft umrundet werden, um auf die erforderlichen 42,195 Kilometer zu kommen. Dazu wurde die Marathondistanz genau vermessen und der Startpunkt an die exakte Stelle verlegt. Auf der Runde gab es zwei Verpflegungsstände, um die Sportler zu versorgen. Um möglichst viel Leben auf die Strecke zu bringen, waren alle interessierten Läufer eingeladen, einzelne Runden oder Streckenabschnitte unter Einhaltung der Sicherheitsabstände mitzulaufen. Jeder Athlet konnte nach seinem Leistungsvermögen eine freigewählte Distanz laufen. Der Start war beliebig möglich. Davon machten rund 35 Läufer mit Begeisterung Gebrauch. Die extra organisierte große Zeitnahmetafel gab nach jeder gelaufenen Runde Auskunft über den Leistungsstand. Die Fans an der Strecke halfen durch lautstarke Anfeuerungsrufe immer wieder nach, wenn die Beine mal schwer wurden oder es für die Läufer mental schwierig wurde.

Geglücktes Debüt und neue Bestzeit

Nach exakt 4:23:00 Stunden kam Frank Schwarte stolz ins Ziel. „Ich bin überglücklich, aber auch total erschöpft“, gestand er nach seiner geglückten Premiere. Als Gaststarter war auch der Vorhelmer Thomas Schmidt (ASC Ahlen) mit auf die Marathonstrecke gegangen. Der Triathlet und erfahrene Läufer kam bereits nach 3:28:12 Stunden ins Ziel und erreichte damit eine neue persönliche Bestzeit.

Ebenfalls erfolgreiche Finisher waren Timo Pieper, Steffi Hammelmann, Marcel Budde und Sabine Ording. André Kaldewei stieg derweil nach 27 Kilometern aus dem Rennen aus. „Ich war platt, nicht gut drauf und hätte meine Zielzeit meilenweit verfehlt“, so Kaldewei. Eine Woche später in Roland Beckum holte er für sich persönlich den Marathon nach – und zog ihn diesmal ganz durch.

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