Handball: Trainingsauftakt bei Eintracht Dolberg
Lambertus-Olympioniken aktivieren den Booster

Dolberg -

In der neu formierten Handball-Landesliga geht es für Eintracht Dolberg als Aufsteiger ums Überleben. Um für die neuen Herausforderungen gewappnet zu sein, macht Trainer Andreas Schwartz seinen Jungs Feuer unterm Hintern. Und er setzt sie ganz bewusst unter Stress.

Freitag, 07.08.2020, 11:00 Uhr
Gezieltes Stressmanagement in der Saisonvorbereitung: (von links) Trainer Andreas Schwartz, Carsten Funke, Tobias Schröer, André Taubitz, Magnus Johannwiemann und Tristan Settele.
Gezieltes Stressmanagement in der Saisonvorbereitung: (von links) Trainer Andreas Schwartz, Carsten Funke, Tobias Schröer, André Taubitz, Magnus Johannwiemann und Tristan Settele. Foto: SV Eintracht Dolberg

Die Handballer von Eintracht Dolberg sind in die Vorbereitung auf die ab Oktober beginnende Landesliga-Saison gestartet.

Trainer Andreas Schwartz hat sich für die neunwöchige Präparationsphase etwas einfallen lassen. Um den Wettbewerb zu fördern, lässt er die Seinen eine Vorbereitungsolympiade absolvieren. Dabei gibt es im Training Punkte zu gewinnen. Die Sieger von Trainingsspielchen oder besonderen Aufgaben erhalten einen Punkt, die Verlierer müssen „ätzende Aufgaben wie etwa Steigerungsläufe“ (Schwartz) zusätzlich nach der eigentlichen Einheit bewältigen. Am Ende der Vorbereitung gibt es für die drei eifrigsten Punktesammler eine kleine Belohnung (statt einer Medaille).

Bewusste Stress-Simulation

Schwartz macht das nicht, weil er neuerdings an sich eine besonders masochistische Ader entdeckt hätte. „Ich möchte bewusst Stresssituationen produzieren, denn in denen haben wir in der vergangenen Saison oftmals nicht gut ausgesehen“, sagt der SVE-Trainer. Gerade mal fünf von zehn engen Spielen habe sein Team für sich entschieden.

Zu wenig, um in der Landesliga den angepeilten Klassenerhalt sicher zu schaffen. Zumal gleich fünf von zwölf Vereinen in der neuen Serie den Abstieg antreten müssen. „Wir wollen zeigen, dass wir nicht zu diesen Fünf gehören. Unser Ziel muss es sein, im gesicherten Mittelfeld zu landen“, unterstreicht Schwartz.

Eine Aufgabe, die gleich durch zwei Aspekte erschwert wird. Zum einen hat die Eintracht mit Sebastian Supenkamp, Janik Heickmann und nicht zuletzt Tobias Lodenkemper drei wichtige Säulen verloren. Zum anderen „müssen wir Entwicklungsschritte, für die wir uns ein, zwei Jahre Zeit lassen wollten, jetzt schon machen – dafür müssen wir den Booster aktivieren“.

Power-Handball aus der Abwehr heraus

„Die drei Abgänge Supenkamp, Heickmann und Lodenkemper zwingen uns dazu, unsere Stärken noch mehr auszuspielen“, sagt Andreas Schwartz. Mehr denn je setzt er deshalb auf eine starke Physis, auf Tempo und ausgeprägte Kondition. „Power-Handball aus der Abwehr heraus muss die Überschrift für uns lauten“, sagt Schwartz. Umso besser, dass die Dolberger über einen breiten 16-Mann-Kader verfügen. Mit Carsten Funke und Tristan Settele haben sie zwei Verstärkungen von der Ahlener SG verpflichtet. Darüber hinaus wurden André Taubitz und Torwart Magnus Johannwiemann reaktiviert und Kreisläufer Tobias Schröer aus der Zweiten befördert. Die Eintracht braucht Substanz – und einen langen Atem für eine anstrengende Vorbereitung und eine nicht weniger strapaziöse Saison.

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