Handballerinnen von Eintracht Dolberg
Segel setzen für den Erfolgskurs

Dolberg -

Auf Eintracht Dolbergs Handballerinnen wartet in der Landesliga eine echte Herausforderung. Fünf Leistungsträger hat das Team verloren und dafür vor allem junge Spielerinnen dazu gewonnen. Bei einer Kanu-Tour erlebten die einen Vorgeschmack auf das, was kommen könnte.

Samstag, 15.08.2020, 05:00 Uhr
Auf, auf zu neuen Ufern: Die Handballerinnen von Eintracht Dolberg gehen per Wildcard in der Landesliga an den Start und wollen da den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen.
Auf, auf zu neuen Ufern: Die Handballerinnen von Eintracht Dolberg gehen per Wildcard in der Landesliga an den Start und wollen da den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung machen. Foto: SVE Dolberg

Man kann bekanntlich nicht zu neuen Ufern aufbrechen, wenn man nicht den Mut aufbringt, die alten zu verlassen. Das wissen auch die Handballerinnen von Eintracht Dolberg. Und deshalb haben sie sich – im Bewusstsein, ein Risiko einzugehen – dafür entschieden, die Wildcard zur Landesliga anzunehmen.

Viele neue Matrosen an Bord

Also, Segel setzen und mal sehen, wohin der Wind sie treibt? Nicht ganz, Marco Tittmann möchte als Steuermann schon so weit wie möglich dafür sorgen, dass er den Kurs seiner Mannschaft bestimmen kann. In Seenot geraten soll sie nicht, auch wenn die Schiffsbesatzung in diesem Sommer kräftig durcheinander gewirbelt wurde. Anna Borgerding, Lisa Kreitinger, Aline Thier, Leonie Sahm und Eveline Pomplun gingen von Bord.

Dafür sind die von der SG Sendenhorst verpflichteten Klara Arnemann und Sarah Rohmann neu an Deck. Hinzu kommen Gina Penger, Chantal Knoff und Hannah Lohrmann aus der Zweiten sowie die vier A-Jugendlichen Antonia Steinhoff, Lena Teipel, Sophie Schweer und Jana Kleinikel, die allesamt vom HLZ Ahlen kommen. „Man kann nicht von den Mädels erwarten, dass sie sofort durchzünden. Das ist eher ein Projekt, das zwei, drei Jahre gehen wird. Für mich ist die Entwicklung der Mannschaft das Wichtigste. Aber den Klassenerhalt wollen wir natürlich trotzdem schaffen“, sagt Marco Tittmann. Das wird nicht leicht. „Gefühlt steigt die halbe Liga ab“, sagt Tittmann. Fünf von zwölf müssen den Gang in die Bezirksliga antreten. „Aber wenn es wirklich ganz doof läuft, stehen wir in einem Jahr da, wo wir vorher auch standen“, hält sich das Risiko für den SVE-Trainer in Grenzen. Außerdem wachsen Handballer ja bekanntlich mit der Größe der Aufgabe. Sich mit Gegnern in der Landesliga zu messen, kann für eine entwicklungshungrige Mannschaft also nur von Vorteil sein.

Fast die halbe Liga steigt ab

Die beiden bisherigen Tests gegen den Herzebrocker SV (24:32) und den ASV Hamm (22:25) gingen zwar verloren, das aber ist Nebensache. Seit Freitag absolviert die Eintracht ein dreitägiges Trainingslager, inklusive zweier Testspiele gegen die HSG Gütersloh am Samstag (18 Uhr) und die HSG Soest (17 Uhr). Außerdem unternimmt das Team eine Radtour nach Sendenhorst, wo Klara Arnemann und Sarah Rohmann ihren Einstand geben werden.

Für gute Laune sorgte zudem ein Hawaiianischer Abend mit Blumenketten, Baströckchen und Cocktails. Und bei einer Kanu-Tour auf der Lippe konnten die Spielerinnen kürzlich schon erleben, wie es sich anfühlt, zu neuen Ufern aufzubrechen. Also Leinen, los – und auf geht’s.

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